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24.03.2026 | 05:45

Batteriesysteme mit militärischer und ziviler Anwendung im Fokus – NEO Battery Materials

  • Neo Battery
Bildquelle: pixabay.com

Im Zuge des Iran-Krieges von Israel zusammen mit den USA ist der eigentliche Konflikt zwischen der Supermacht USA und dem Herausforderer China derzeit in den Hintergrund und aus dem Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Doch während die politische Elite in den USA unter Trump vermeintlich das Pokerspiel beherrscht, so beherrschen die angegriffenen Perser seit über 1.400 Jahren das Schachspiel, was sich auf dem geopolitischen Schachbrett der ganzen Region klar und deutlich zeigt. Auch China, welches nach dem Venezuela-Coup der USA und der Gefangennahme des Präsidenten Maduro durch den Iran-Krieg nun auch seinen wichtigsten Öllieferanten verlieren soll, beherrscht die Kunst des Schachspiels. Das zeigte sich spätestens im Zollkrieg der USA gegen das Reich der Mitte, als die Chinesen kurzerhand den Export von seltenen Erden und Metallen an die USA einschränkte oder an Rüstungsunternehmen komplett einstellte.

Lesezeit: ca. 5 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: CA62908A1003


 

Chinas Dominanz nicht nur bei Rohstoffen

Die Vorherrschaft Chinas in vielen Bereichen der Rohstoffversorgung für die Welt ist in den letzten Jahrzehnten enorm gewachsen. Entsprechend stark sind die Abhängigkeiten in den globalen Lieferketten besonders auch der europäischen und nordamerikanischen Unternehmen. So erreichten chinesische Unternehmen durch gezielte und subventionierte Wirtschaftspolitik des Staates in etlichen Industrien der Rohstoffverarbeitung eine Quasi-Monopolstellung. So kontrolliert China ganze Industrien oder ist global betrachtet der mit über 50 % Anteil der größte Produzent und Lieferant. So verfügt die chinesische Volkswirtschaft z. B. über 95 % der globalen Raffineriekapazität für die Verarbeitung von Graphit. Dieser unterschätzte Rohstoff ist eins der Schlüsselmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien und ist das Anodenmaterial für den Minuspol.

Sehr hoch ist die Dominanz chinesischer Unternehmen auch in der globalen Zellproduktion. Diese macht einen Anteil von rund 80 % aus. Allein die beiden dominierenden Unternehmen CATL mit ca. 37 % und BYD mit ca. 17 % Anteil decken bereits ca. 54 % der globalen Produktion ab. Diese Dominanz der Chinesen führte entlang der ganzen Wertschöpfungskette und Wertschöpfungstiefe zu einem deutlichen Know-how Vorsprung, den sich westliche Staaten und Unternehmen nur durch den Aufbau eigener Produktionskapazitäten und durch enorme Investitionsanstrengungen möglicherweise wieder zurückholen könnten.

Schlüsseltechnologien mit Exportkontrollen

Nicht nur das Exportverbot von Seltenen Erden ließ die Kurse der Rohstoffe steigen, sondern auch die Exportkontrollen für Schlüsseltechnologien und Materialien z. B. im Batteriebereich belasten Unternehmen außerhalb Chinas. So wurden auch bestimmte Lithiumverbindungen bei Kathodenmaterialien für die Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) und auch Graphit einem strengen Exportkontrollregime unterworfen. Damit grenzt China seinen technologischen Vorsprung gegenüber dem internationalen Wettbewerb ab. Gleichzeitig behält es die Kontrolle über die kritischen Ressourcen der Batterietechnologie.

Batteriehersteller außerhalb Chinas: NEO Battery Materials

Doch auch wenn chinesisches Unternehmen Marktführer im Batteriesegment sind, müssen sich Batteriehersteller in ihrer Innovationsfähigkeit nicht hinter China verstecken, sondern können ihre Vorteile nun viel stärker ausspielen. Gerade der Druck bei westlich orientierten Staaten, ihre Abhängigkeit von China zu verringern und eigenen Kapazitäten aufzubauen, befeuert gerade den Batteriesektor (Ex-China). Eines der Spezialunternehmen, die davon profitieren, ist NEO Battery Materials (WKN: A2QQBV | ISIN: CA62908A1003 | Ticker-Symbol: 1BC). Das Unternehmen hat sich auf leistungsstarke Batterielösungen mit hoher Energiedichte und schnellen Ladezyklen spezialisiert. Mit Standorten in Kanada und Südkorea fertigt der innovative Batteriespezialist maßgeschneiderte Kleinserien auf Kundenwunsch. Die Nachfrage im Zuge der Vorbereitung der Massenproduktion nimmt kundenseitig stetig zu und das findet sich auch im wachsenden Auftragsbestand des Unternehmens wieder.

