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24.05.2024 | 05:45

Spannende Entwicklungen – Deutsche Bank, JinkoSolar, Medigene Aktie

  • Deutsche Bank
  • JinkoSolar
  • Medigene
Bildquelle: pixabay.com

Mit den Strafzöllen der USA gegen bestimmte chinesische Waren wie E-Autos provoziert die US-Regierung mit neuen protektionistischen Maßnahmen einen möglichen Handelskrieg mit dem geopolitischen Hauptherausforderer aus Asien. Doch die bisher getroffenen Maßnahmen betreffen beide Seiten nur geringfügig, da in diesem Segment bisher nur wenig Handel zwischen beiden Staaten stattfindet. Daher reagierten die großen Börsenindizes kaum, doch einzelne Teilbereiche konnten bereits deutlich davon profitieren.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: DE0005140008 , US47759T1007 , DE000A1X3W00 , US09075V1026


 

Medigene und BioNTech verlängern Zusammenarbeit

Zusammen mit BioNTech (WKN: A2PSR2 | ISIN: US09075V1026 | Ticker-Symbol: 22UA) entwickelt das immunonkologische Plattformunternehmen Medigene (WKN: A1X3W0 | ISIN: DE000A1X3W00 | Ticker-Symbol: MDG1) weiter gemeinsam an den T-Zell-Rezeptor (TCR)-Immuntherapien, um Krebserkrankungen zukünftig besser behandeln zu können. Die Kooperation startete ursprünglich im Februar 2022 und war zunächst auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt. Die neue Vereinbarung wird nun auf unbestimmte Zeit ausgelegt, doch genauere Details wie z. B. weitere Finanzzahlungen wurden bisher nicht bekannt. Seitens Dr. Selwyn Ho als CEO von Medigene wurde dazu folgendes Zitat veröffentlicht: „Durch diese Zusammenarbeit stärken wir unsere Position als führendes Unternehmen in der TCR-Generierung und fokussieren uns dabei auch weiterhin auf die Entwicklung vielversprechender TCR-Kandidaten. Die fortlaufende Zusammenarbeit unserer Teams von Wissenschaftlern spiegelt die Stärke unserer Partnerschaft im Kampf gegen Krebs wider.“

Die Vereinbarung umfasst dabei nicht nur die TCR-Immuntherapien, sondern auch mehrere Zielmoleküle einschließlich PRAME (Preferentially expressed Antigen in Melanoma). Die End-to-End-Plattform von Medigene kombiniert dabei mehrere exklusive Lizenzen und patentierte Technologien, um die TCR-Therapien zu entwickeln. Interessant ist die Aktie im Moment, da sie nur knapp über der letzten Kapitalerhöhung von 1,20 EUR notiert, die finanziellen Forschungsmittel bis Sommer 2025 ausreichen und das Gewinnpotenzial bei erfolgreicher Studie enorm ist. Allein die vorzeitige Verlängerung der Kooperation mit BioNTech schürt die Hoffnung auf einen möglichen Durchbruch bei den derzeitigen Forschungen.

Für das Analysehaus H.C. Wainwright ist die Aktie jedenfalls ein klarer "Buy" mit einem Kursziel von 3,00 EUR auf Sicht von 12 Monaten. Dass dieses Ziel schneller erreicht werden kann als viele Marktteilnehmer erwarten, zeigt der Ausbruch der Aktie im März dieses Jahres.

JinkoSolar mit deutlichem Kurszuwachs

In den Fokus der Anleger in den letzten Wochen ist wieder die Aktie von JinkoSolar Holding (WKN: A0Q87R | ISIN: US47759T1007 | Ticker-Symbol: ZJS1) geraten. Nach der Veröffentlichung der Quartalskennzahlen Ende April 2024 konnten die Anleger wieder Vertrauen in die Entwicklung des Unternehmens aufbauen. So stiegen die Aktien von April 2024 bei 21,06 USD bis zuletzt auf 27,56 USD. Das entspricht einem Preisanstieg von knapp 36 % innerhalb von nur fünf Handelswochen.

Die Börse feiert derzeit die Ausweitung der Produktion bzw. besser den Versand von 20.000 MW an Solarmodulen und 1.914 MW an Zellen und Wafern. Das ist ein Auslieferungsanstieg von über 51,2 % im Jahresvergleich! Durch geringere Erlöse und Margen sank jedoch der erzielte Umsatz auf 3,19 Mrd. USD und unterm Strich blieben immerhin noch 84,4 Mio. USD Gewinn übrig. Im laufenden Quartal rechnet JinkoSolar mit einer Auslieferung von Modulen mit einer Gesamtkapazität von 24.000 bis 26.000 MW an Modulen. Allein der Auftrag von Shell Energy Europe für Deutschlands größtes Solarkraftwerk in Lobstädt für den Solarpark Witznitz, umfasst ein Volumen von mehr 1,1 Mio. Solarmodulen der Serie Tiger Neo (TOPCon).

Deutsche Bank unbeeindruckt aufwärts

Im Zuge der gestiegenen Zinssätze im Euro-Raum laufen auch die Geschäfte bei den europäischen Banken wieder rund. So konnte sich die Aktie der Deutschen Bank (WKN: 514000 | ISIN: DE0005140008 | Ticker-Symbol: DBK) seit Oktober 2023 deutlich gen Norden entwickeln und damit nachhaltig die lang anhaltende Einstelligkeit des Aktienkurses verlassen. In den vergangenen acht Monaten ging es für die Aktie von 9,44 EUR auf nunmehr 15,58 EUR um gut 66 % aufwärts .

Relativ unbeeindruckt zeigten sich zudem die Börsianer von dem eingefrorenen Vermögen der Deutschen Bank auf Anordnung eines Gerichtes in St. Petersburg. Insgesamt wurden nach dem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters 238 Mio. EUR in Form von Wertpapieren, Immobilien und Guthaben in Russland festgesetzt. Neben der Deutschen Bank war auch die Commerzbank mit 93,7 Mio. EUR sowie die italienische Großbank Unicredit mit ca. 460 Mio. EUR betroffen. Vonseiten der Deutschen Bank kam bisher nur die Rückmeldung, dass für 260 Mio. EUR Rückstellungen in der Bilanz gebildet worden sind.

Fazit

Die bei München ansässige Medigene konnte mit der Verlängerung der Kooperation mit BioNTech ein deutlich positives Signal für die Zukunft aussenden und die Aktien können aktuell nahe der kürzlichen Kapitalerhöhungsmaßnahme von 1,20 EUR zu attraktiven Konditionen eingesammelt werden. Trotz des Anstieges in den vergangenen Monaten ist die Aktie der Deutschen Bank gefragt und die bisherigen Kennzahlen deuten auf weiter steigende Gewinne hin. Wieder nachgefragt sind die Aktien von JinkoSolar, obwohl die Margen zuletzt deutlich gesunken sind. Erste Investoren spekulieren auf eine Trendwende bei den Preisen von PV-Anlagen und somit auch auf anziehende Marge bei den PV-Produzenten. Ob dies schon nachhaltig ist, wird sich erst noch zeigen müssen.



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