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Investoren Dinner

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Ausgabe 13:
Gagfah + Villeroy & Boch

Freitag, 20. November 2009

Vorwort

Liebe Leser,

in unserer heutigen Ausgabe möchten wir Ihnen wieder zwei interessante Unternehmen vorstellen, die Sie wahrscheinlich aus Ihrem Alltag kennen.

Die Immobiliengesellschaft Gagfah zählt mit rund 170.000 Wohnungen zu den größten Vermietern in Deutschland und der Keramikhersteller Villeroy & Boch dürfte für die meisten Menschen ein Garant für Qualität im Haushalts- und Sanitärbereich sein. Die Kursphantasie der jeweiligen Unternehmen können Sie in den folgenden Artikeln entnehmen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Lesevergnügen mit dieser Ausgabe.

Beste Grüße,

Hans-Joachim Bischoff
Geschäftsführer der Apaton Media GmbH

Gagfah: Dividendentitel mit Kurspotenzial

Unternehmen

Gagfah S.A.

ISIN:

LU0269583422

Kurs vom 20.11.2009:

6,15 EURO

Homepage:

www.gagfah.de

WKN:

A0LBDT

Kurspotenzial:

+30%

Immobilienwerte gehörten zu den Verlierern der Finanzkrise. Die Aktienkurse brachen teilweise um über 80% ein. Einige Immobiliengesellschaften notierten 60-70% unter ihrem Net-Asset-Value (NAV).  Eine Situation, die nicht lange anhalten sollte. Seit einigen Monaten hat sich das Sentiment wieder deutlich aufgehellt. Vor allem Unternehmen, die einen Fokus auf Wohnimmobilien haben, sind gefragt. Gagfah ist mit rund 170 Tsd. eigenen Wohnungen das größte an der deutschen Börse notierte Wohnimmobilienunternehmen. Die Aktien notieren im MDAX. Ein genauerer Blick auf Gagfah lohnt sich demzufolge.
 
Zuletzt gute Zahlen
Erst kürzlich hat Gagfah die Zahlen für die ersten neun Monate berichtet. Per Ende September ergab der NAV 12,81 Euro je Aktie. Der FFO (Fund from Operations - also das Maß für den operativen Cashflow nach Zinsen) lag mit 0,20 Euro im dritten Quartal auf dem Niveau des ersten Halbjahres (0,40 Euro). Mit 4,9% lag der Leerstand im Rahmen der Zielsetzung des Unternehmens (Leerstand zwischen 4,5% und 5%).
 
Geringer Leerstand und solide Finanzierungsstruktur
Gagafah zeichnet sich durch stabile Mieteinnahmen (ca. 80% des Umsatzes) aus. Das Leerstandrisiko ist durch den klaren Fokus auf Wohnimmobilien und der starken regionalen Diversifizierung gering. Die Nachfrage nach Mietswohnungen in dem von Gagfah bediente Segment des unteren und mittleren Preisniveaus dürfte sich auch in Krisenzeiten stabil entwickeln. Auch auf der Finanzierungsseite ist Gagfah solide aufgestellt. 92% der Bankverbindlichkeiten sind über das Jahr 2012 hinaus zu festen Konditionen gesichert.
 
Attraktive Dividendenrendite
Gagfah schüttet derzeit eine Dividende in Höhe von 0,20 Euro aus - pro Quartal! Sollte das Unternehmen dieses Niveau aufrecht erhalten können, resultiert hieraus eine Dividendenrendite in Höhe von rund 13% (Kurs: 6,15 Euro).  
 
Einflussreicher Großaktionär
Die Private Equity Gesellschaft Fortress hält derzeit direkt und über Beteiligungen rund 60% an Gagfah. Der Einfluss des Großaktionärs ist groß. Dies wird anhand der Dividendenpolitik des Unternehmens deutlich. Mit rund 13% Dividendenrendite und einer quartalsweisen Ausschüttung profitieren die Aktionär zeitnah am Unternehmenserfolg. Aber auch das akquisitionsgetriebene Wachstum und der relativ hohe Verschuldungsgrad zur Renditeverbesserung bei Gagfah sind typisch für derartige Aktionärsstrukturen. Auch wenn dies dem Unternehmen wenig Luft zum atmen lässt, so ist die Unternehmenspolitik sicherlich nicht zum Nachteil der Aktionäre.


Villeroy & Boch: Aufstieg in den SDAX

Unternehmen

Villeroy & Boch

ISIN:

DE0007657231

Kurs vom 20.11.2009:

6,09 EURO

Homepage:

www.villeroy-boch.com

WKN:

765723

Kurspotenzial:

+20%

Erst am vergangenen Mittwoch wurde bekannt, dass Villeroy & Boch die OVB Holding im SDAX ersetzt. Fast jedem Anleger dürfte der Markenname Villeroy & Boch ein Begriff sein. Das Unternehmen produziert seit 1748 Keramikartikel. Mit hochpreisigen und innovativen Qualitätsprodukten verfolgte Villeroy & Boch einen aggressiven Expansionskurs. Mittlerweile ist die Marke weltweit zu einem Symbol für deutsche Wertarbeit geworden.
 
Tradition - „Made in Germany“
Im Verlaufe der Unternehmensgeschichte hat sich Villeroy & Boch von einem Hersteller und Vermarkter von Keramikprodukten zu einer internationalen Lifestyle-Marke entwickelt. Trotzdem hat das Mettlacher Unternehmen seine Wurzeln nicht vergessen. Tradition wird beim Mettlacher Unternehmen groß geschrieben. Noch immer steht die Gründerfamilie hinter der Villeroy & Boch AG. Diese hält weiterhin die Stammaktien und damit die Stimmrechte am Unternehmen.
 
Durststrecke auch bei Villeroy
2009 war für Villeroy & Boch extrem schwierig. Im Zuge der Finanzkrise und der weltweiten Rezession sind die Umsätze stark zurückgegangen. Das Ergebnis rutschte tief in die roten Zahlen. Als Folge beschloss das Unternehmen bereits zum Jahresanfang ein hartes Sanierungsprogramm. Insgesamt stellte das Management für die Verschlankung und Restrukturierung des Unternehmens rund 60 Mio. Euro zur Verfügung. Produktionsstätten wurden geschlossen und Mitarbeiter freigesetzt. Die Restrukturierung dürfte sich jedoch bereits in 2010 positiv auf das Ergebnis auswirken und zu einer nachhaltigen Steigerung der Profitabilität führen.
 
Der eigentliche Schatz
Im Rahmen der Restrukturierungsaktivitäten wurden allmählich auch die freigewordenen Grundstücke veräußert oder zur Entwicklung von hochwertigem Wohngrund freigegeben. Allerdings steckt noch ein unentdeckter Schatz in den Büchern des Unternehmens. Villeroy & Boch ist im Besitz eines riesigen Areals in Luxemburg. Die zum Verkauf stehende Fläche konnte wegen des Einbruchs der Immobilienpreise in den USA und der darauf folgenden weltweiten Krise nicht veräußert werden.
 
Die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Verkaufs steigt jedoch als Folge der weltweiten Konjunkturaufhellung. Es werden vermehrt Finanzinvestoren bei Villeroy „anklopfen“, um das attraktive Grundstück mit Citylage zu erwerben, zu entwickeln und mit einem satten Gewinn weiterzuverkaufen. Bisher dürften die Investoren aufgrund der Kreditrestriktionen der Banken an einem derartigen Vorhaben gescheitert sein. Wir sind zuversichtlich, dass sich dieses mittelfristig ändern wird und Villeroy & Boch einen Verkauf vermelden kann.
 


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