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Gold und Papiergold sowie Alternativen

22.04.2013 11:05

In den vergangenen Jahren habe ich zahlreiche Rohstoff-Konferenzen rund um den Globus besucht und glauben Sie mir, es ist gerade in der jüngsten Vergangenheit oft nicht einfach gewesen, motivierte Gesprächspartner zu finden.

In der vergangenen Woche besuchte ich die European Gold Show in Zürich. An dieser Veranstaltungsreihe nimmt ein geladener Kreis von Unternehmen und Investoren teil, um sich in Einzelgesprächen und Präsentation zu informieren. Meine Gesprächspartner von der Unternehmensseite taten mir in diesem Jahr regelrecht leid. Das detailliert vorbreitete Material enthielt noch einen Goldpreis von rund 1.600 USD pro Feinunze Gold, umso schwieriger gestalteten sich die Gespräche bei einem Preis zwischen 1.300 und 1.400 USD pro Feinunze – erst recht, wenn die Produktionskosten oberhalb von 1.000 USD pro Feinunze liegen und ein ausgewiesener Kapitalbedarf von mehreren 100 Mio. USD für Expansion besteht. Eine Übersicht der teilnehmenden Unternehmen finden Sie hier .

Im März dieses Jahres besuchte ich bereits die weltgrößte Rohstoffmesse PDAC in Toronto. Im Vorjahr waren die Marktteilnehmer über die zurückhaltende Entwicklung am Kapitalmarkt bereits verängstigt. In diesem Jahr, so schien es, wartete die Masse der Explorationsgesellschaften auf eine Übernahme oder Fusion.

Der Risikoappetit von Investoren für Unternehmen ist noch immer zurückhaltend und so weißt lediglich der Preis von Gold als allgemeine Krisenwährung im Vergleich zu Explorations-, Entwicklungs- oder Produktionsunternehmen eine gewisse Stärke vor. Die aktiven Unternehmen haben es noch immer schwer, die Aufmerksamkeit der Investoren zu gewinnen. Zu groß ist der Wettbewerb in der Industrie.

Wer auf Gold als Krisenwährung setzen möchte, bezahlt meines Erachtens einen Liebhaberpreis, da der industrielle Bedarf des Edelmetalls verhältnismäßig gering ist. In den vergangenen Jahren konnte man gelegentlich über lange Schlangen vor Goldgeschäften lesen und auch Banken verkündeten regelmäßig einen Überhang an Kaufinteresse an Barren und Münzen. Das Geschäft mit der Angst lief.

Private und Geschäftskunden entzogen den Banken Geld aus dem Kreislauf, um es Zuhause oder in Schließfächern anonym zu horten. Ein Zustand, der den Banken auf Dauer nicht gefallen kann. Es wurden Gegenmaßnahmen für die Vertriebseinheiten geschaffen - die Grundsteinlegung für Papiergold.

Papiergold kommt einer Inflation von Gold gleich. Der Markt erhält hauseigene Produkte wie Fonds, Zertifikate etc., die sich zwar am Goldpreis orientieren, aber weder zusätzlich Angebot oder Nachfrage nach dem physischen Material darstellen. Gelockt werden die Investoren mit der einfachen Handhabung und niedrigeren Kosten. So können Spekulanten mit Knock-Out-Zertifikaten und anderen Hebelprodukten auf Kursschwankungen setzen und wenn eine Schwelle erreicht wird, dann freut sich in der Regel der Emittent und der Kunde hat das Nachsehen.

Die Goldindustrie bekommt die Folgen des Papiergoldes stark zu spüren. Letztlich ist Gold ein Material mit langer Tradition und stellt eine gewisse Sicherheit für die Eigentümer da. Kriegs-Generationen wissen den Wert einer neutralen Währung zu schätzen. Es gibt auch kein anderes Material, das so kontrovers von Marktteilnehmern diskutiert wird. Argumentationsketten und Theorien sind im Internet massenweise zu finden. Die Qualität der Argumente der Bullen und Bären sind oftmals schlüssig, umso spannender wird daher die Zukunft im Kampf um die Preisentwicklung sein.

