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Investoren Dinner

Investoren Dinner

Ausgabe 2:
HeidelbergCement AG + Deutsche Bank AG

Mittwoch, 17. Juni 2009

Investoren-Dinner

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

die Apaton Media GmbH hat sich als Betreiberin von verschiedenen Portalen und Servicediensten das Ziel gesetzt, die Informationslücke zwischen Unternehmen und Investoren zu schliessen.

Mit unserem neuen Konzept "Investoren-Dinner ", das im Internet unter www.investoren-dinner.de erreichbar ist, erhalten interessierte Investoren die Möglichkeit, in exklusiver Atmosphäre den persönlichen Kontakt zu Unternehmen aufzunehmen - und zwar kostenlos.

Für mehr als 20 europäische Städte können Sie sich jetzt registrieren und einen Veranstaltungsort in Ihrer Nähe auswählen und schon bald von einer Einladung profitieren.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Beste Grüße,

Hans-Joachim Bischoff
Geschäftsführer der Apaton Media GmbH

HeidelbergCement AG - Die Chance für spekulative Investoren

Unternehmen

HeidelbergCement AG

ISIN:

DE0006047004

Homepage:

www.heidelbergcement.com

WKN:

604700

Die deutsche HeidelbergCement AG gehört laut eigenen Angaben mit mehr als 60.000 Mitarbeitern an über 2.500 Standorten in rund 50 Ländern zu den weltweit führenden Baustoffherstellern. Die Expansion des Unternehmens fand in den vergangenen Jahrzehnten aus eigenen Mitteln, aber auch durch eine zunehmende Fremdkapitalquote statt. Zur größten Belastung in der Unternehmensgeschichte hat die Übernahme von Hanson zum Preis von rund 14 Mrd. Euro geführt. Die Kreditgeber der Übernahme waren die Deutsche Bank und Royal Bank of Scotland (RBS).

Ausgabe 2 - HeidelbergCement

In den kommenden Monaten muss HeidelbergCement mit den kreditgebenden Banken eine Regelung für die in 2010 fälligen Kredite in Höhe von rund 6 Mrd. Euro finden. Aus Unternehmenssicht wäre eine Umverteilung der Finanzierungskosten auf die Folgejahre wünschenswert. Da der Konzern mit rund 9 Mrd. Euro verschuldet ist, haben die finanzierenden Bank ein Interesse an dem Fortbestand der Gesellschaft und können sich einen Kreditausfall mit entsprechendem Abschreibungsvolumen nicht erlauben. Wir gehen davon aus, dass die Verhandlungen in den kommenden Wochen abgeschlossen sein werden.

Die Aktionäre von HeidelbergCement hatten bis zum Ausbruch der Finanzkrise im vergangenen Jahr einen relativ soliden Depottitel. So notierte die Aktie über mehrere Jahre über der Marke von 100 Euro und verlor zunächst im allgemeinen Abwärtssog, der dann durch das persönliche Schicksal des einstigen Großaktionärs, Adolf Merckle, mit tragischem Ausgang beschleunigt wurde. Zwischenzeitlich wechselten die Aktien bei unter 20 Euro die Besitzer.

Fazit:  Wir gehen davon aus, dass die HeidelbergCement AG in den kommenden Wochen die Verhandlungen mit den Banken positiv abschließen wird und schätzen das Kurspotenzial bis 34 Euro ein, was einem Anstieg von mehr als 20% vom aktuellen Niveau entsprechen würde.


Deutsche Bank AG - Warum die Luft dünner wird

Unternehmen

Deutsche Bank AG

ISIN:

DE0005140008

Homepage:

www.deutsche-bank.de

WKN:

514000

Die Deutsche Bank AG hat im Zuge der aktuellen Kapitalmarktsituation turbulente Monate hinter sich. Ihr Chef, Josef Ackermann, konnte Deutschlands größte Privatbank bislang relativ unbeschadet durch die Krise führen und lehnte eine Beanspruchung des staatlichen Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) bislang strikt ab. Ackermann dürfte aber auch so manches mal Glück gehabt haben, dass ihm nicht die Eigenkapitalquote unter den Fußen weggedampft ist. So konnte die Deutsche Bank im März 2009 von der Finanzhilfe der US-Regierung für die AIG in Höhe von rund 12 Mrd. US-Dollar profitieren.

Ausgabe 2 - Deutsche Bank

Seit dem Tiefststand von rund 15 Euro zum Jahresanfang, konnte die Aktie zwischenzeitlich um mehr als 200% zulegen und eine attraktive Kursperformance bieten. Auf dem aktuellen Niveau von rund 44,50 Euro dürfte die Aktie jedoch zumindest temporär ausgereizt sein. Grund zur Sorge für die Finanzbranche dürfte die jüngste Mitteilung vom SoFFin sein, der die Banken darauf hinwies, dass die Eigenkapitaldecke zahlreicher Institute nach wie vor zu dünn sei. Die Europäische Zentralbank (EZB) blies am vergangenen Montag ins gleiche Horn und schätzt den Abschreibungsbedarf der Banken in der Eurozone für die Jahre 2007 bis 2010 auf 649 Mrd. US-Dollar. Der künftige Abschreibungsbedarf wurde von der EZB mit 283 Mrd. US-Dollar beziffert. Sollte die Konjunkturschwäche weiter anhalten, dann könnte die Eigenkapitalquote durch Abschreibungen weiter schrumpfen und Kapitalerhöhungen im Sektor erforderlich machen.

Als weitere Belastung für die Deutsche Bank kann die Übernahme der Postbank werden. Mittlerweile dürfte der Anteil an dem Bonner Wettbewerber knapp unter 30% betragen. Mit Überschreitung der 30%-Marke wird ein Übernahmeangebot an alle Aktionäre fällig. Für den Kauf der Postbank müsste sich die Deutsche Bank frisches Kapital in Höhe von drei bis vier Mrd. Euro beschaffen, um ihr Kapitalniveau aufrecht zu halten.

Fazit:  Vorsicht ist besser als Nachsicht. Das aktuelle Marktumfeld birgt für die Deutsche Bank nach wie vor enorme Risiken. Wir sehen derzeit die Gefahr, dass die Aktie durchaus wieder in Richtung 39 Euro rutschen kann.


Hinweis nach § 34 WpHG zur Begründung möglicher Interessenskonflikte: Die Betreiberin oder ihr verbundene Unternehmen und jeweilige Autor kann Short- und/oder Long-Positionen in der/den behandelte(n) Aktie(n) halten. Bitte beachten Sie auch die Nutzungsbedingungen und Haftungsbeschränkungen.