15.05.2026 | 05:45
Lahontan Gold: Vom Explorer zum Goldproduzenten in Nevada
Das Explorationsunternehmen Lahontan Gold (WKN: A3DKKY | ISIN: CA50732M1014 | Ticker: LG) ist für Investoren, die von der Edelmetallrallye profitieren möchten, genau der richtige Wert. Als Explorer profitiert das Unternehmen von guten Bohrergebnissen, die vorhandene Goldvorkommen noch einmal deutlich erweitern. Doch genauso schnell können Fehlbohrungen auch zu starken Kursrückgängen führen. Bei Lahontan Gold kommt aber das positive Momentum der kommenden Goldproduktion dazu. Das Unternehmen ist derzeit noch kein produzierender Goldkonzern, sondern wird in der Kategorie Junior-Minenentwickler eingestuft. Der Plan der Unternehmensführung ist aber sehr interessant, denn es soll eine alte Goldmine wiederbelebt und noch in 2027 in Richtung Produktion gebracht werden. Damit erweitert sich die klassische Wette auf gute Bohrergebnisse auf den Übergang vom Explorer zum Produzenten.
Lesezeit: ca.
2 Minuten.
Autor:
Alfred Laugeberger
ISIN:
CA50732M1014
Deutlicher Kursanstieg
Der Markt hat auf die Pläne der kommenden Goldproduktion bereits kräftig reagiert. Seit Jahresanfang steht die Aktie rund 63 % im Plus. Im Zuge der Goldrally und dem zunehmenden Interesse der Marktteilnehmer an Titeln aus diesem Sektor ist die Aktie auf Sicht von 52 Wochen sogar über 500 % im Kursgewinn. Interessant wird es allerdings beim Blick auf den Chart seit dem Börsenstart im April 2022: Lahontan notiert heute ungefähr dort, wo die Reise damals begann — bei rund 0,38 CAD. Wer ganz früh dabei war, hat unterm Strich bisher kaum etwas verdient. Wer jedoch die Bodenbildung abwartete und Anfang 2025 zugriff, hat nun einen Vervielfacher im Depot. Genau das macht den Reiz, aber auch die Gefahr bei Junior-Minenwerten aus. Manchmal passiert jahrelang sehr wenig und die Aktie bewegt sich kaum bzw. fällt ab und dann kommt ganz plötzlich eine heftige Neubewertung, sobald Projektfortschritt, Goldpreis und Marktstimmung sich drehen.

Goldvorkommen der Santa Fe Mine
Operativ dreht sich bei Lahontan fast alles um das Santa-Fe-Projekt. Dieses ist rund 12 Kilometer östlich von Luning in Nevada gelegen. Nevada ist eine der bergbaufreundlichsten Jurisdiktionen weltweit. Die Infrastruktur ist gut ausgebaut, Genehmigungsverfahren gehen meist zügig vonstatten und Fachkräfte sind vor Ort zu finden. Die Santa Fe Mine ist außerdem kein leeres Blatt Papier! Zwischen 1988 und 1992 wurden hier bereits rund 345.000 Unzen Gold und 710.000 Unzen Silber produziert. Dazu kommt eine historische Datenbasis von 1.275 Bohrlöchern mit über 125.000 Bohrmetern.
Doch das Unternehmen ist offiziell noch ein Explorationsunternehmen und plant derzeit den Abbau der vorhandenen Gold- und Silberressource. Entsprechend fließt das Geld des Unternehmens derzeit natürlich in den Aufbau der Mine und zum anderen in Bohrprogramme, um die Ressourcen zu erweitern und in die Erweiterung der Reserven umzuwandeln. Aufgrund der gesteigerten Aktivitäten im Geschäftsjahr 2025 fiel ein Nettoverlust von rund 2,13 Mio. USD an, nach 1,36 Mio. USD im Vorjahr. Das ist für einen Explorer dieser Größenordnung nicht viel, denn in dieser Phase fließt viel Geld in Bohrungen, technische Studien, Genehmigungen und Investor Relations.
Die Finanzierung
Auf der Bilanzseite waren zum Jahresende 2025 noch Bargeldbestände von rund 3,87 Mio. USD vorhanden. Doch um den Minenaufbau voranzutreiben, füllte das Unternehmen zum Jahresanfang die Kasse weiter auf. Über eine Privatplatzierung konnten rund 9,92 Mio. USD (13,64 Mio. CAD) eingenommen werden und zusätzlich noch einmal rund 2,07 Mio. USD durch die Ausübung von Warrants und Optionen.
Neue Wirtschaftlichkeitsberechnung beauftragt
Das Kapital benötigt Lahontan Gold u. a. für die etablierten Unternehmen RESPEC und Kappes Cassiday, die eine aktualisierte Mineralressourcen-Schätzung und eine neue vorläufige Wirtschaftlichkeitsberechnung für Santa Fe erstellen. In diese Studie fließen die neuesten Bohrdaten, die leicht veränderte Metallurgie, aktualisierte Kosten und vor allem aktuellere Gold- und Silberpreise mit ein. Die vorherige PEA von Dezember 2024 rechnete noch mit einem Goldpreis von 2.705 USD pro Unze. Da der Goldpreis inzwischen deutlich höher steht, dürfte die aktualisierte Studie deutlich attraktivere Wirtschaftlichkeitskennzahlen ausweisen. Das ist der Punkt, an dem die Neubewertung der Aktie wieder Schwung aufnehmen könnte.

Fazit
Lahontan Gold erwirtschaftet in diesem Jahr noch keine Erträge, plant diese aber mit Aufnahme der Goldproduktion ab Ende 2027 ein. Daher bietet die Aktie des Unternehmens eine spekulative Rohstoffwette mit einer klaren Story: Ein historisch produzierendes Projekt in einer Top-Jurisdiktion, frisch finanziert, mit Rückenwind durch den Goldpreis und einer Studie, die das Potenzial neu beziffern dürfte.