Menü

09.09.2020 | 05:45

Vorreiter, Turnaround, Zukunftsfähigkeit – Daimler AG, Desert Gold Ventures, TUI AG

  • Gold
  • tui
  • daimler
Bildquelle: pixabay.com

Die Börse handelt die Zukunft und nicht das Hier und Jetzt. Das viele Unternehmen, groß wie klein, ums Überleben kämpfen, ist nicht neu. Doch in jeder Krise kann auch eine Chance gesehen werden, das eigene Geschäftsmodell zu hinterfragen und sich neu aufzustellen. Genau diesen teilweise auch schmerzhaften Prozess durchlaufen gerade die meisten Unternehmen und nicht alle werden es schaffen. Folgende Weisheit bringt es wohl auch in dieser Krise auf den Punkt: Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen oder auf die heutige Zeit: Die Kleineren Unternehmen gehen insolvent, die Großen werden mit Steuerzahlergeld gerettet.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: DE000TUAG000


 

TUI AG – Turnaround- oder doch Insolvenz-Kandidat?

Mit 2,42 Euro im März-Tief 2020 war die Aktie des TUI Konzerns (WKN: TUAG00 ISIN: DE000TUAG000 Ticker: TUI1) so günstig wie seit 1998 nicht mehr. Doch auch der aktuelle Kurs vom 09.09.2020 mit 3,97 Euro je Aktie befindet sich nur leicht oberhalb der Tiefs von 2009 und 2011.
Ohne Zweifel ist der Konzern schwer angeschlagen, aber der Verschuldung von 8,9 Mrd. Euro steht Anlagevermögen von 18 Mrd. Euro gegenüber. Die aktuelle Marktkapitalisierung von 2,3 Mrd. Euro ist also ein deutlicher Abschlag auf diese Substanz des Unternehmens. Dieser Abschlag wäre aber nur gerechtfertigt, wenn es in den nächsten 12 Monaten keine Rückkehr zur Normalität geben würde. Wenn also ein oder mehrere Impfstoffe auf den Markt kommen, ob von BioNTech (ISIN: US09075V1026), CureVac (ISIN: NL0015436031) oder einem anderen BioTech-oder Pharmakonzern, spätestens dann müssen auch die kompletten Quarantänebestimmungen und Reisebeschränkungen wieder fallen. Und dann sollte auch die TUI Aktie wieder anspringen und bis Ende 2021 über 150% zulegen.

Desert Gold Ventures – Erste Ergebnisse zeigen: Gold!

Desert Gold Ventures (ISIN: CA25039N4084 WKN: A14X09 Ticker: QXR2) ist zwischen den Minen von B2Gold (ISIN: CA11777Q2099), AngloGold Ashanti (ISIN: ZAE000043485) und Barrick Gold (ISIN: CA0679011084) in Westafrika als Goldexplorer aktiv. Im ersten Teil des diesjährigen Bohrprogramms konnte bereits in den Bohrzonen Barani East, Gourbassi East sowie Gourbassi West Gold nachgewiesen werden.
Da erst ca. 1/3 des diesjährigen Bohrprogramms abgeschlossen ist, viele dieser Bohrergebnisse aber noch ausstehen, dürften weitere etliche positive Bohrergebnisse erwartet werden. Das große Überraschungspotential ist eigentlich nur, wie hoch (g/t) Goldanteile sein werden und über welche Länge sich diese Goldfunde erstrecken. Da sich der Goldmarkt gerade in einer kurzfristigen Konsolidierung befindet, sollten sich vorausreitende Anleger & Investoren, die einen Hebel auf den Goldpreis haben möchten, sich die Aktien von Desert Gold Ventures in Ihr Depot legen. Da das Bohrprogramm erst im November abgeschlossen sein wird, dürften bis weit in den Januar 2021 mit Bohrergebnissen gerechnet werden.

Daimler AG – Statussymbol, E-Auto Flop, Zukunftsfähigkeit?

Der Daimler Konzern (WKN: 710000 ISIN: DE0007100000 Ticker: DAI) aus Stuttgart erreichte im März 2020 einen Tiefstkurs von 21,02 Euro je Aktie und verpasste damit das Tief von 2009 mit 17,20 Euro je Aktie nur knapp. Seitdem stieg der Aktienkurs wieder unaufhörlich auf heute (09.09.2020) 45,57 Euro. Damit verdoppelte sich der Aktienkurs innerhalb von sechs Monaten. Doch nun muss der Automobilkonzern auch beweisen, dass er auch tatsächlich E-Mobilität kann. Der EQC soll zwar eine Reichweite von 471 Kilometern im Optimalfall schaffen; der Fahrer des 408 PS starken SUV darf dann aber das Gaspedal nicht durchdrücken, denn sonst halbiert sich die Fahrleistung des EQC sehr schnell.
Und auch der Wettbewerber mit Elon Musk bzw. TESLA (ISIN: US88160R1014), der als Firstmover den Markt schon durch gutes Marketing besetzt hat, schläft nicht. Erst gestern berichtete der Business Insider, dass die reicheren Chinesen die Marke TESLA bereits als Statussymbol betrachten, was bisher den deutschen Autokonzernen vorbehalten war. Hier darf Daimler nicht die Zukunftsfähigkeit verlieren und muss die Reichweite seiner E-Mobile deutlich ausbauen.

