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Die Gold-Investoren machen momentan schlimme Zeiten durch. Während sich das Edelmetall in den vergangenen zwei Jahren noch wacker oberhalb der 1.100er USD Marke pro Unze halten konnte, droht nun der Fall in die Dreistelligkeit.

Von 2003 bis 2011 haben Gold-Investoren alles richtig gemacht. Das Bild war klar. Die Welt druckt immer mehr Fiatmoney - Geld ohne substanziellen Sachwert - und umso wichtiger wird wohl Gold als Simultanwährung werden. Dieser Glaube fand lange Zeit viele Anhänger.

Mit zunehmenden Preisniveau schossen Goldhändler wie Pilze aus dem Boden. Zahngold, Briefgold an jeder Ecke. Ballistisch wurde es im Sommer 2011, als das Hoch bei über 1.900 USD pro Unze überschritten wurde. Der Rattenschwanz dieser Preisentwicklung ist lang. Gold-Exploration, -Entwicklung und auch -Produktion schien ein sicheres Geschäft zu sein. Wenn da nicht die Finanzbranche wäre.

Wenn Banken eines hassen, dann ist es, wenn ihre Kunden Geld von ihren Konten abziehen. Bei physischen Gold ist es besonders schmerzhaft für die Häuser, denn das landet in irgendwelchen Schließfächern oder Safes in den heimischen Wänden. Die Lösung ließ nicht lange auf sich warten. Papiergold - einfach zu handeln und es bleibt in den Depots. Der Run auf Gold-ETFs etc. lief gut und alles blieb in den Büchern der Bank.

Einige Großereignisse in den vergangenen Jahren haben jedoch gezeigt, dass Gold eigentlich keine zeitgemäße Simultanwährung mehr ist. Es gibt z.B. auch Bitcoins und ausserdem scheinen die Notenbanken und Regierungen das mit dem Fiatmoney so umfangreich zu betreiben, dass jedes Feuer nach hinten heraus mit gigantischen Summen geheilt werden kann. Die Sinnhaftigkeit und Moral möchte ich hier nicht bewerten, denn worum geht es schließlich, die Investoren wollen mit Gold eine Rendite erzielen und das funktioniert nicht mehr - das ist Fakt.

Ein ähnliches Szenario wurde lange Zeit im Bereich Kohle gespielt. Die weltweite Bevölkerung nimmt täglich zu und damit auch der Anspruch an Lebensqualität und Energie. Kohle galt lange Zeit als der sichere Energieträger. Unternehmen wie Peabody Energy und Walter Energy waren Multi-Milliarden Konzerne und schienen eine sichere Investment-Möglichkeit zu sein - das war das Bild vor vier oder fünf Jahren. Mittlerweile ist Walter pleite und Peabody notiert nur noch knapp über 1 USD und somit weit entfernt von den einstigen Ständen von über 70 oder 80 USD.

An dieser Stelle möchte ich mahnende Worte loswerden. Namhafte Gold-Unternehmen, die heute noch bei über 10 oder 20 USD notieren, können auch in den kommenden Monaten oder Jahre in einer Pleite enden, wenn der Goldpreis nachhaltig unter die Produktionskosten rutschen sollte und die Verschuldung der Konzerne diese erdrückt. Ich persönlich halte es nicht für unrealistisch, dass wir im Laufe dieses oder nächsten Jahres ein Preisniveau bei Gold von rund 800 USD pro Unze sehen werden.

Abgesehen von Untergangs-Szenarien spricht momentan nichts für ein Investment in das Edelmetall und das schreibe ich schon seit einigen Jahren. Gold wird immer teuerer zu gewinnen, es kostet Geld es zu deponieren und wirft keine Dividenden ab. Kohle hat im Vergleich zu Gold zudem noch den Vorteil, dass sie brennt. Es bleibt spannend.

© Der Finanzinvestor - Autor: Mario Hose

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