05.02.2026 | 05:45
USA baut nächste strategische Rohstoffreserve auf! Profitiert Antimony Resources?
Wie der US-Präsident Donald Trump zuletzt verkündete, wird die USA einen strategischen Vorrat an kritischen Rohstoffen und Mineralien aufbauen. Dieser Aufbau einer nationalen Rohstoffreserve wird Project Vault (Anm. Projekt Tresorraum) genannt und durch private Unternehmen und der USA finanziert werden. Die US-Unternehmen sollen 1,67 Mrd. USD an privatem Kapital zur Verfügung stellen und die US-Export-Import-Bank ein Darlehen in Höhe von 10 Mrd. USD ausreichen. Mit diesem Anfangskapital sollen kritische Mineralien für die US-Technologieunternehmen, Autohersteller und weitere zivile Betriebe beschafft und vorrätig gehalten werden. Das bringt entsprechende Nachfrage für bisherige und kommende Produzenten mit sich und davon dürfte auch dieses Unternehmen profitieren:
Lesezeit: ca.
3 Minuten.
Autor:
Alfred Laugeberger
ISIN:
CA0369271014
Mangelware Antimon: Rohstoffversorgung in Gefahr
Das Verteidigungsbudget der USA ist im weltweiten Vergleich mit Abstand das größte. Für das Jahr 2026 sind bisher 901 Mrd. USD eingeplant und die USA geben mehr Geld aus als China, Russland und alle EU-Staaten zusammen. Mit einem Budget von ca. 270 Mrd. USD folgt China auf Rang zwei, Russland mit etwa 150 Mrd. USD auf Rang drei und Deutschland mit ca. 130 Mrd. USD auf Platz vier. Selbst wenn die deutschen Ausgaben mit den anderen EU-Staaten zusammengerechnet werden, würden sie mit ca. 381 Mrd. USD nur ca. 42 % des Militärbudgets der Vereinigten Staaten erreichen.
Die überragende Stellung der USA im Rüstungsbereich sowie die zunehmend konfrontative Außen- und Zollpolitik gegen den Rest der Welt hat nicht nur zu internationalen Verstimmungen, sondern auch seitens China zu Gegenreaktionen geführt. So hat das Reich der Mitte die Ausfuhr strategisch wichtiger Metalle und Mineralien eingeschränkt und/oder die Ausfuhr für militärische Nutzung komplett untersagt. Das betrifft auch das Halbmetall Antimon, dessen Preis sich im Zuge der Exportbeschränkungen in den letzten beiden Jahren auf 30.000 USD/t verdreifachte.
Der Basisrohstoff Antimon ist derzeit für Batteriesysteme und in der Halbleiterindustrie unverzichtbar. In der Verteidigungsindustrie dient Antimon zudem als Härtungszusatz für Bleigeschosse und Projektile, um deren Durchschlagskraft zu steigern. Ebenfalls wird das Halbmetall für Infrarotdetektoren und als Flammschutzmittel verwendet und verbraucht.
Hohe Antimonvorkommen von Antimony Resources
Wer als Investor nach Unternehmen mit Antimonproduktion sucht, der findet diese meist bei den großen Rohstoffkonzernen, bei denen Antimon (Sb) aber nur ein marginaler Bestandteil der Rohstoffproduktion ist. Wer jedoch von der Outperformance von Antimon als Rohstoff profitieren möchte, der sollte sich das kanadische Unternehmen Antimony Resources (WKN: A414DM | ISIN: CA0369271014 | Ticker-Symbol: K8J0) anschauen. Das spröde Halbmetall Antimon steht bei dem kanadischen Explorer im Hauptfokus und ist im Hauptprojektgebiet - Bald Hill - reichlich vorhanden. Dieses Projektgebiet befindet sich in der kanadischen Provinz New Brunswick und liegt in dem größten bisher entdeckten antimonhaltigen Gebiet ganz Nordamerikas.
„Bald Hill“ ist 1.100 ha groß und bereits in der Vergangenheit wurde hier Antimon gefördert. Laut technischem Bericht gemäß dem kanadischen Standard NI 43-101 lagern in diesem Projekt mind. 2,7 Millionen Tonnen antimonhaltiges Gestein mit einem Anteil von drei bis vier Prozent Antimon. Daraus könnten zwischen 81.000 t bis 108.000 t reines Antimon produziert werden.
Antimony Resources will das Projektgebiet mit seinem aktuellen Cashbestand von zuletzt über 10 Mio. CAD zügig mit einem erweiterten Bohrprogramm weiterentwickeln. Die bereits durchgeführten und ausgewerteten Bohrungen sind bereits sehr vielversprechend. Mehrere Bohrlöcher zeigten Antimongehalte von 2,76 % bis hin zu 14,91 % an und deuten auf ein viel höheres Vorkommen an Antimon hin als bisher angenommen. Dank dieser erstklassigen Ergebnisse mit hochgradigen Vorkommen wird das Projekt nochmals deutlich an Wirtschaftlichkeit gewinnen.

Neues Antimonvorkommen entdeckt
Wie das Unternehmen am vorgestrigen Dienstag, den 03.02.2026 berichtete, konnte mit dem laufenden Bohrprogramm ein ganz neues Vorkommen an Antimon entdeckt werden. Diese in der Marcus-Zone West aufgespürten Vorkommen sind auf einer zusammenhängenden Strecke von über 25 m sichtbar. Aktuell gehen die Geologen davon aus, dass es sich um eine neue Mineralisierung und damit um ein neues Vorkommen handelt. Es ist aber nicht auszuschließen, dass es sich um die Erweiterungen der Hill Zone handelt und daher sollen in diesem Jahr zusätzliche Grabungen und Proben zwischen beiden Zonen durchgeführt und entnommen werden.
Fazit
Die letzten Bohrergebnisse wie auch die neu aufgespürten Vorkommen von Antimon in der Marcus-Zone unterstreichen das Potenzial von Antimony Resources, ein zukünftig wichtiger Lieferant von Antimon zu werden. Da das Projektgebiet in Bezug auf die Infrastruktur bereits gut erschlossen ist, kann ein späterer Minenaufbau unter verminderten Kosten vorgenommen werden. Entsprechend schneller amortisiert sich das Projekt, was auch eine spätere Wirtschaftlichkeitsberechnung nach den noch durchzuführenden Bohrungen und Grabungen zeigen dürfte.