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04.05.2026 | 05:45

Vom Entwickler zum Goldproduzenten - Lahontan Gold

  • Lahontan Gold
Bildquelle: Pixabay

In einem Marktumfeld, in dem sich der Goldpreis oberhalb der 4.500 USD je Unze längst etabliert hat und institutionelle Investoren verstärkt nach substanzstarken Explorations- und Entwicklungswerten suchen, rückt ein Unternehmen in den Vordergrund, das bislang noch unterhalb des breiten Anlegerradars lag. Das in Kanada börsennotierte Unternehmen Lahontan Gold entwickelt im US-Bundesstaat Nevada eine historische Goldmine und will sie innerhalb von 18 Monaten wieder zur Produktion führen. Mit einem klaren Zeitplan, nachhaltiger Finanzierung und einem weit entwickelten Goldprojekt, wird das wirtschaftliche Potenzial bei den aktuellen Goldpreisen noch deutlich unterschätzt:

Lesezeit: ca. 7 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: CA50732M1014


 

Nevada: Ein weltweit verlässlicher Bergbaustandort

Wer in solide Goldunternehmen investieren möchte, der kommt an dem Standort Nevada in den USA nicht vorbei. In diesem Bundesstaat der USA werden zwischen 70 – 80 % des gesamten amerikanischen Goldes gefördert. Auch wird der Standort in dem Rohstoffsektor als einer der wenigen Standorte weltweit angesehen, an dem sich Geologie, Infrastruktur und vor allem das Genehmigungsumfeld gleichermaßen günstig für Investoren verhält. Mit einer Goldförderhistorie von 191 Jahren wurden seit 1835 mehr als 250 Millionen Unzen Gold aus dem Boden von Nevada gefördert. Die beiden größten Goldkonzerne der Welt, Newmont und Barrick, dominieren das Geschehen im US-Bundesstaat in ihrem Gemeinschaftsunternehmen Nevada Gold Mines.

Doch die drei großen Mineralisierungstrends, die durch Nevada verlaufen, haben noch viele weitere Produzenten hervorgebracht, auch wenn einige ältere ehemalige Produzenten längst in Vergessenheit geraten sind. Einer dieser geologischen Trends ist der Walker Lane District im Westen Nevadas. Dieser beinhaltet reichhaltige Goldvorkommen, die in der Vergangenheit bereits teilweise abgebaut worden und dadurch infrastrukturell sehr gut erschlossen sind. In dieser geologischen Verwerfungszone hat sich Lahontan Gold (WKN: A3DKKY | ISIN: CA50732M1014 | Ticker-Symbol: Y2F) positioniert und zwar ideal auf dem Projektgebiet einer ehemaligen Goldmine mit umfangreichem historischen Datenmaterial.

Santa Fe-Projekt: Interessante Geologie, erstklassige Chance

Das Santa Fe-Minenprojekt im Mineral County hat eine Fläche von ca. 28,3 km² und liegt direkt am Highway 95. Die alte Mine ist am regionalen Stromnetz angeschlossen, die Zufahrtswege sind intakt und ausgebaut und der regionale Arbeitsmarkt bietet genügend Arbeitskräfte mit Bergbauerfahrung. Zwischen 1988 und 1994 förderte die Santa Fe Mine zunächst durch Corona Gold, später Homestake Mining, ungefähr 359.000 Unzen Gold und 702.000 Unzen Silber. Dies wurde aus 16 Mio. t Erz gewonnen, konnte aber nur zu damaligen Goldpreisen zwischen 300 und 450 USD je Unze verkauft werden. Dies war zu unwirtschaftlich, so dass die Goldproduktion eingestellt werden musste. 32 Jahre später mit Goldpreisen oberhalb des 10-fachen Preises von damals, ist eine erneute Produktionsaufnahme jedoch wieder sehr attraktiv.

Genau das hat die Geschäftsführung von Lahontan Gold vor und das Risikoprofil des Unternehmens ist im Vergleich zu vielen Wettbewerbern deutlich geringer. Hauptvorteil liegt klar in den umfangreichen Bohr-, Gruben- und Mineralogie-Daten, die bereits vorliegen und den Explorationsaufwand erheblich reduzieren. Ein weiterer Punkt ist die bereits vorhandene Infrastruktur, die nicht mehr neu aufgebaut, sondern nur wieder erneuert werden muss. Nicht zu unterschätzen ist zudem der Punkt, dass durch die frühere Produktion, die erst durch gesunkene Goldpreise unrentabel geworden ist, die damalige Unternehmung bereits anzeigte, dass für knapp sechs Jahre profitabel gearbeitet werden konnte.

