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Mittwoch, 08. Juli 2009
Der Finanzinvestor ist seit drei Ausgaben zurück und lag mit seinem Marktgespür seitdem goldrichtig. In der Ausgabe 01/2009 vom 27.05.2009 wurde auf einen bevorstehenden Kursanstieg bei der Freenet-Aktie hingewiesen, der dann von 5,50 Euro um +37,1% oder +2,04 Euro auf 7,54 Euro stattfand. In der selben Ausgabe wurde ein Anstieg der Tipp24 Aktie prognostiziert, mit dem Hinweis, dass die Luft dünner wird. Die Aktie legte seitdem von 13,5 Euro um +27,8% oder +3,75 Euro auf 17,25 Euro im Hoch zu und verzeichnet immer wieder Gewinnmitnahmen sowie Abgabedruck.
In der Ausgabe 02/2009 vom 17.06.2009 wiesen wir auf die bevorstehende Refinanzierung von HeidelbergCement hin. Der Aktienkurs notierte bei der Aussendung bei rund 26,30 Euro. Innerhalb weniger Tage konnte der Titel um +27,4% oder +7,20 Euro auf 33,50 Euro zulegen. Zur Zurückhaltung haben wir in der selben Ausgabe bei der Deutschen Bank aufgerufen. Die Aktie gab in den darauf folgenden Tagen von rund 44 Euro auf 39,35 Euro nach und verlor somit rund -10,6% oder -4,65 Euro ihres Wertes.
In der jüngsten Ausgabe 03/2009 vom 23.06.2009 haben wir auf die Kurschancen bei Commerzbank und Funkwerk hingewiesen. Die Commerzbank-Aktie legte in der Zwischenzeit von 4,30 Euro um +24% oder +1,03 Euro auf 5,33 Euro zu. Die Funkwerk-Aktie verzeichnete einen Anstieg von 5,60 Euro um +23,6% oder +1,32 Euro auf 6,92 Euro.
Fazit: Mit einem guten Gespür für das richtige Timing waren ordentliche Gewinne möglich.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!
Beste Grüße,
Hans-Joachim Bischoff
Geschäftsführer der Apaton Media GmbH
UnternehmenGagfah S.A. |
ISIN:LU0269583422 |
Homepage:www.gagfah.de |
WKN:A0LBDT |
Die deutsche Immobiliengesellschaft wurde im Jahre 1918 gegründet und zählt hierzulande mit rund 170.000 eigenen sowie 20.000 für Dritte verwaltete Mieteinheiten zu den größten Wohnungseigentümern. Der Name Gagfah stand lange Zeit für „Gemeinnützige Aktiengesellschaft für Angestellten-Heimstätten“. Im Jahr 2004 wurde die Gemeinnützigkeit der Gesellschaft im Rahmen der Umstrukturierung aufgehoben. Die durchschnittliche Mietdauer bei Gagfah beträgt mehr als 11 Jahre. Die Wohnfläche der Mieteinheiten beträgt rund 60 m² und ist derzeit zu rund 96% ausgelastet.
Auf dem aktuellen Kursniveau von rund 5,50 Euro pro Aktie beträgt die Marktkapitalisierung der Gesellschaft 1,25 Mrd. Euro. In der Bilanz von Gagfah schlummern Verbindlichkeiten in Höhe von rund 6,4 Mrd. Euro. Der Inventarwert abzüglich der Verbindlichkeiten ergibt den Nettoinventarwert in Höhe von rund 2,6 Mrd. Euro. Unterm Strich wird nun deutlich, dass die Börse den Wert von Gagfah mit einer Risikoprämie von mehr als 50% abwertet.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr musste Gagfah Abschreibungen in Höhe von 233 Mio. Euro tätigen. Im Vergleich zu den ausländischen Immobilienmärkten, wie in Spanien oder den USA, kann der hiesige Markt als relativ moderat bezeichnet werden. Das Platzen einer Immobilien-Blase muss deshalb in Deutschland nicht befürchtet werden. Laut Statistischem Bundesamt ging der jährliche Wohnungsbau seit 1995 um mehr als 70% von 603.000 auf 176.000 Wohnungseinheiten zurück. Dementsprechend dürfte eine Verknappung im Wohnimmobilienbereich für eine Steigerung des Mietpreises sorgen.
