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20.12.2022 | 05:45

Damit wird Wasserstoff endlich wettbewerbsfähig! dynaCERT, Nel ASA, Volkswagen Aktie

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Bildquelle: pixabay.com

Eine der neuesten Entdeckungen der Wissenschaft könnte die Wasserstoff-Gewinnung nicht nur effizienter, sondern endlich in die Wettbewerbsfähigkeit führen. Wie Wissenschaftler der RMIT Universität in Melbourne demonstrierten, wird die Elektrolyse durch hochfrequente Schallwellen positiv beeinflusst. Durch die akustische Beschallung des Wassers bei der Wasserstoffproduktion konnte die Ausbeute von Wasserstoff um den Faktor 14 erhöht werden. Dieser verblüffende Effekt erhöht nicht nur die Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff, sondern verhindert auch die Ansammlung prozessstörender Gasblasen. Das dürfte die Wasserstoffindustrie und vor allem die Wasserstoffproduktion in die Wettbewerbsfähigkeit katapultieren und der Branche neues Leben einhauchen.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Sven Ferber
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039


 

Mehr Verkäufe bei dynaCERT

Das kanadische Unternehmen dynaCERT (WKN: A1KBAV ISIN: CA26780A1084 Ticker: DMJ), mit Sitz in Toronto, könnte nun endlich den Turnaround geschafft haben. Am gestrigen Montag vermeldete das Unternehmen die bisherigen Verkaufszahlen für das vierte Quartal 2022. Mit seiner patentierten HydroGEN (Wasserstoff-on-demand) Technologie für Dieselmotoren konnten die Verkaufszahlen zuletzt gesteigert werden. Mit 137 bestätigten Verkaufsaufträgen im vierten Quartal zeigt der Umsatz des Unternehmens nunmehr gen Norden. Von diesen Verkaufsaufträgen konnten zudem bereits 112 zahlungswirksam ausgeliefert werden. Weitere 25 Aufträge werden gerade produziert und abgewickelt und werden im ersten Quartal 2023 an die Kunden ausgeliefert.

Die HydroGEN-Technologie gibt es in vier Auslieferungsgrößen je nach Hubraum der entsprechenden Dieselmotoren. Die entsprechenden Produkte wurden an verschiedene Unternehmen und Kommunen verkauft, die diese - neben dem klassischen LKW - auch in Straßenreinigungsfahrzeugen, dem Bergbau, der Ölindustrie wie auch in Lokomotiven verbaut haben. „Ich bin stolz und zuversichtlich, dass wir eine bewährte Produktlinie auf den Markt gebracht haben, die nun dazu beiträgt, viele der heutigen Anforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu erfüllen. Unsere Produkte sind darauf ausgelegt, den Kraftstoffverbrauch und die Motorleistung zu verbessern und gleichzeitig die CO2- und Treibhausgasemissionen erheblich zu reduzieren“, so CEO Jim Payne.

Volkswagen – Dividendenabschlag als Kaufchance?

Die Aktien der Volkswagen AG gingen am Freitag, den 16.12.2022 noch mit 136,54 EUR aus dem Handel und eröffneten am gestrigen Montag, dem 18.12.2022 mit einem deutlichen Abschlag die vorweihnachtliche Börsenwoche.
Was war geschehen?
Der Start in die Börsenwoche war für die Volkswagenaktien oberflächlich betrachtet überhaupt nicht gut, denn zu Beginn der neuen Börsenwoche eröffneten die Marketmaker mit einer Kursstellung für den Wolfsburger Automobilkonzern mit nur 121,10 EUR und damit mit einem Abschlag von 15,44 EUR bzw. minus 11,31%. Doch diese vermeintlich schlechte Eröffnung ist deutlich besser als erwartet.

Am Freitag, den 16.12.2022 fand die außerordentliche Hauptversammlung des Konzerns statt und die dort beschlossene Extradividende aus dem Gesamterlös des Börsengangs der Tochter Porsche wurde in Höhe von 19,06 EUR je Aktie beschlossen. Damit wurde die Aktie am gestrigen Glatteis-Montag als ex-Dividende gehandelt und es hätte daher niemanden überrascht, wenn die Börseneröffnung sogar mit 117,48 EUR gestartet wäre. Die Börseneröffnung oberhalb der 117,48 EUR ist also als Stärkesignal zu verstehen, auch wenn nicht alle Aktionäre die Ausschüttungshöhe für richtig erachteten. So befand die Sparkassen-Fondsgesellschaft Deka die vorgeschlagene Ausschüttung „viel zu hoch“, zumal der Umbau zur E-Mobilität und Digitalisierung noch viel Geld verschlingen wird. Dennoch stimmten 99,99 Prozent der abgegebenen Stimmen für die Ausschüttung, so dass der Wortmeldung aus dem Hause Deka wohl offensichtlich keine Taten folgten.

Folgen weitere Aufträge bei Nel ASA?

Das kleine aber global operierende Unternehmen Nel ASA (WKN: A0B733 ISIN: NO0010081235 Ticker: D7G) hat einen guten Wochenstart mit einem Plus von über 3% hingelegt. In den letzten Monaten konnte das Unternehmen mit Fokussierung auf die Herstellung von Wasserstoff aus elektrischer Energie sowie dessen Speicherung und Verteilung den Kursverfall stoppen und stabilisierte sich zuletzt wieder um die Kursmarke von 1,40 EUR bzw. der 15 NOK Kursmarke. Ein weiterer Anstieg oberhalb der 1,50 EUR bzw. 15,70 NOK würde sogar einen Ausbruch über dem seit letztem Jahr etablierten Abwärtstrend bedeuten und die Möglichkeit einer weiteren Aufwärtsbewegung bis in das kommende Jahr freischalten.

Starken Rückenwind erhält die Wasserstoffbranche vor allem aus der Politik und das nicht nur durch den Inflations-Reduction-Act durch die US-Administration, sondern auch durch Milliardenschwere Unterstützungen von der Brüsseler EU wie auch den nationalen Regierungen der EU-Staaten. Nel ASA Partner Everfuel erhielt zuletzt einen Auftrag über 33,1 Mio. EUR im Rahmen des IPCEI-Programms (Important Projects of Common European Interest). Das ist die zweite Phase eines Projektes, bei der im ersten Abschnitt bereits ein 20 MW-Elektrolyseur installiert worden ist und nun auf 300 MW Elektrolyseurleistung erweitert werden soll. Von diesem Auftrag dürfte auch Nel ASA einen Auftragsanteil durchgereicht bekommen, genauso wie vom ca. 80 Mio. EUR schweren Auftrag aus Dänemark für das Ørsted Konsortium - ebenfalls abgewickelt über eine IPCEI-Finanzierung.

Quelle: Nel Asa; Kristian Lyngvig Kvist - Techn. Produktmanager auf der Messe Hannover


Die Innovation aus Australien hat das Potential, die Wasserstoffproduktion endlich in die Wettbewerbsfähigkeit zu katapultieren, wenn sich die bisherigen Tests mit der 14-fachen Wasserstoffproduktion in der Massenproduktion umsetzen lassen. Erst wenn Wasserstoff günstiger als Diesel ist, würden immer mehr Logistikunternehmen und Gewerbetreibende bei der künftigen Fahrzeugauswahl weg vom Diesel hin zu Wasserstofffahrzeugen wechseln. Dafür muss aber auch die Infrastruktur mit Wasserstofftankstellen signifikant ausgebaut werden.


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