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18.07.2019 | 12:14

Barrick Gold - Ist die Kapitalverdopplung möglich?

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Bildquelle: pixabay.com

Gold ist im Zeitalter des Vertrauensverlustes in Regierungen, Zentralbanken und dem Finanz- und Währungssystem, ein gefragter Zufluchtsort für risikoaverse Investoren. Jeder Anleger sollte meines Erachtens Gold und Silber physisch in kleinen Stückelungen besitzen.
Das ist zwar "totes" Kapital, jedoch seit jahrtausenden als Wertspeicher und Zahlungsmittel weltweit anerkannt. Doch wie erzielt man dennoch Erträge und Renditen aus und mit Gold?
Das ist heute mein Bericht und historischer Vergleich von Gold (ISIN:XD0002747026) als Rohstoff und Barrick Gold (WKN:870450) als global agierender TOP-Produzent vom güldenen Edelmetall.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: CA0679011084


 

Gold bricht aus

Mit dem überschreiten der wichtigen Widerstandslinie von $1.380 und dem Monats-& Quartalsschlußkurs am 30. Juni 2019 oberhalb dieser Marke, konnte der Goldpreis am gestrigen Tag aus der konsolidierenden Dreieckformation dynamisch ausbrechen und bereits um $ 15 je Unze zulegen.
Damit ist nun der Weg bis zum nächsten Widerstand im Bereich von knapp unter $1.540 je Unze freigeschaltet. Das allein wäre zum heutigen Stand ein Zuwachs von über 8%, die in wenigen Wochen erreichbar sein sollten.

Warum Gold und Silber physisch besitzen?

Papiergeld und Geldscheine erwecken, wie der Name schon sagt, nur den Anschein Geld (Scheingeld) zu sein. Gold und der "kleine Bruder" Silber waren seit Jahrtausenden anerkanntes Zahlungsmittel und lange Zeit als in Vertrauen gegossene Basis der meisten Währungssysteme. Jedes Währungssystem, das auf Papiergeld und Schuldscheine aufgebaut wird, scheitert früher oder später. Jedes politische System hat sich meist früher als später durch aufblähen der Geldmenge am Vertrauen der Menschen vergriffen und damit zur Vertrauenserosion geführt. Das kann jeder eindrucksvoll in den Geschichtsbüchern nachlesen oder einfach mal in der Familie nach alten Reichsmark, Goldmark, Rentenmark, Inflationsgeld, Besatzergeld, DDR-Mark oder BRD-DM Scheinen nachfragen. Dieses alte Geld zu damaligen Preisen in Gold und Silber angelegt, hätte viel Altpapier erspart. Daher ist es ratsam, immer eine physische Reserve an Gold- und Silberunzen zu besitzen.

Gold bringt keine Zinsen!

Gold bringt keine Zinsen oder Dividenden, vermehrt sich leider auch nicht durch Fortpflanzung oder nachdrucken, behält aber dafür seinen begehrenswerten Glanz. Genau das ist der Grund warum Gold über Jahrhunderte hinweg als Wertspeicher genutzt worden ist. Warum also nicht auf altbewährte Strategien setzen und auch etwas von dem Edelmetall sein Eigentum nennen?
Zu dem sind Wertsteigerungen nach §23 Asbsatz (2) EStG Einkommenssteuergesetz nach mehr als einem Jahr im Eigentum als privates Veräußerungsgeschäft steuerfrei

Mit Gold Zinsen oder Dividenden erzielen?

Das ist nur möglich, wenn man den Weg über die Goldminenaktien und damit den Bergbauunternehmen und Produzenten geht. Genau hier setzt nun der Vergleich von der Goldpreisentwicklung und der Entwicklung von Barrick Gold an.
Das global agierende Unternehmen Barrick Gold, welches sich mit Newmont Mining um den Platz 1 der weltweit größten Goldproduzenten streitet, schüttet bei einem aktuell Aktienkurs von USD 16,71 bzw. EUR 14,75 eine Quartalsdividende von ca. 0,25% aus. Auf das Jahr gerechnet, entspricht das einer Dividende von 1% p.a.. Das klingt nicht viel aber im Vergleich zum Sparbuch oder Bankkonto ist das immerhin was und das in einem Markt der gerade erst aus seinem "Dornröschen-Schlaf" erwacht.

Das Potential von Barrick Gold

Die in der Bergbaubranche wichtige Kennzahl AISC-All-In-Sustaining-Costs je Unze beträgt im Q.1 2019 $825 und mit Verkaufskosten $947. Im Video runde ich der einfachhalthalber auf $950 Kosten je Unze, damit man das folgende Beispiel einfacher nachvollziehen kann und damit sich das Potential von Goldproduzenten im Allgemeinen aber hier mit Barrick Gold im speziellen besser erschließt.
Wenn der Goldpreis von $1.400 auf $1.450 je Goldunze steigt, bedeutet das ein Anstieg von 3,57%. Für Barrick Gold würde aber der Ertrag von $ 450 ($1.400-$950) ebenfalls um $ 50 auf $500 je Unze steigen. Das ist aber ein Anstieg von 11,11% und damit um den Faktor 3 bezogen auf den Goldpreis.

Dividendenanstieg möglich?

Die 1% Dividende p.a. bzw. $ 0,16 je Aktie sind scheinbar nicht viel. Wenn aber die Erträge, wie oben gezeigt, sich bei weiter steigenden Goldnotierungen deutlich nach oben entwickeln, werden auch die Ausschüttungen an die Anteilseigner entsprechend steigen. Zu Spitzenzeiten 2011-2015 hat der Bergbaukonzern Dividenden von $ 1,13-2,84 je Aktie ausgeschüttet. Ein zukünftiger Anstieg auf $1,16 Dividende / Aktie wäre gleichbedeutend mit einem Dividendenrenditeanstieg von 10% p.a. aber nur, wenn sich die Aktie bereits heute im Depot befindet.
Da die weltwirtschaftlichen Ungleichgewichte immer stärker zum tragen kommen sollten, kann die Aktie von Barrick Gold ein stabilisierender Faktor im Depot sein.


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