Fazit: Die Gagfah-Aktie wird derzeit an der Börse mit einem Abschlag von mehr als 50% zum Nettoinventarwert gehandelt, was aus Sicht von mittel- bis langfristig orientierten Investoren als ein Schnäppchen betrachtet werden kann. Derzeit schüttet das Unternehmen quartalsmäßig eine Dividende von 20 Cent pro Aktie aus. Selbst wenn die Dividende auf 15 Cent pro Aktie sinken sollte, wäre dies noch immer eine Dividendenrendite von mehr als 10%.
UnternehmenSiemens |
ISIN:DE0007236101 |
Homepage:www.siemens.de |
WKN:723610 |
Die Siemens AG ist weltweit in den Bereichen Industrie, Energie und Gesundheit tätig. Mit seinen 400.000 Mitarbeitern zählt das DAX-Schwergewicht zu den Global Playern. Auch Siemens kann sich der schwierigen Konjunkturlagen nicht vollständig entziehen. Die negativen Auswirkungen auf die Nachfragesituation dürften deshalb nicht überraschen. Dennoch bietet ein Konzern dieser Gewichtsklasse eine interessante Investmentmöglichkeit. Oftmals können Unternehmen dieser Art durch ihre solide Bilanz und den entsprechenden Finanzierungsmöglichkeiten von Krisenzeiten und den günstigen Übernahmechancen nachhaltig profitieren.
Für die kommenden Jahre erwartet die Unternehmensführung auf der Auftragsseite zusätzliche Nachfrage von den weltweiten Konjunkturprogrammen. Allein in Deutschland sollen bis 2012 rund zwei Mrd. Euro aus den Konjunkturpaketen 1 und 2 in Richtung Siemens fließen. Weltweit erhofft sich der deutsche Technologiekonzern Aufträge in Höhe von 15 Mrd. Euro. Einen wesentlichen Anteil von 40 bis 50% werden dabei Aufträge aus dem Bereich der grünen Technologien ausmachen. Neben dem deutschen Heimatmarkt dürfte der Dax-Konzern insbesondere in den USA und China von den staatlichen Konjunkturprogrammen profitieren.
Mit einer Dividendenrendite von rund 3,5% (auf Basis des aktuellen Kursniveaus) wird den langfristigen Siemens-Aktionären das Engagement versüßt, aber wesentlich mehr Renditepotential liegt in der Kursperformance-Chance der Aktie. Blue Chips wie Siemens gehören aufgrund ihrer Größe zur liquiden ersten Reihe, die als erstes von einer Markterholung profitieren dürften.
Fazit: Als weltweit tätiges Unternehmen leidet auch Siemens unter der Konjunkturkrise. Diese Erkenntnis ist wenig überraschend. Das Unternehmen sollte aber von den umfassenden Konjunkturprogrammen profitieren können. Zudem sichert die solide Bilanzsituation vor negativen Überraschungen ab. Auf dem aktuellen Bewertungsniveau (KGV von unter 10) weist Siemens ein attraktives Chance-Risiko-Profil auf. Von einer Markterholung sollte Siemens aus diesem Grund überproportional profitieren können. Langfristig orientierte Anleger sollten aus diesem Grund ein entsprechendes Investment in Erwägung ziehen. Trading orientierte Anleger sollten die Entwicklung der kommenden Wochen abwarten, die aktuelle Sommerflaute an den Kapitalmärkten könnte Ihnen noch attraktivere Einstiegskurse bieten.
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