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12.12.2023 | 05:30

Kein Halten mehr – Bitcoin Group, Infineon, Manuka Resources Aktie

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Bildquelle: pixabay.com

Die Jahresendrally nimmt nach wie vor ihren Lauf und die Börsianer haben sich damit bereits im Vorfeld von Weihnachten ausführlich mit Rendite beschenkt. In einem wirtschaftlich sich weiter eintrübenden Umfeld ist solch ein Börsenaufschwung nicht selbstverständlich und für viele Unbeteiligte nicht nachvollziehbar. Doch die Börse ist nicht immer rational und in der Regel versucht sie zukünftige Erwartungen vorwegzunehmen. Kommen nun aber Gewinnmitnahmen oder läuft die Jahresendrally bis in den Januar weiter?

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: DE000A1TNV91 , DE0006231004 , AU0000090292


 

Manuka Resources nimmt Goldproduktion auf

Relativ unbemerkt von deutschen Investoren nahm das australische Explorationsunternehmen Manuka Resources (WKN: A2QAZR ISIN: AU0000090292 Ticker-Symbol: 6M0A) Ende Juni 2023 bei seiner Mt Boppy Mine die Goldproduktion auf. Damit stieg das Unternehmen in die Klasse der Junior Miner empor und erzielt nun Monat für Monat Einnahmen. Der Weg dorthin war kapitalintensiv und in den letzten Jahren flossen mehr als 30 Mio. AUD der Gesellschaft in die Explorationsprojekte. Zählt man die übernommene Vorgesellschaft mit, sind bereits weit über 100 Mio. AUD investiert worden. Doch die Beharrlichkeit des Managements um CEO Dennis Karp die einstige Goldmine Mt Boppy zu reaktivieren, zahlt sich nun aus.

Der für die nächsten drei Jahre zu erwartende Kapitalzufluss aus den Goldverkäufen wird das Unternehmen zum einen zur Ausweitung der Mineralressource und damit der Minenlaufzeit verwenden. Zum anderen wird die Exploration des Wonawinter Silver Projektes ausgeweitet werden. Dort sind bereits knapp 51 Mio. Unzen Silber und über 200.000 t Blei als Ressource ausgewiesen. Des Weiteren besitzt Manuka Resources mit dem Taranaki-VTM-Projekt den Zugriff auf 3,2 Mrd. t Vanadium, Titan und Eisenerzgestein vor der Küste von Neuseeland. Hier wartet das Unternehmen noch auf die Auflagen der neuseeländischen Umweltschutzbehörde, unter welchen Voraussetzungen die Abbaulizenz erteilt wird. Das dortige Vorkommen ist ideal geeignet für die Produktion von „grünem Stahl“. Dies hängt mit der Zusammensetzung des Erzes zusammen, welches beim späteren Verarbeitungsprozess deutlich weniger Kohle benötigt und damit weniger CO2-Emissionen verursacht.

Bricht Bitcoin Group noch aus?

Die Bitcoin Group SE (WKN: A1TNV9 | ISIN: DE000A1TNV91 | Ticker-Symbol: ADE) ist im deutschsprachigen Raum mit dem Marktplatz Bitcoin.de die größte Plattform für den Kauf- und Verkauf von Kryptowährungen. Mit über 1,05 Mio. angemeldeten Kunden wächst das Unternehmen beständig und mit dem allgemeinen Boom der Kryptowährungen dürfte das Jahresziel von 1,065 Mio. registrierten Klienten übersprungen werden können. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens ist mit über 75 % zum 30.06.2023 sehr hoch und liefert im steigenden Zinsumfeld eine komfortable Bilanzsituation. Zudem hält die Bitcoin Group liquide Mittel von zuletzt 14,5 Mio. EUR vor.

Viel interessanter für die Investoren sollte jedoch der Bestand an Bitcoin und Ethereum sein. Hier wies die Bitcoin Group zuletzt 3.696 Bitcoin und 10.305 Ethereum aus. Bei Marktpreisen je Bitcoin von ca. 37.750 EUR und Ethereum von ca. 2.025 EUR bedeutet dies einen Marktwert von 160 Mio. EUR. Zusammen mit dem Bargeldbestand ergibt dies allein eine Bewertung von über 174,5 Mio. EUR. Bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von ca. 116 Mio. EUR bei einem Kurs von 23,25 EUR ist die Aktie grundsätzlich um 50 % unterbewertet. Zusätzlich sind die über 1,05 Mio. Kunden des Marktplatzes Bitcoin.de sowie die Futurum Bank noch nicht berücksichtigt.

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Infineon steigt weiter

Nachdem Infineon Technologies (WKN: 623100 | ISIN: DE0006231004 | Ticker-Symbol: IFX) seine letzten Quartalszahlen veröffentlicht hatte, stürzten sich die Anleger auf die Aktie des Halbleiterunternehmens. Um rasante 37 % konnte der Aktienkurs seit Ende Oktober in 31 Handelstagen zulegen. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen aus der Nähe von München mit Umsätzen von 16,3 Mrd. EUR und will so das Vorjahr um 15 % übertreffen. Doch der zu erwartende Gewinn soll in diesem Jahr noch deutlich stärker zum Vorjahr (um 30 %) auf 4,4 Mrd. EUR ansteigen. Auch im Jahr 2024 sollen die Umsätze zulegen, wenn auch deutlich langsamer, um gut 4 % auf 17 Mrd. EUR. Der Gewinn wird jedoch leicht rückläufig sein, da größere Investitionen vorgesehen sind.

In 2024 will der Konzern 3,3 Mrd. EUR in den Ausbau der Anlagen zur Herstellung von Produkten auf Basis von Galliumnitrid (GaN) und Siliziumkarbid (SiC) investieren. Diese Halbleiter der dritten Generation werden für die Energiewende benötigt und daher vermehrt in Energiespeichern, Ladestationen und Elektroautos verbaut werden. Ziel von CEO Jochen Hanebeck ist es, einen globalen Marktanteil im SiC-Markt von 30 % bis zum Ende des Jahrzehntes zu erreichen und so 7,6 Mrd. EUR jährlichen Umsatz zu sichern. Für Goldman Sachs ist die Aktie ein „Buy“ mit einem Kursziel von 47,50 EUR, während Barclays die Aktie von Infineon als „Overweight“ mit einem Kursziel von 47 EUR einstuft.

Fazit

Die Trendwende einläuten konnte die Manuka Resources Aktie seit Anfang Dezember, während diese bei Infineon bereits einen Monat früher startete. Noch nicht so stark wie die Australier hat sich bisher die Bitcoin Group gezeigt. Diese konnte aber seit Anfang Dezember immerhin um 18 % ansteigen.



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