20.04.2026 | 05:45
Nevada Goldproduktion in weniger als 2 Jahren - Lahontan Gold
Wer heute noch glaubt, Gold sei lediglich ein Instrument der Defensive, hat das Marktgeschehen der vergangenen Jahre nicht aufmerksam verfolgt. Der Goldpreis hat sich von einem Krisen-Indikator zu einem handfesten Renditeturbo entwickelt. Die Geldpolitik der Notenbanken, die ausufernde Staatsverschuldung westlicher Industrieländer und die zunehmende Dedollarisierung durch Schwellenländer schaffen strukturellen Kaufdruck bei dem Goldpreis. Wer diesen Trend nicht nur absichern, sondern hebeln will, der braucht das richtige Unternehmen aus dem Sektor zur richtigen Zeit.
Lesezeit: ca.
5 Minuten.
Autor:
Alfred Laugeberger
ISIN:
CA50732M1014
J.P. Morgan sieht 6.300 USD bis Jahresende
Die US-Bank J.P. Morgan hat zum Jahresanfang ihre Prognose für den Goldpreis herausgegeben. Trotz der seit Februar 2026 laufenden Korrektur bleiben die US-Amerikaner optimistisch, dass der Preis für Gold bis Ende 2026 auf 6.300 USD je Unze (ca. 5.360 EUR) steigen kann. Bei einem aktuellen Preis von 4.832 USD je Unze scheint dies noch sehr weit entfernt zu sein, denn dieser müsste in den kommenden sieben Monaten noch um mehr als 30 % ansteigen. Doch seit dem Märztief bei 4.099 USD konnte das Edelmetall bereits innerhalb eines Monats um knapp 18 % zulegen.
Die Entwicklung der Preisbewegungen der letzten Wochen zeigt, dass die Prognose alles andere als übertrieben ist. Der weitere Anstieg ist durch einen strukturell schwächeren US-Dollar mehr als möglich, zumal die Verschuldung der USA immer stärker ansteigt. Dazu kommen signifikante Goldkäufe der Zentralbanken, die ihre Reserve mehr und mehr in Gold umschichten, statt nur US-Staatsanleihen zu kaufen. Zusätzlich nehmen die geopolitischen Verwerfungen in mehreren Weltregionen zu, genauso wie das Misstrauen gegenüber dem bestehenden Fiat-Währungssystem.
Daher ist in diesem Umfeld die entscheidende Frage nicht mehr, ob Gold steigt – sondern welche Unternehmen am stärksten von diesem Preisanstieg profitieren können. Goldproduzenten und Entwickler, die mit niedrigen Förderkosten kurz vor der Produktionsaufnahme stehen, bieten einen Hebel auf den Goldpreis. Genau in diese Kategorie passt das kanadische Unternehmen Lahontan Gold (WKN: A3DKKY | ISIN: CA50732M1014 | Ticker-Symbol: Y2F) hinein. Das Hauptinvestment des Unternehmens befindet sich im Walker Lane Trend des US-Bundesstaates Nevadas. Dieser gehört zu den produktivsten Goldregionen der gesamten Vereinigten Staaten.
Die Santa Fe Mine
Wer in Minenentwickler investiert, der muss auch die Risiken kennen. Projektentwickler versprechen oftmals viel, können dies noch öfters aber nicht einhalten. Lahontan Gold ist hier eine Ausnahme, die sich durch folgende Fakten belegen lässt. Die Santa Fe Mine produzierte bereits zwischen 1988 und 1995 und es wurden über 345.000 Unzen Gold produziert. Die Produktion musste aber seinerzeit bei Preisen zwischen 300 und 450 USD je Unze eingestellt werden, weil die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Lagerstätte damals nicht mehr gewährleistet war. Doch bei den heutigen Goldpreisen wäre die Produktion wieder mehr als rentabel.
Die letzte Ressourcenschätzung des Unternehmens beziffert das Potenzial der Lagerstätte auf 1,95 Mio. Unzen Goldäquivalent und das bei einem durchschnittlichen Gehalt von rund 0,9 g/t . Seit der ersten Einschätzung im Jahr 2023 ist das Vorkommen um 38 % gewachsen und das nächste Ressourcen-Update hat das Unternehmen für Juni 2026 angekündigt. Dann dürfte erstmalig die Marke von 2 Millionen Unzen überschritten werden. Treiber dieses Wachstums ist unter anderem das West Santa Fe Projekt, das für einen einstelligen Millionenbetrag erworben werden konnte und sich als geologisch hochwertige Erweiterung des Gesamtprojekts erweist.
