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Donnerstag, 08. April 2010
Liebe Leser,
seit einigen Wochen befindet sich der Euro im Vergleich zu anderen Währungen unter Druck - man spricht davon, dass er an Wert verloren hat. Einerseits mag das richtig sein, wenn man die Kaufkraft aus europäischer Sicht betrachtet, aber andererseits können Exportnationen wie Deutschland auch von diesem Preisvorteil beim Verkauf profitieren. Entscheidend für den Euro wird neben der Situation in Griechland im Laufe dieses Jahres auch die finanzpolitischen Entwicklungen in Portugal und Spanien sein, denn auch diese Länder kämpfen mit einer hohen Verschuldung.
Ich wünsche Ihnen gute Unterhaltung beim lesen dieser Ausgabe.
Beste Grüße,
Mario Hose
Geschäftsführer der Apaton Media GmbH
UnternehmenMedion |
ISIN:DE0006605009 |
Kurs vom 08.04.2010:10,78 EURO |
Homepage:www.medion.com |
WKN:660500 |
Kurspotenzial:+18% |
Medion gehört zu den führenden deutschen Herstellern von PCs, Notebooks und Unterhaltungselektronik. Das Unternehmen mit Sitz in Essen wird den meisten Anlegern durch seine Präsenz bei Deutschlands größter Discounter-Kette ALDI ein Begriff sein.
Ein Überlebender des Neuen Marktes
Medion gehört zu den wenigen Überlebenden des neuen Marktes. Auch wenn die Aktie weit unterhalb dem ehemaligen Platzierungspreis notiert (IPO 1999 zu 85 Euro) konnte das Unternehmen dennoch operativ überzeugen. Bis auf eine Ausnahme hat Medion seit 1999 stets positive Ergebnisse erzielt.
Wandlung im Geschäftsmodell sichert Stabilität
Das Unternehmen wird noch immer überwiegend als reiner Handelskonzern wahrgenommen. Die Börse übersieht die Wandlung des Unternehmens zu einem Anbieter, der auch zur Hardware passende Servicedienstleistungen (konstante Umsätze) anbietet und so die Stabilität des Geschäftsmodells sowie das ihm innewohnende Wachstumspotential wesentlich gesteigert hat.
Tiefpunkt der Geschäftsentwicklung ist durchschritten
Im März hat Medion den Geschäftsbericht 2009 veröffentlicht. Demnach erzielte das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 1,41 Mrd. Euro (Vj. -12%). Beim Nettoergebnis musste Medion einen Rückgang um mehr als 60% auf 14,2 Mio. Euro hinnehmen. Allerdings dürfte das Jahr 2009 den Tiefpunkt der Geschäftsentwicklung mit Blick auf Umsatz und Ergebnis dargestellt haben. Unterjährig war in der zweiten Jahreshälfte bereits wieder eine deutliche Verbesserung zu erkennen. 2010 dürfte Medion beim Umsatz wieder zulegen und das Ergebnis überproportional steigern können.
Auslandsmärkte als zukünftige Wachstumstreiber
Im Auslandsgeschäft schlummert ein wesentliches Potential. Medion arbeitet hier mit verschiedenen sehr großen Retail-Ketten wie Sainsbury’s (UK) oder Carrefour (Frankreich) zusammen. Allerdings macht es den Eindruck, dass diese Verbindungen teilweise eher lockerer Natur sind. Würde es Medion gelingen, hier mehr Zug hineinzubringen, bestünde sicherlich ein großes Potential – auch hinsichtlich der osteuropäischen Märkte, die Medion nur in Verbindung mit 1 bis 2 starken Partnern angehen wird.
Fazit: Medion ist derzeit mit rund 527 Mio. Euro bewertet. Das entspricht rund 1/3 des erwarteten Umsatzes für 2010. Auf Basis des Multiplikatorenvergleichs wirkt die Aktie eher teuer. Das KGV für 2011e liegt bei 20. Allerdings verfügt Medion über einen sehr hohen Net-Cash-Bestand von ca. 5 Euro je Aktie. Bereinigt man das KGV um diese Position, so ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10. Dieses deutet auf eine Unterbewertung hin. Die Aktie ist trotz des deutlichen Anstiegs in den vergangenen Wochen weiterhin ein Kauf. Das Kursziel beträgt 13 Euro.
Hinweis nach § 34 WpHG zur Begründung möglicher Interessenskonflikte: Die Betreiberin oder ihr verbundene Unternehmen und jeweilige Autor kann Short- und/oder Long-Positionen in der/den behandelte(n) Aktie(n) halten. Bitte beachten Sie auch die Nutzungsbedingungen und Haftungsbeschränkungen.