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Tesla - Technik- oder Auto-Story?

08.04.2016 10:45

Das Unternehmen Tesla vom Gründer Elon Musk erlebt momentan in den Läden und an der Börse einen regelrechten Hype. Die Nachfrage nach dem neuen Modell 3 ist enorm. Der PKW kostet 35.000 USD und jeder, der eine Vorbestellung abgeben möchte, muss vorab 1.000 USD anzahlen. Innerhalb der ersten Woche nach der Produkt-Vorstellung erhielt Tesla bereits 325.000 Vorbestellungen, so das Unternehmen. Das Ordervolumen für zukünftige Auslieferungen ab Ende 2017 beträgt demnach nun rund 11,4 Mrd. USD.

Was steckt hinter diesem Hype? Der Traum von einem sauberen Auto ist wahrscheinlich einer der wesentlichen Motive für eine Anschaffung dieses Fahrzeuges. Wie nachhaltig und real diese Vorstellung jedoch ist, hängt wesentlich von der Energiequelle ab. Strom aus der Steckdose ist sicherlich im Vergleich zu einem stinkenden Auspuff sauberer, aber woher kommt der Strom? Weltweit befinden sich momentan mehr als 300 Atomkraftwerke in der Planung und Fertigstellung. Nur Deutschland stellt 12 Atomkraftwerke ersatzlos ab - wer meint, dass die Sicherheitsstandards in Deutschland im weltweiten Vergleich hoch sein dürften, sollte auch schlussfolgern, dass somit die sicheren Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Was schließt die Lücke? Die Vermutung liegt nah, dass es ein Gemisch aus Atomstrom aus dem Ausland und von fossilen Brennstoffen sein wird.

Die ersten Tesla Modelle hatten im Vergleich zu marktüblichen Vergleichsmodellen von deutschen Herstellern mit Verbrenner-Motor erhebliche Qualitätsnachteile. Der Gebrauchtwagenwert dürfte entsprechend ausfallen, erst recht, wenn man keine Erfahrungswerte von der Lebensdauer der Batterie hat. Letztlich ist der Energiespeicher das Herzstück eines Teslas.

In der Regel sind die Fahrzeuge von Tesla schwerer als herkömmliche Automobile, so lag das Gewicht von Modell S bei 2.108 kg. Das Gewicht der Batterie dieses Modells wird mit 750 kg ausgewiesen. Im Idealfall reicht die Fahrleistung für rund 500 km. Spontane Langstreckenfahrten müssen also in Abhängigkeit zu Steckdosen mit bedacht geplant werden.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Tesla zu bestellen oder in das Unternehmen zu investieren, sollte mehrere Dinge berücksichtigen. Das Unternehmen für das erste Quartal geplant 16.000 Fahrzeuge zu produzieren, aber es wurden nur 14.820 Autos fertig und den Kunden übergeben - dem Rest wurde das Warten gelehrt. Ob der Nachfrageboom nun zu einer Beschleunigung der Fertigung führen wird, ist eher fraglich, erst recht unter Rendite Aspekte. Auf dem aktuellen Niveau von 257 USD pro Aktie ist Tesla an der Börse mit rund 34 Mrd. USD bewertet. In 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 4 Mrd. USD, was etwa 31,5 USD pro Aktie entspricht. Der Verlust pro Aktie fiel mit rund 7 USD aus. Im Vergleich dazu sollte man sich mal Daimler anschauen. Auf einer Bewertung von 60 EUR pro Aktie ist das Unternehmen an der Börse rund 64 Mrd. EUR wert. Der Umsatz in 2015 lag bei rund 150 Mrd. EUR und somit bei rund 140 EUR pro Aktie. Daimler machte in diesem Zeitraum einen Gewinn von 7,87 EUR.

Das Bewertungsmodell von Tesla basiert momentan sicherlich nicht in Anlehnung an die Automobilbranche, sondern eher an innovative Technologiewerte. In diesem Zusammenhang liest man auch gelegentlich den Vergleich von Tesla mit Apple. Das mag vielleicht bei dem momentanen Hype so stimmen, aber Apple produziert hochpreisige Luxusgüter im IT-Markt mit nutzerbedingtem Konsumcharakter. Ein iPhone, was heute 1.000 Euro kostet, ist in 2 oder 3 Jahren für 150 Euro zu haben und die Energieleistung entsprechend ausgelutscht. Bleibt also spannend, wann die 325.000 Vorbesteller aus der vergangenen Woche ihre Fahrzeuge in Empfang nehmen können und wie die Preisentwicklung im Gebrauchtmarkt sein wird.

Als Investment Case kann man Tesla vielleicht eher mit einem Solar Unternehmen im Jahre 2005 vergleichen. Was daraus geworden ist, wissen wir alle. Der Irrglaube, dass wir Menschen den natürlichen sowie fortlaufenden Klimawandel von Millionen von Jahren mit kapitalintensiven Verhaltensänderungen stoppen können, ist reine Illusion. Wenn sich der Trend zum E-Auto durchsetzen sollte, dann werden etablierte Autobauer den Schalter umschmeissen und Tesla vom Markt fegen. Spätestens dann weicht der Idealismus dem Realismus.

© Der Finanzinvestor - Autor: Mario Hose

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