Ressource und Wirtschaftlichkeit

Die derzeitige Mineralressource von Lahontan Gold umfasst 1,54 Mio. Unzen Gold in der Kategorie „angezeigt" sowie weitere 411.000 Unzen in der Kategorie „abgeleitet". Dadurch kommt das Unternehmen in Summe auf rund 1,95 Mio. Unzen Goldäquivalent mit einem Durchschnittsgehalt von 0,93 g/t. Das ist für die rechtssichere Jurisdiktion Nevada und für die dortigen Verhältnisse ein attraktiver Goldgehalt. Bereits im Dezember 2024 wurde für das Projekt eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsberechnung (PEA) veröffentlicht, die eine Jahresproduktion von 70.000 bis 80.000 Unzen Gold vorsieht. Die damaligen Gesamtkosten der Produktion wurden mit rund 1.233 USD je Unze angenommen, die über einen Zeitraum von acht Jahren abgebaut werden sollten. Um dieses via Minenaufbau zu erreichen wurde ein Investitionsbedarf von rund 135 Mio USD festgestellt.

Durch den starken Anstieg des Goldpreises und der Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens in den letzten 18 Monaten konnte die Unternehmensführung nun mit interessierten Finanzierungsgruppen sprechen, die dieses Projekt finanzieren würden. Das ist auch nicht verwunderlich, denn die PEA unterstellt seinerzeit noch als Basis für den Goldpreis einen Kurs von 2.705 USD je Unze. Damit hätte die Santa Fe Mine einen abgezinsten Kapitalwert nach Steuern von 200 Mio. USD und das bei einem internen Zinsfuß von 34,2 %. Da der Goldpreis oberhalb der 4.500 USD je Unze notiert, würde die heutige Kalkulation den internen Zinsfuß signifikant erhöhen. Um dies zu zeigen wird die Wirtschaftlichkeitsstudie derzeit überarbeitet und soll im Herbst 2026 veröffentlicht werden. Entsprechend dürften sich die Kennzahlen erheblich nach oben verschieben.

Bohrprogramm und West Santa Fe

Die wichtigste Entwicklung der vergangenen Monate kam aus der Satelliten-Zone des Projektgebietes, aus der Zone West Santa Fe. Bohrloch WSF25-04R lieferte Ende Februar 2026 ein hervorragendes Bohrergebnis, das im Branchenumfeld für Aufmerksamkeit sorgte. Über eine Länge von 36,6 m konnten 3,11 g/t Goldäquivalente (AuEq) ab der Oberfläche nachgewiesen werden. Innerhalb dieses Abschnitts waren auf 10,7 m sogar 8,24 g/t nachweisbar. Dadurch, aber auch durch die anderen Bohrergebnisse, wurde die bekannte Mineralisierungsfläche bereits um 500 m mal 350 m erweitert und die Zone bleibt nach Nordwesten offen.

Um das Ressourcenwachstum zu beschleunigen, hat das Management zügig reagiert und ein zweites Bohrgerät mobilisiert. Auch haben die Behörden den eingereichten Plan von über 700 neuen Bohrpunkten bereits genehmigt, sodass den Bohrteams die Arbeit in diesem wie auch nächstem Jahr nicht ausgehen dürfte. Die aktuell noch laufende Ressourcenschätzung wird von RESPEC sowie Kappes, Cassiday & Associates durchgeführt und CEO Kimberly Ann hofft, dass die neuen Goldfunde das Potenzial haben, die Gesamtressource der Liegenschaft um über eine Mio. Goldunzen zu erweitern.

Metallurgie und Goldhalden

Parallel zu den Bohrarbeiten haben die metallurgischen Tests aus dem RC-Bohrprogramm 2025 wichtige Erkenntnisse geliefert. Es wurden nach dem RC-Bohrprogramm mit dem goldhaltigen Gestein Cyanid-Extraktionstests durchgeführt und durchschnittlich 81 % des Goldes und 60 % des Silbers daraus gewonnen. Diese Werte liegen oberhalb der historischen Projektion des Projektes und erhöhen die Wirtschaftlichkeit ebenfalls. Da die goldhaltige Santa Fe-Mineralisierung vollständig oxidisch ist, eignet sich für die Goldextraktion das Haufenlaugungsverfahren. Dabei wird das grobkörnige Golderz mit einer verdünnten Natrium-Cyanidlösung versetzt und das Gold aus dem Gestein ausgelaugt. Die Betriebskosten dieses Verfahrens liegen deutlich unter denen der konventionellen Mühlenprozesse, was dem Sante-Fe Projekt zum Wettbewerb einen Margenvorteil gibt.

Ergänzend dazu kündigte Lahontan Gold Ende April 2026 ein Bohrprogramm auf den vier historischen Haufenlaugungs-Halden an. In 95 Schallbohrlöchern sollen die Restgehalte des bereits zwischen 1988 und 1994 geförderten und zerkleinerten Materials quantifiziert werden. Da keine zusätzlichen Abraum- oder Gesteinsbrechungskosten anfallen, wäre eine Aufarbeitung dieser Halden mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich und könnte den Produktionshorizont und damit auch die erste Cashflow-Generierung nach vorn verschieben.