Fazit:

Der TUI Konzern dürfte bei Zulassung von Impfstoffen gegen das Corona Virus CoVid-19 einer der großen Profiteure werden, denn wenn die Reisebeschränkungen wieder fallen, dann verdient auch der Reise-Konzern wieder Geld.
Der kanadische Goldexplorer Desert Gold Ventures ist interessant, denn dieser bohrt direkt vor der Haustür von Barrick Gold, B2Gold und AngloAshanti. Damit stehen bei weiteren Goldfunden die potentiellen Übernahmekonzerne bereits heute fest.
Der Daimler als Premiummarke muss zügig an seiner E-Mobilitätsstrategie arbeiten. Es muss zum einen die Reichweite der Autos deutlich erhöht werden und zum anderen der chinesische Markt überzeugt werden, dass ein Daimler-Fahrzeug auch im E-Mobilitätsbereich nicht von TESLA oder NIO zu schlagen ist.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:


Angst vor weiteren Engpässen bei Bauteilen – Daimler, Almonty Industries, Paragon

Angst vor weiteren Engpässen bei Bauteilen – Daimler, Almonty Industries, Paragon

Kommentar vom 30.08.2021 | 05:45

Die Angst vor Versorgungsengpässen bei Rohstoffen, wichtigen Vorprodukten und Bauteilen nimmt weiter Fahrt auf und zeigt sich in immer mehr Bereichen der Wirtschaft. Lockdown-Maßnahmen der Regierungen verstärken die Behebung des Mangels. Die einst hocheffiziente und vernetzte globale Wirtschaft stellt fest, das 'just-in-time' nicht mehr flächendeckend funktioniert. Deutlich wird dies u.a. durch diverse Betriebsschließungen in der Automobilindustrie. Auf Kosten der Steuerzahler wird Kurzarbeit verhängt und mit dem eigentlichen Problem sogar noch mehr Gewinn erzielt, zumindest bei dem ein oder anderen börsennotierten Konzern.

Zum Kommentar


Gold als Rettungsanker + der größte Vertragsbruch aller Zeiten - Barrick Gold, Newmont, Fresnillo

Gold als Rettungsanker + der größte Vertragsbruch aller Zeiten - Barrick Gold, Newmont, Fresnillo

Kommentar vom 25.08.2021 | 09:20

Heute geht es um das Finanzsystem von Bretton Woods, die Aufkündigung von Bretton Woods durch Nixon und damit nicht nur um den größten Vertragsbruch aller Zeit, sondern auch das Ende der Goldpreisbindung mit 35 USD je Unze Gold. Dazu kommt noch ein „bisschen“ Euroinflationierung der EZB, das sicherlich nur „vorrübergehend“ Auswirkungen auf die Teuerungsrate hat. Das Register für Vermögen jeglicher Art in der EU ist auch schon angedacht und das passt wiederum in die geplante und angekündigte Enteignung, denn hier darf das World Economic Forum (WEF) selber zitiert werden.

Zum Kommentar


Den Anschluss nicht verpassen – BYD, Tembo Gold, NEL ASA

Den Anschluss nicht verpassen – BYD, Tembo Gold, NEL ASA

Kommentar vom 20.08.2021 | 05:45

In den letzten Monaten kam es vermehrt zu Engpässen bei vielen Rohstoffen und Vorprodukten. Das Herunterfahren von Produktionskapazitäten durch Lockdowns, führte zu einer massiven Angebotsverknappung von Halbleitern, Holz- und Erdölprodukten. Nach dem Einsetzen von Lockerungsmaßnahmen, traf steigende Nachfrage auf knappes Angebot und dies führt zwangsläufig zu deutlich anziehenden Preisen. Doch nun droht in wenigen Wochen weiteres Ungemach und die Fortsetzung der Preisspirale. Nach dem wochenlangen Teil-Lockdown von Chinas drittgrößten Hafen Yantian, ist nun seit letzter Woche auch der zweitgrößte Hafen Chinas Ningbo-Zhoushan mit 2.000 Mitarbeitern letzte Woche in einem Teil-Lockdown geschickt worden. Bereiten sie sich daher in den kommenden Wochen auf weitere Turbulenzen vor und profitieren sie davon.

Zum Kommentar