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12.09.2022 | 05:45

Rezession und dennoch Wachstum – Edison Lithium, Porsche Automobil Holding, Volkswagen AG Aktie

  • Edison Lithium
  • Porsche
  • Volkswagen
Bildquelle: pixabay.com

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist bereits vor der spektakulären Unkenntnis des grünen Wirtschaftsministers und Vizekanzler Habeck zu Wirtschaftsthemen bei Anne Will auf einem Tiefpunkt gewesen. Jedoch dem nötigen Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandort Deutschland hat dies nicht gutgetan und einen weiteren Abwärtsknick verabreicht. Die Forschungsinstitute revidieren bereits im Monatstakt ihre Prognoseaussichten gen Süden und während für 2022 aktuell zumindest noch mit einem marginalen Wachstum gerechnet wird, dürfte die deutsche Wirtschaft spätestens in 2023 Arbeitsplätze und Produktionskapazitäten abbauen. Doch während viele Wirtschaftszweige unter der staatlichen Gängelung leiden, werden andere aus ideologischen Gründen gefördert und profitieren von diesem Umbau.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: Edison Lithium Corp | CA28103Q1090 , PORSCHE AUTOM.HLDG VZO | DE000PAH0038 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039


 

Edison Lithium für Elektromobilität

Edison Lithium (WKN: A3C8LL ISIN: CA28103Q1090 Ticker: VV00) hat sich als Lithiumexplorer den Zugriff auf zwei Lithium-Sole-Liegenschaften sichern können. Das vom Unternehmen als Salar de Antofalla bezeichnete Projekt bildet dabei die Hauptliegenschaft. Diese befindet sich im Lithiumdreieck von Argentinien, Bolivien und Chile im argentinischen Teil dieses Dreiecks. Dort sind bereits auch die größtem Lithiumproduktionsbetriebe des Landes wie z.B. die Livent Corp. aktiv. Mit der Albermarle Corp. ist auch einer der weltweit größten Lithiumproduzenten dort in Produktion und grenzt mit seinem Grundstück an das Salar de Antofalla-Projekt an.

Durch den stetigen Ausbau der Elektromobilität und das geplante Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 in vielen Volkswirtschaften der Welt, braucht es für die Herstellung von Batterien enorme Mengen an Rohstoffen. Einer dieser Hauptrohstoffe in der Batterieproduktion ist Lithium. Da aber bis vor zwei Jahren der Lithiumpreis zu niedrig war, wurde zu wenig Geld in die Erschließung neuer Rohstoffvorkommen investiert, so dass auf absehbare Zeit die Nachfrage nach Lithium höher sein dürfte als das Angebot. Die Preise für Lithium haben in den letzten zwei Jahren darauf reagiert und sich mehr als versechsfacht. Entsprechend lohnen sich Investitionen in diesen Sektor wieder, denn die zu erwartenden Renditen bei Produktionsstart sind enorm.

Volkswagen mit Porsche IPO und ID.Xtrem

Seit März 2021 kannte die Aktie des Wolfsburger Automobilkonzerns Volkswagen AG VZ (WKN: 766403 ISIN: DE0007664039 Ticker-Symbol: VOW3) nur eine Richtung, abwärts. Wurden im Hoch vor 1 ½ Jahren noch 252,20 EUR je Vorzugsaktie bezahlt, werden derzeit an der Börse nur noch 147 EUR je Anteilsschein gezahlt. Ein Kursrückgang von fast 42% stehen damit in diesem kurzen Zeitraum für das Schwergewicht der weltweiten Automobilindustrie zu Buche geschlagen. Doch mit dem Börsengang der Nobelsparte von Porsche, könnte eine Trendwende bei dem Mutterkonzern anstehen.

Im Herbst soll die Porsche Automobil Holding SE (WKN: PAH003 ISIN: DE000PAH0038 Ticker-Symbol: PAH3) an die Börse gebracht werden, obwohl viele Börsenexperten wegen dem aktuellen Marktumfeld mit einer Verschiebung des IPO gerechnet hatten. Die Luxustochter soll dabei eine Bewertung von 70 bis 80 Milliarden EUR erreichen und dadurch enormen Mengen an stillen Reserven freigesetzt werden, so zumindest die Annahme hinter dem Börsengang. Davon dürften dann auch die Aktien des Mutterkonzerns VW profitieren, denn diese werden derzeit mit ca. 85 Mrd. EUR bewertet.

Doch nicht nur in diesem Bereich gibt der Volkswagen Konzern nun 100%, sondern auch bei den vollelektrischen Autos. Im Schweizer Locarno stellte das Unternehmen das zu 100% elektrisch angetriebene auf ID 4 GTX basierende Konzeptfahrzeug mit Allradantrieb vor. Der ID.Xtrem ist ein Mix aus SUV und Geländewagen mit einem höhergelegten Rallye-Fahrwerk. Damit kommt die Elektromobilität auf einem neuen Niveau auch bei den Geländewagen an.


Während die Wirtschaft in Deutschland durch die Lockdown- und sanktionsbedingten Preissteigerungen ächzt und die Produktionskosten steigen, fahren andere Länder und Unternehmen enorme Gewinne durch die politischen Eingriffe in das Wirtschaftsgeschehen ein. Gerade die E-Mobilität und die Lithiumindustrie können von dieser Fokussierung der Politik profitieren.


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