Menü

01.03.2021 | 05:45

Da liegt viel Wachstumspotential – AMD, BYD, Nevada Copper, Nvidia

  • AMD
  • BYD
  • Nevada Copper
  • nvidia
Bildquelle: pixabay.com

Die Kupferbranche ist durch Digitalisierung und E-Mobilität im Umbruch und steigende Nachfrage nach dem Rohstoff trifft auf immer weniger Angebot der Kupferproduzenten. Dass sich dies preissteigernd auswirkt, kann jeder anhand des Kupfercharts sehen. Doch wenn der Kupferpreis steigt, dann steigen in der Regel auch die Gewinnmargen der Kupferproduzenten, denn die Produktionskosten bleiben meist relativ stabil. Wer ist Kupferproduzent und wer ist ein großer Kupferverbraucher und hat hohes Wachstumspotential?

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Nevada Copper – Die Produktion wird hochgefahren

Kupfer im Boden zu finden, ist eine Sache, aber daraus eine Mine zu entwickeln und aufzubauen eine andere. Das musste auch Nevada Copper (WKN: A0MK4X ISIN: CA64128F1099 Ticker: ZYT) feststellen, denn der Produktionsstart hatte sich in den letzten Jahren immer wieder verzögert und die Aktie wurde gnadenlos abverkauft. Doch seit November 2020 hat sich der Ausblick bei Nevada Copper gewandelt. Das Unternehmen fährt nun seit Wochen sukzessive den Kupferabbau in der eigenen Kupfermine hoch. Noch läuft nicht alles perfekt bei Nevada Copper, aber die abgebauten Kupfererze wachsen beständig an. Damit steigt auch der Cashflow des Unternehmens und senkt die Abhängigkeiten von Banken. Diese Transitionsphase weg von den millionenverschlingenden Investitionen und dem Minenaufbau, hin zu einem Produzenten mit wachsendem Cashflow ist sehr lukrativ.

Viele Investoren haben Nevada Copper noch nicht auf dem Anlageschirm und werden erst mit fortschreitendem Produktionswachstum in das Unternehmen investieren. Das ist gut und ist tendenziell preistreibend für den Aktienkurs. Politisch wird zudem die heimische Produktion von Rohstoffen in den USA unterstützt, um die Abhängigkeit von Importen zu verringern. Zumindest in diesem Feld folgt US-Präsident Biden seinem Amtsvorgänger Donald Trump. Wer einen langfristigen Anlagehorizont mitbringt, kauft zum aktuellen Kurs von 0,116 Euro oder tiefer sukzessive zu.

BYD – Nachfrage steigt immer weiter

BYD ist sehr gut in das Jahr 2021 gestartet. 19.871 Elektro-Autos verkaufte das Unternehmen allein im Januar 2021 in China. Das ist ein Verkaufsanstieg von 182 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das meistverkaufteste Modell im Januar war mit 12.103 Einheiten der BYD Han, wovon 9.298 Stück rein elektrische und 2.805 Auto Plug-in Hybride waren. Von den 307 ausgelieferten, kommerziellen Elektromobilen waren 175 Busse. Auch hier steigt sukzessive die Nachfrage. Die weltweit stattfindende Elektrifizierung der Fahrzeuge ist aber auch gleichzeitig einer der Treiber der steigenden Kupfernachfrage, denn je nach Variante, ob vollelektrisch oder Plug-in Hybrid steigt der Kupferverbrauch um den Faktor zwei bis drei im Vergleich zu den Benziner- und Dieselfahrzeugen. Auch wenn die Aktie von BYD gerade den 634 Prozentanstieg von März 2020 bis Januar 2021 korrigiert, so sollte nach Abschluss der Korrekturphase wieder mit steigenden Kursen gerechnet werden. Mögliche Zielmarken der Korrektur sind dabei 16,75 Euro und 13,75 Euro. Erst in diesem Bereich dürfte wieder mit stärker werdender Kaufnachfrage zu rechnen sein. Wer noch nicht investiert ist, wartet daher am besten den weiteren Abverkauf ab, bevor ein Einstieg bei BYD wieder interessant werden dürfte.