Die Infrastruktur durch den ehemaligen Minenbetrieb ist vollständig vorhanden und es bestehen über drei eigene Brunnen noch die gesicherten Wasserrechte. Zudem ist die Zufahrtsstraße ganzjährig befahrbar und ebenfalls ist man direkt an eine Umspannstation mit günstigem Industriestromtarif von Nevada Energy angebundene. Dank dieser bestehenden Infrastruktur sind die Kosten für die Wiederöffnung der Mine deutlich geringer als bei vielen Wettbewerbern.
Bohrergebnisse und Metallurgie
Anfang April 2026 veröffentlichte Lahontan Gold weitere metallurgische Testergebnisse aus dem letztjährigen RC-Bohrprogramm für das West Santa Fe Projekt. Die Cyanid-Extraktionsanalyse von Pulverproben ergaben für den kommenden Erzabbau eine durchschnittliche Goldausbeute von 81 % und bei Silber eine Ausbeute von 60 %. Diese neuen Werte bestätigen nicht nur die historischen Tests, sondern übertreffen diese sogar. Damit bekräftigen die Kennzahlen die Wirtschaftlichkeit und belegen die Eignung des Erzkörpers für das Haufenlaugungsverfahren. Diese kosteneffiziente Standardmethode im Tagebau wird die operativen Kosten dauerhaft niedrig halten.
Auch die Bohrergebnisse sind bemerkenswert. Eins der neuen Bohrlöcher durchteufte 36,6 Meter mit 3,11 g/t Goldäquivalent ab Oberfläche , darin ein Hochgradabschnitt von 10,7 Metern mit sogar 5,75 g/t Gold. Mit nur sieben Bohrlöchern gelang es dem Team zudem, die 171 historischen Bohrungen auf dem Projektgebiet zu verifizieren.
Finanzierungsstruktur für Minenaufbau
Im März 2026 konnte Lahontan Gold eine Privatplatzierung abschließen, die deutlich überzeichnet war. Trotz der damaligen Goldkorrektur konnten durch die starke Nachfrage statt 10 Mio. CAD knapp 13,6 Mio. CAD zu einem Ausgabepreis von 0,41 CAD je Aktie eingesammelt werden. Das Votum der institutionellen Anleger für das Projekt war damit eindeutig und spricht dem Projekt und dem Management mehr als deutlich das Vertrauen aus.
Interessant bei Lahontan Gold ist vor allem auch das Finanzierungsmodell für den Minenaufbau. Hier plant das Management ca. 80 Prozent des Gesamtinvestitionsbedarfs von 135 Millionen USD über Fremdkapital zu decken. Vier Finanzinvestoren haben bereits Interesse an einer Kreditstrukturierung signalisiert. Da die prognostizierte Rückzahlungsdauer aus dem Cashflow unter 24 Monate beträgt, ist die Projektfinanzierung für institutionelle Kreditgeber besonders attraktiv und grenzt gleichzeitig die notwendige Verwässerung der bestehenden Aktionäre auf ein Minimum ein.
Beteiligungsstruktur und Zeitplan zur Mineneröffnung
Über 40 Prozent der Lahontan-Aktien befinden sich in institutioneller Hand, das in volatilen Märkten für Kursunterstützung sorgen dürfte. Zudem wurde Anfang 2026 der Verwaltungsrat des Unternehmens gezielt erweitert. Zwei erfahrene Kapitalmarktprofis mit Bergbau-Private-Equity Erfahrung und internationaler Rohstofffinanzierung wurden berufen und das gibt ein klares Signal, dass das Unternehmen die Weichen für die Bauphase gestellt hat.
Die Betriebsgenehmigung für die Santa Fe Mine wird Ende 2026 bzw. spätestens im ersten Quartal 2027 erwartet. Die nötigen Flora-und-Fauna-Studien sind bereits abgeschlossen und drei Bohranlagen laufen derzeit parallel auf dem Projektgebiet. Für September 2026 ist eine aktualisierte Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) angekündigt, die auf Basis höherer Goldpreise und optimierter Abbauraten neue Kennzahlen liefern wird. Die erste Goldproduktion erwartet das Unternehmen dann bereits für das vierte Quartal 2027.

Fazit
Die Wirtschaftlichkeitsstudie vom Dezember 2024 weist bei einem Goldpreis von 2.705 USD je Unze bereits einen Nettogegenwartswert nach Steuern von 200 Millionen USD und eine interne Verzinsung von 34,2 Prozent aus. Damit wird das Unternehmen derzeit noch unter diesem Wert an der Börse gehandelt. Bei einem Goldpreis von aktuell 4.832 USD und später im Jahresverlauf, wenn es nach J.P. Morgan geht, über die 6.000 USD, verändern sich diese Kennzahlen signifikant nach oben. Das für Juni 2026 angekündigte Ressourcen-Update und die neue Wirtschaftlichkeitsstudie im September 2026 sind zwei unmittelbar bevorstehende Katalysatoren für das Unternehmen, von denen die Investoren profitieren dürften.