Ein asiatischer Drohnenhersteller beauftragte NEO Battery Materials im September 2025 mit einem Auftragsgegenwert von 4,5 Mio. CAD. Hier soll die bisherigen Lastdrohnen für die Industrie weiterentwickelt werden, die auch für militärische Anwendungen benutzt werden kann. Im Oktober folgte dann ein Auftrag über 2,5 Mio. CAD durch ein Industrieroboterunternehmen aus Südkorea, das seine humanoiden Robotersysteme weiterentwickelt und verbessert wissen will. Ein weiterer Drohnenhersteller folgte im November 2025 mit einem Auftragsvolumen über 3 Mio. CAD und einem OEM-Automobilzulieferer arbeitet seit Dezember mit NEO Battery Materials zusammen.

Institutionelle Investoren + Standorterweiterung

Um das stetig wachsenden Auftragsvolumen zukünftig auch abarbeiten zu können, erwarb das Unternehmen Anfang März einen 3,2 ha großen Industriestandort in Südkorea mit bestehender Fertigungsanlage. Dort sollen pro Jahr Batteriesysteme mit insgesamt 500 MWh Leistung gefertigt, welche in bis zu 66.000 kleinen ISR-Drohnen (ISR - Intelligence, Surveillance, Reconnaissance) verbaut werden können. Die ISR-Drohnen sollen zivile wie auch militärische Aufgaben zur Überwachung wie auch der Aufklärung übernehmen können. Finanziert wurde der neue Produktionsstandort durch eine im Januar 2026 durchgeführte Kapitalerhöhung, an der sich u. a. auch institutionelle Investoren beteiligten.

Der Präsident und CEO von NEO Battery Materials, Spencer Huh, erklärte im Zuge der Produktionserweiterung: „Angesichts der sich verschärfenden geopolitischen Konflikte und Sicherheitsbedenken haben westliche Regierungen und Streitkräfte sowie ihre Verbündeten explizit und implizit die schrittweise Einstellung oder das Verbot von Batterien chinesischer Herkunft bei der Beschaffung von Verteidigungsgütern angeordnet. Infolgedessen wird aufgrund der starken Konzentration der chinesischen Produktion und der schwachen westlichen Lieferketten ein weltweites Defizit bei der Batterieversorgung prognostiziert. Die Erweiterungsanlage von NEO wird den kommerziellen Bedarf an Batteriezellen aus koreanischer Produktion von nachgelagerten Herstellern in den Vereinigten Staaten, Taiwan, der Ukraine, Israel, Südkorea und Japan decken.“

Kooperation mit der südkoreanischen Armee

Durch die Ernennung des im Ruhestand befindlichen Vier-Sterne-Generals C. J. Ko Anfang Februar in den Aufsichtsrat von NEO Battery Materials stärkte das Unternehmen seinen Zugang zum südkoreanischen Militär und dem zugehörigen Verteidigungsministeriums. Bereits letzte Woche zeigten sich erste Erfolge für den Batteriespezialisten in Form einer gemeinsamen Absichtserklärung über die Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Armee der Republik von Südkorea (AROKA) einer den Streitkräften des Landes nahestehenden Interessenvereinigung. Gemeinsam soll eine leistungsstarke Batterie für den Rüstungssektor entwickelt werden, die für Drohnen wie auch für Roboter angewandt werden soll. Über die militärnahe Organisation hat NEO Battery einen strukturierten Zugang zu der institutionellen Ebene des südkoreanischen Verteidigungssektors und will sein Know-how in den praktischen Anwendungsfällen im Einsatz auf Feldebene des Militärs erweitern.

CEO Spencer Huh kommentierte die Vereinbarung wie folgt: * „Die institutionelle Reichweite von AROKA über das koreanische Verteidigungsnetzwerk bietet NEO aussagekräftige Wege für die militärische Beschaffung und Validierung der in Korea hergestellten Batterietechnologien des Unternehmens. Da westliche und alliierte Regierungen robuste, nicht chinesische Batterielieferketten für Verteidigungssysteme priorisieren, wird unser Ziel der koreanischen militärischen Integration als kritische operative Grundlage für die breitere globale Markterweiterung von NEO dienen. Wir betrachten AROKA daher als einen glaubwürdigen Partner bei der Umsetzung dieser Strategie.“

Erste Live- Feldtests zeigten bereits eine bis zu 98%ige Erhöhung der Flugzeit von neuen Drohnensystemen mit Batterieentwicklungen von NEO Battery gegenüber kommerziellen chinesischen Wettbewerbern.

Quelle: LSEG Refinitiv, 2-Jahreschart NEO Battery Materials

Ausblick

Auch wenn Batterieunternehmen außerhalb Chinas derzeit noch nicht im medialen Fokus stehen, so zeigt die Aktie von NEO Battery Materials im aktuell turbulenten Marktumfeld eine ausgewiesene Stabilität und Stärke auf. Da das Unternehmen in einem stark wachsenden Markt agiert mit sehr gutem Zugang zu Unternehmen im zivilen Segment bis hin zum Militär der südkoreanischen Republik, dürfte sich die Wachstumsdynamik des Batteriespezialisten in den kommenden Monaten noch weiter erhöhen.


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