Nvidia und AMD – Profitieren vom Bitcoin Anstieg

Der Preisanstieg der Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Litecoin & Co. hat auch zu einer überwältigenden Nachfrage nach Grafikkarten (GPU) geführt. Meterhohe übereinander gebaute Wände von Grafikkartentürmen werden aufgebaut und in Reihe geschaltet, um damit Kryptowährung zu schürfen. Das Ergebnis ist eine weltweite Grafikkarten-Knappheit. Die Preise haben sich innerhalb von fünf Monaten teilweise verdreifacht! Diese starken Nachfrageüberhänge wurden sich in naher Zukunft auch nicht entspannen. Das sind also gute Nachrichten für Nvidia (WKN: 918422 ISIN: US67066G1040 Ticker: NVD) und AMD (WKN: 863186 ISIN: US0079031078 Ticker: AMD), denn deren deutlich gestiegene Verkaufsmargen schlagen sich entsprechend in steigenden Gewinnen nieder.

Die derzeit vorherrschende Situation wird noch eine ganze Weile anhalten. Und dies wird sich in hohen GPU-Verkäufen sowohl für Nvidia als auch für AMD niederschlagen. Nvidia neueste Version führt dabei zu einer 50%igen Senkung der Hash-Rate in der kommenden GeForce 3060 Serie.
AMD sieht zudem das Rechenzentrumsgeschäft 2021 deutlich anziehen und erwartet hohe Absätze bei der neuesten Serverprozessoren unter dem Codenamen Milan. Die Leistungssteigerung im Vergleich zu direkten Wettbewerbern ist um 68 Prozent höher und steigert damit die Effizienz für die Kunden.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:


Silber statt Soma – BYD, Blackrock Silver, Orocobre

Silber statt Soma – BYD, Blackrock Silver, Orocobre

Kommentar vom 14.04.2021 | 05:45

„Noch nie waren so viele so sehr wenigen ausgeliefert.“ Dieses Zitat stammt von dem englischen Schriftsteller Aldous Huxley (1894 – 1963) und passt auch hervorragend in die heutige Zeit. In seinem dystopischen Roman „Schöne neue Welt“ herrscht weltweit Frieden, nur müssen alle Menschen auf Freiheit und die Kultur verzichten. Wer aber in der heutigen Zeit nicht auf Freiheit und Kultur verzichten will, der sollte beobachten, was um ihn herum passiert und entscheiden, ob sich daraus ggf. Trends entwickelt haben oder entwickeln könnten. Auf diese Trends kann dann jeder über die Börse setzen und sie im eigenen Portfolio umsetzen und damit ohne viel Tradingaktivität langfristig profitieren.

Zum Kommentar


Rasantes Wachstum – Nordex, BYD, Nevada Copper

Rasantes Wachstum – Nordex, BYD, Nevada Copper

Kommentar vom 07.04.2021 | 05:45

Die Energiewende mit dem Ausbau von erneuerbarer Energie wird in der EU, aber auch in den USA, Kanada und Großbritannien forciert vorangetrieben. Damit einhergehend steigt der Verbrauch von Rohstoffen wie Kupfer und Seltenen Erden deutlich an. Allein in Deutschland stehen über 29.600 Windkraftanlagen auf dem Festland mit einem Zubau in 2020 von 420 Neuanlagen. Dabei wird für die Produktion moderner Windkraftanlagen bis zu 30 Tonnen Kupfer je Anlage inkl. Anschluss an das Stromnetz verbraucht. Aber auch der Kupferverbrauch in den Häusern, wie bei der E-Mobilität legt rasant zu. E-Autos brauchen je nach Modell doppelt bis dreimal so viel Kupfer wie Autos mit Verbrennungsmotor. Der Verbrauch in Eigenheimen ist in den letzten 30 Jahren um ca. 56 Prozent angestiegen. Mittlerweile beträgt der durchschnittliche Kupferanteil je Haus (Stand 2020) ungefähr 244 kg Kupfer. Der Kupferverbrauch wächst immer rasanter.

Zum Kommentar


Jahre der massiven Veränderung – Daimler, Scottie Resources, BYD

Jahre der massiven Veränderung – Daimler, Scottie Resources, BYD

Kommentar vom 15.03.2021 | 05:45

Die zwanziger Jahre des 21. Jahrhunderts sind bereits jetzt geprägt durch massive Veränderungen. Nicht nur der technologische Wandel, weg vom Verbrennungsmotor hin zur Elektro- und Wasserstoffmobilität, ist ein anhaltender Langzeittrend. Auch die weltweiten Sozialsysteme stehen nach einem Jahr angeordneter LockDowns auf der Kippe und die Flucht aus Staatsanleihen befeuert die Aktien-Hausse. Auch der Anstieg des Goldpreises und der entsprechenden Goldproduzenten und Goldexplorer wird sich auf Grund des Vertrauensverlustes der Menschen in die Regierungen weiter fortsetzen. Diese drei Chancenpapiere aus Old- /New- und Gold-Economy bringen es auf den Punkt.

Zum Kommentar