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12.03.2021 | 05:45

Es geht wieder los – BYD, Enapter AG, Nel ASA

  • BYD
  • Enapter
  • nel asa
Bildquelle: pixabay.com

Photovoltaik und Windenergie nehmen als erneuerbare Energien einen immer größeren Anteil in der Stromproduktion in Deutschland ein und sind dabei die beiden Hauptenergieträger des stetig wachsenden „grünen“ Energiemixes. Erstmalig wurde 2020 mehr als die Hälfte des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien erzeugt. Doch die bisher ineffiziente und unwirtschaftliche Speicherung der Energie ist das Hauptproblem von Photovoltaik und Windenergie. Eine effiziente und dauerhafte Speicherung der Energie aus Wind und Sonne ist jedoch für eine Industrienation wie Deutschland unverzichtbar, zumindest wenn auf konventionelle Energieträger wie Kohle oder Erdgas verzichtet werden soll. Um dieses Manko zu meistern, wird viel Geld in die Produktion von grünem Wasserstoff investiert, denn auch die steigende Nachfrage nach der E-Mobilität, erhöht die Nachfrage nach mehr Energie.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: CNE100000296 , DE000A255G02 , NO0010081235


 

Enapter AG – Überzeichnete Aktienplatzierung

Der deutsche Wasserstoff-Elektrolyseur Enapter AG (WKN: A255G0 ISIN: DE000A255G02 Ticker: H2O) wird sich in den kommenden Jahren zu einem Produzenten von hocheffizienten und modularen Wasserstoffgeneratoren entwickeln. Hauptschwerpunkt ist die Anion-Exchange-Membrane (AEM) Elektrolyse. Der Aufbau des großvolumigen Produktionsstandortes für die AEM Elektrolyse erfolgt im nordrhein-westfälischen Saerbeck. Die Errichtung des neuen Produktions- und Forschungsstandorts wird von der Firma Goldbeck bis Ende 2022 erfolgen. Die Klimakommune Saerbeck wurde ausgewählt, damit die in 2023 startende Produktion komplett aus grünem dezentral vor Ort produziertem Strom erfolgen kann. **

Die gesamte Wertschöpfungskette ist somit zu 100% aus nachhaltiger Energiegewinnung zurück zu führen und zeigt auch, wie wichtig der grüne Faden für das Unternehmen ist. Zu Beginn der Produktion sollen mehr als 100.000 modulare Elektrolyseur-Einheiten pro Jahr erstellt werden. Wer sich die Enapter AG Aktie zu einem Marktrabatt einkaufen möchte, der sei auf die zum 15.03.2021 auslaufende Privatplatzierung hingewiesen. Über die Eigenkapitalerhöhung kann sich in die Aktie mit einem Abschlag von knapp 20 Prozent zum aktuellen Marktpreis von 27,40 Euro eingekauft werden. Hier müssen die Aktionäre aber schnell sein, denn bereits das abgelaufene Bezugsrechtangebot mit 77.196 Aktien war um 42 % überzeichnet. Insgesamt umfasst die Privatplatzierung, die den größten Teil der Kapitalerhöhung ausmacht, bis zu 1.314.635 neue Aktien.

BYD – Korrektur beendet?

Nach einem knapp 37-prozentigen Absturz der BYD Aktie (WKN: A0M4W9 ISIN: CNE100000296 Ticker: BY6) seit Ende Januar 2021, scheint die Aktie seit Dienstag, den 08.03.2021, ihren Boden gefunden zu haben. Seit dem Tief bei 18,75 Euro erholte sich die Aktie bis zum gestrigen Börsenschluss auf 21,66 Euro. Ein kräftiger Anstieg von 15,5 Prozent in 3 Tagen. 19.871 Elektro-Autos verkaufte das Unternehmen im Januar und auch der Februar 2021 wurde mit 20.927 Autoverkäufen in China wieder positiv abgeschlossen. Im Vergleich zum Februar 2020 immerhin ein Anstieg von über 275 Prozent. Auch in Deutschland öffnen sich für BYD zunehmend mehr Türen. Diesmal wurde ein Vertrag über fünf E-Busse mit keiner geringeren als der Deutschen Bahn geschlossen. Auftraggeber ist dabei DB Regio Bus in Ettlingen im Bundesland Baden-Württemberg.

Doch der chinesische Technologiekonzern BYD ist nicht nur im Automobilgeschäft tätig.
Das Unternehmen produziert neben Komponenten für Smartphones auch Solarzellen.
BYD stockt die Produktion von Solarpanels in Brasilien auf und führt eine zweite Produktionsschicht im Werk Campinas ein. Dabei wird die Belegschaft in dem Bundesstaat Sao Paulo um über 20 % erhöht. BYD kommt damit der stetig steigenden Nachfrage nach und erhöht entsprechend das Angebot. Auch die Produktionskapazität weitet sich auf 250 Megawatt pro Jahr aus. Sollte die Nachfrage im gleichen Maß zulegen, so könnte mit einer dritten Schicht die Kapazität zum Jahresende auch noch auf bis zu 400 Megawatt ausgebaut werden.

Nel ASA – Trendwende erreicht?

Ähnlich wie BYD hat auch die norwegische Nel ASA (WKN: A0B733 ISIN: NO0010081235 Ticker: D7G) stark korrigiert. Knapp 40 Prozent Verlust von Ende Januar 2021 bis Montag, den 08.03.2021, standen auf dem Börsenticker. Die Empfehlung, Gewinne mitzunehmen, war daher vollkommen i.O. und dürfte sich für die meisten Leser gelohnt haben. Doch seit Montag kam wieder Kaufnachfrage in den Markt und die Aktie drehte am wichtigen charttechnischen Widerstand von 22,10 NOK bzw. 2,075 Euro. Sollte diese Marke auch auf Wochenschlusskurs verteidigt werden, besteht durchaus die Möglichkeit eines erneuten Anlaufs auf ein neues Jahreshoch.

Dabei liegt ein wesentlicher Widerstand bei 37,05 NOK bzw. 3,52 Euro, der im Januar 2021 im ersten Anlauf noch nicht überwunden werden konnte. Wer diesen möglichen Hochlauf der Aktie nutzen möchte, kauft sich wieder in die Aktie ein, sichert sich aber auf dem Wochentief bei 21,10 NOK bzw. 2,07 Euro ab. Ein Bruch dieser Tiefsund ein Wochenschlußkurs unterhalb dieser Marke sollten die Marktteilnehmer vermeiden, denn dann würde erst wieder 14,06 NOK bzw. 1,24 Euro als nächste starke Widerstandszone fungieren.


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