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Investoren Dinner

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Ausgabe 3:
Commerzbank AG + Funkwerk AG

Dienstag, 23. Juni 2009

Commerzbank AG - Spielball der Investoren

Unternehmen

Commerzbank

ISIN:

DE0008032004

Homepage:

www.commerzbank.de

WKN:

803200

Seit der Übernahme der Dresdner Bank ist die Commerzbank die zweitgrößte Privatbank in Deutschland. Die Finanzkrise brachte jedoch das Institut, das jede Menge Altlasten in den Büchern hatte, ordentlich ins Wanken, sodass ein Staatseinstieg zur Verhinderung eines Kollapses notwendig wurde. Das Problem der Gesellschaft war dabei nicht die operative Ertragskraft, sondern vielmehr der Abschreibungsbedarf auf Beteiligungen und faule Kredite, mit der Folge, dass das notwendige Eigenkapital der Bank dramatisch gesunken ist.

Ausgabe 3 - Commerzbank

 
Durch den Einstieg des staatlichen Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) bei der Commerzbank mit 25% plus einer Aktie ist die Bank fortan nicht mehr unabhängig und unterliegt den Vorgaben, die an die Hilfsmaßnahme gekoppelt sind. Neben der Kapitalerhöhung, die der Bund zum Preis von 6 Euro zeichnete, um die Sperrminorität zu erlangen, erhielt die Bank obendrein noch zusätzliche liquide Mittel, die mit einem Zinssatz von 9% berechnet werden.

Die Aktie der Commerzbank geriet im Zuge der Finanzkrise zudem unter Druck, da das Institut neben Arcandor auch Schaeffler und Continental sowie HeidelbergCement mit Krediten versorgt hat. Die Kursverluste dieser Unternehmen sowie die drohenden Ausfallrisiken bereiteten den Anlegern große Sorgen und sorgten für einen Tiefststand der Aktie im März 2009 bei 2,22 Euro. Bereits im Mai, also nur zwei Monate später, wechselten die Aktien bei Kursen über der Marke von 6 Euro wieder die Besitzer. In den vergangenen Tagen, sowie heute, gerieten die Anteilsscheine jedoch noch mal ordentlich unter Druck und sanken im Tief auf unter 4,10 Euro.

Fazit:  Am vergangenen Donnerstag teilte die Bank die erfolgreiche Platzierung einer Anleihe mit einem Volumen in Höhe von 1 Mrd. Euro mit. Die Nachfrage nach den mit 4,75% verzinsten Papier lag um das 1,7-fache über dem Angebot, was als offensichtliches Signal für das Vertrauen in die Bank gewertet werden kann. Aufgrund der starken Kursschwankungen ist es ratsam, Engagements mit einem Stop-Loss-Kurs abzusichern. Die hohen Handelsvolumina ermöglichen jederzeit einen relativ leichten Ein- und Ausstieg. Wer an das baldige Ende der Finanzkrise glaubt, kann mit der Commerzbank Aktie an der Erholung teilnehmen.


Funkwerk AG - Profiteur der Konjunkturprogramme

Unternehmen

Funkwerk AG

ISIN:

DE0005753149

Homepage:

www.funkwerk.com

WKN:

575314

Die deutschen Unternehmen haben es im vergangenen Jahr wiederholt geschafft, weltweit das höchste Exportvolumen zu erzielen. Mehr als 40% seines Umsatzes setzt der Informations- und Kommunikationsanbieter Funkwerk mittlerweile im Ausland um. Zu den Kunden des Spezialanbieter von individuellen Infrastrukturlösungen zur Verbesserung der Mobilität zählen Institutionen, Unternehmen und Verkehrsbetriebe. Zum Einsatz kommen die Produkte des Herstellers im Fahrzeugbau und der Verkehrsflussoptimierung.

Ausgabe 3 - Funkwerk

Die aktuellen Konjunkturprogramme der bedeutendsten Volkswirtschaften haben derzeit eine Gesamtsumme von rund 2.000 Mrd. Euro. Etwas mehr als ein Drittel dieses Betrages werden für Infrastrukturprojekte fließen, sodass davon ausgegangen werden kann, dass auch Funkwerk von den staatlichen Maßnahmen profitieren wird und Umsätze aus der zusätzlichen Nachfrage generieren kann. Aufgrund der Komplexität der Ausschreibungsverfahren und der entsprechenden Planungsdauer, wird es jedoch einige Monate oder gar Jahre dauern, bis die staatlichen Gelder bei Funkwerk als Umsatz in die Bücher gelangen werden.

Die derzeitige Wirtschaftskrise macht allerdings auch nicht vor Funkwerk halt, dementsprechend befindet sich die Aktie tendenziell seit einiger Zeit auf Talfahrt. Mittlerweile dürfte der Boden jedoch gefunden und die schlimmsten Prophezeiungen im Kurs enthalten sein.

Fazit:  Die solide Bilanz von Funkwerk, die keine Verschuldung und einen Bestand von liquiden Mitteln in Höhe von rund 11 Mio. Euro vorweist, bringt zum Ausdruck, dass sich die Gesellschaft in einem gesunden Zustand befindet. Mit der Rückkehr des Vertrauens an die Kapitalmärkte, dürfte eine 100%ige Kurschance als realistisch betrachtet werden. Immerhin verdiente das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,02 Euro pro Aktie. Sollte in naher Zukunft der Erfolg aus der Vergangenheit wieder erreicht werden, dann ist das aktuelle Niveau von unter 6 Euro ein echtes Schnäppchen.


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