Operative Erfahrung sowie Finanzierungskompetenz

Hinter Lahontan Gold steht die Gründerin und CEO Kimberly Ann. Auf der Münchner-Kapitalmarkt-Konferenz präsentierte sie das Projekt zuletzt einem europäischen Investorenkreis und machte dabei deutlich, dass die Entwicklungsschritte der vergangenen Monate nicht zufällig aufeinanderfolgen, sondern Teil eines durchdachten Fahrplans sind.

Dazu gehört auch die strategische Erweiterung des Boards im März 2026. Hier wurden Antony Rowe, der bei Resource Capital Funds und Investec seine Erfahrungen sammelte, sowie Miranda Werstiuk, die über 30 Jahre Erfahrung in der Rohstofffinanzierung besitzt, als Direktoren aufgenommen. Das Management kommentierte die Boarderneuerung als Schritt, der dem Übergang vom Minenentwickler zum Minenbauer Rechnung trägt. Mit einer institutionellen Beteiligung von über 41 % und einem signifikant mitbeteiligten Gründerteam liegen die Unternehmens- und Aktionärsinteressen gleich auf und sind eng miteinander verknüpft.

Kapitalbasis und Fahrplan bis zur Produktion

Am 8. April 2026 schloss Lahontan Gold die letzte Tranche einer Privatplatzierung von 13,64 Mio. CAD zu 0,41 CAD je Aktie ab. Das Management bestätigte im Anschluss, das Unternehmen sei damit vollständig für alle Explorations- und Erschließungsprogramme bis ins Jahr 2027 finanziert. Dadurch kann die Produktionsentscheidung für Santa Fe ohne weitere größere Verwässerung der bestehenden Aktionäre getroffen und umgesetzt werden.

Zudem gab Lahontan am 28. April 2026 bekannt, dass Warrants aus früheren Platzierungsrunden beschleunigt bis Ende Mai 2026 ausgelöst werden sollen, denn der Aktienkurs wurde mehrere Handelstage oberhalb der definierten Schwellenwerte von 0,24 CAD bzw. 0,35 CAD gehandelt. Durch diese Maßnahme stärkt das Unternehmen die Eigenkapitalbasis weiter und verbessert dadurch die Finanzierungsbedingungen bei der geplanten Aufnahme von Fremdkapital über die oben genannten vier Investorengruppen.

Quelle: LSEG Refinitiv, 1-Jahreschart Lahontan Gold

Für Anleger, die nachvollziehbare Wachstumsmeilensteine suchen, bietet Lahontan Gold in den kommenden Quartalen eine ungewöhnlich dichte Abfolge konkreter Ereignisse als Fahrplan an. Die aktualisierte Mineralressourcenschätzung steht noch im zweiten Quartal 2026 an und die überarbeitete Wirtschaftlichkeitsstudie folgt bereits im Herbst 2026. Für das erste Halbjahr 2027 peilt das Management die finale Bau- und Betriebsgenehmigung an, um noch 2027 mit der Goldproduktion zu starten.

Mit dem Produktionsstart plant das Unternehmen zudem die Notierung an der New York Stock Exchange (NYSE). Dieser Schritt hat in der Vergangenheit bei vergleichbaren Unternehmen regelmäßig zu einer deutlichen Ausweitung der Investorenbasis und einer Neubewertung der Aktie geführt. Im Branchenumfeld wird Lahontan Gold darüber hinaus auch als potenzielles Übernahmeziel für größere Produzenten im Walker Lane Trend diskutiert, darunter Newmont und Barrick Mining, die in unmittelbarer Nachbarschaft operieren.

Fazit

Lahontan Gold ist kein spekulatives Explorationsunternehmen, sondern ein Entwicklungsprojekt mit historischer Datenbasis, bestätigter Mineralogie, laufenden Bohrprogrammen und einem Management, das seine Ankündigungen auch umgesetzt hat. Der Kapitalwert der Mine übersteigt die aktuelle Marktkapitalisierung bereits auf Basis veralteter Goldpreisannahmen. Die für den Herbst 2026 angekündigte aktualisierte Wirtschaftlichkeitsstudie dürfte diese Diskrepanz weiter erhöhen, sofern die Aktie nicht im Zuge dessen weiter ansteigen sollte. Für professionelle Anleger, die den Rohstoffsektor mit Fokus auf substanzstarke Entwickler legen, sollten Lahontan Gold zumindest auf die Beobachtungsliste setzen.


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Kommentar vom 20.04.2026 | 05:45

Wer heute noch glaubt, Gold sei lediglich ein Instrument der Defensive, hat das Marktgeschehen der vergangenen Jahre nicht aufmerksam verfolgt. Der Goldpreis hat sich von einem Krisen-Indikator zu einem handfesten Renditeturbo entwickelt. Die Geldpolitik der Notenbanken, die ausufernde Staatsverschuldung westlicher Industrieländer und die zunehmende Dedollarisierung durch Schwellenländer schaffen strukturellen Kaufdruck bei dem Goldpreis. Wer diesen Trend nicht nur absichern, sondern hebeln will, der braucht das richtige Unternehmen aus dem Sektor zur richtigen Zeit.

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