Gold ist in den vergangenen Jahren zu einem Mainstream Thema geworden. Magazine und Zeitschriften sowie sonstige Publikationen werden zu Werbeträgern der beteiligten Dienstleister rund um das Edelmetall. Vergleichen kann man diese Entwicklung mit den Boom-Zeiten der Solarbranche und New Economy. Heerscharen von Kleinanleger eiferten dem strebten nach schnellem und leichtverdientem Geld nach. Alles klang doch so einfach und plausibel, dass man die Zeit für das Kleingedruckte durch die Gier vernebelt schnell übersah. Geschlossene Fonds und weitere Produkte sprießen aus dem Boden.

Die Blasen platzten - bei der New Economy im Jahr 2000 und in 2007 bei der Solarbranche aus jeweils unterschiedlichen Gründen. Ist das Jahr 2013 das Schicksalsjahr für Gold? Ich weiß es nicht. Das Ende eines Trends kommt nicht mit einem schnellen Fall, aber es fehlen die Anschlusskäufe und das Thema entgleitet dem Fokus der Investoren. Die Finanzbranche und Trittbrettfahrer haben in den vergangenen Jahren von der Nachfrage nach Gold stark profitiert. Wie viel Power haben sie noch um den Markt weiter zu infiltrieren?

Die Vermutung liegt nah, dass der Goldpreis mittlerweile bei 5.000 USD wäre, wenn sämtliche Nachfrage in das physische Material geflossen wäre. Ebenso kann es sein, dass die Finanzindustrie den Goldpreis in den kommenden Jahren in Richtung 300 USD schicken kann, wenn das Angebot an inflationären Goldprodukten die Nachfrage erdrückt und Zweifel an einer seriösen Krisenwährung im Markt etabliert.

Wer sich vor Krisen schützen möchte, sollte sich nicht auf Gold alleine verlassen. Letztlich haben Unternehmen wie z.B. BASF sämtliche Krisen und Kriege überstanden und Dividenden gezahlt. Einen Mehrwert, den Gold nicht bieten kann. Gold wird aufwendig gefördert und muss teuer sowie ohne Dividenden gelagert werden. Ein krisensicheres Depot sollte auf jeden Fall anteilig Blue-Chips mit Geschichte enthalten.

Wer sich dem Thema Gold dennoch widmen möchte, sollte sich die Firma Touchstone Gold anschauen. Die Gesellschaft ist in Kolumbien in der Exploration aktiv und sucht dort High-grade Vorkommen mit deutlich mehr als 5 Gramm pro Tonne. Das kanadische Unternehmen hat momentan eine Börsenbewertung von weniger als 20 Mio. CAD und ein entsprechendes Kurspotenzial im Erfolgsfall. Aktuell laufen die Explorationsaktivitäten und das Szenario für ein Engagement kann eine Übernahme sein, denn die Produktion von High-grade im Vergleich zu Low-grade ist für bestehende Gold-Produzenten attraktiv. Unternehmen, die momentan für mehr als 900 USD pro Feinunze produzieren, könnten oberflächennahe High-grade Vorkommen von Touchstone Gold reizen und hauseigene Probleme bei der Produktion heilen.

In der vergangenen Woche veröffentlichte SRH AlsterResearch eine Kaufstudie zum Unternehmen und der Analyst Carsten Mainitz stufte die Aktie mit einem Kursziel von 0,30 CAD ein. Am vergangenen Freitag schloss der Titel bei 0,08 CAD. Der Chairman von Touchstone Gold ist der Milliardär Robert Buchan, der bereits die Firmen Allied Nevada Gold und Kinross gegründet hat. Das Thema Finanzierung von weiteren Aktivitäten dürfte vor diesem Hintergrund keine Schwierigkeiten darstellen.

© Der Finanzinvestor - Autor: Mario Hose

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