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04.02.2021 | 05:45

Was nicht digital ist, ist … – Deutsche Bank, Upco International, Spotify Technology, Tesla

  • Deutsche Bank
  • Upco International
  • Spotify
  • Tesla
Bildquelle: pixabay.com

„Was nicht digital ist, ist nichts wert!“ So kurz und knapp könnte überspitzt ausgedrückt die derzeitige Börsenbewertung vieler Unternehmen zusammengefasst werden. Während Elon Musk mit Tesla ein Innovationsunternehmen mit einer aktuellen Börsenbewertung von über 800 Milliarden USD geschaffen hat, werden direkte Wettbewerber von Tesla nur für einen Bruchteil der Bewertung gehandelt. Und dass, obwohl Unternehmen wie VW, BMW, Toyota, Daimler & Co. mehr Umsatz, mehr Gewinn und mehr Substanz ausweisen. Jedes Unternehmen, das sich daher immer noch nicht dem Digitalisierungs- und Automatisierungsdruck gestellt hat, wird vom Markt oder zumindest in der Versenkung verschwinden. Der verbleibende Kuchen wird dann entsprechend unter den verbleibenden Marktakteuren aufgeteilt. Daraus ergeben sich interessante Opportunitäten für Investoren.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: DE0005140008 , CA9152971052 , LU1778762911 , US88160R1014


 

Upco International – Bald besser als Signal oder Telegram?

Der kanadische Spezialanbieter für Telekommunikationsunternehmen Upco International (WKN: A2H7JC ISIN: CA9152971052 Ticker: U06) automatisiert und digitalisiert die Telekommunikationsindustrie. Gerade kleineren Telekommunikationsunternehmen, welche die Digitalisierung verpasst haben, wenden sich an Upco International und gehen Kooperationen ein. Mit digitalisierten Ablaufprozessen werden Zeit- und Kostenfresser in den betroffenen Unternehmen gefunden und optimiert oder komplett auf die Programme von Upco International umgestellt. Der administrative Aufwand reduziert sich für die Telekommunikationsunternehmen erheblich und die Gewinnmargen steigen wieder deutlich an. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.
Aktuell arbeitet Upco International am Ausbau des Upco Mobile Messenger. Die Implementierung von Upco Pay in den Messenger befindet sich in der zweiten Beta-Phase. Ist diese abgeschlossen, können die Messenger-Nutzer nicht nur kostenfrei telefonieren und Nachrichten verschicken, sondern ihren Zugang auch als Konto nutzen, Geld aufladen und untereinander in einem Bruchteil einer Sekunde von Nutzer A zu Nutzer B verschicken. Alles ganz ohne Kontonummer, Bankdaten, Bankarbeitszeiten oder überzogenen Überweisungsgebühren. Da es sich bei der Upco-Messenger-App um eine serverlose End-to-End-Verschlüsselung handelt, gehört die App nach Telegram und Signal gerade im Mittleren Osten und Asien zu den Top-Downloads. Seit Anfang 2021 wuchs die App-Nutzerzahl um bisher 15 Prozent pro Woche!

Deutsche Bank – Vor den Geschäftszahlen

Am heutigen Donnerstag, den 04.02.2021, verkündet die Deutsche Bank (WKN: 514000 ISIN: DE0005140008 Ticker: DKB) ihre Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr 2020.
Nach 5,3 Milliarden Euro Verlust in 2019 und den Verlusten der vier vorangegangenen Jahresabschlüsse, rechnen die Analysten für 2020 mit einem positiven Nachsteuergewinn von über 200 Millionen Euro. Zumindest wenn die neun ausstehenden Nachrangdarlehen (AT1 – Additional Tier 1 capital) zum Eigenkapital hinzugezählt werden. Diese belaufen sich auf immerhin ca. 8,5 Milliarden Euro. Durch die Betrachtung als Eigenkapital wird die Deutsche Bank die Zinszahlung eher wie Dividendenzahlungen behandeln und damit erst nach dem positiven Nettoergebnis ausweisen. Von den Zahlenspielchen einmal abgesehen wird Vorstand Sewing weiter an der Deutschen Bank schleifen und weitere 100 Bankfilialen von derzeit noch 500 schließen. Die freigesetzten Mitarbeiter sollen auf die verbleibenden Filialen bzw. in die telefonische Kundenbetreuung der Beratungszentren verlagert werden. Auch die Schließung weiterer Postbank-Filialen soll vorangetrieben werden. Nach dem Vorstand der Deutschen Bank sollen es ebenfalls 100 Filialen in 2021 werden, aber nach den Verträgen mit der Deutschen Post dürften wohl „nur“ 50 Filialen in 2021 und weitere 50 Filialen in 2022 geschlossen werden.

Spotify – Kurzfristige Enttäuschung

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2020 konnte Spotify den Umsatz auf 2,17 Milliarden Euro steigern. Das ist ein gutes Ergebnis und eine Steigerung zu Q.4/2019 um 17 Prozent.
Einen Großteil der Umsätze erwirtschaftete Spotify mit seinen Premiumkunden und erzielte dabei Umsätze von ca. 1,89 Milliarden Euro und damit ein Anstieg von 15 Prozent zum Vorjahr. Doch viel stärker wuchs das Geschäft mit der Werbung. Dieses stieg um 29 Prozent zum Vorjahr auf nunmehr 281 Millionen Euro.
Die Umsatzmarge stieg ebenfalls von 2019 mit 25,6 Prozent auf 26,5 Prozent in 2020.
Doch die Analysten hatten sich wenigstens ein positives operatives Ergebnis erhofft.
Hier enttäuschte das schwedische Unternehmen aber mit einem Verlust von 69 Millionen Euro. Deswegen sackte der Aktienkurs am gestrigen Mittwoch von 289 Euro auf 260,80 Euro ab. Ein Tagesverlust von 9,76 Prozent.
Positiver Ausblick sind jedoch die steigenden Premiumabonnenten auf nunmehr 155 Millionen und die Zunahme der aktiven Nutzer der Spotify-Plattform von 27 Prozent auf 345 Millionen monatliche Nutzer. Damit hat Spotify ein Potential von 190 Millionen Nutzern, die noch ein Premium-Abo abschließen könnten, aber gleichzeitig ganz sicher steigende Margen bei den Werbeeinnahmen.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Der Wandel durch die Digitalisierung geht unvermindert weiter und die Niedrigzinsen haben das ursprünglich lukrative Geschäftsmodell der Fristentransformation zu einem Risikogeschäft mit kleiner werdender Marge gemacht. Hier greift das Sprichwort: „Viele Köche verderben den Brei“, denn zahlreiche Banken haben sich auf das Kreditgeschäft mit „Häuslebauern“ gestürzt und damit die Zinsmarge durch den starken Wettbewerb gedrückt. Lag die Zinsmarge z.B. bei über zehnjährigen Kreditverträgen im Dezember 2020 noch bei ca. 1,03 %, so sank diese im April 2021 auf nur noch 0,7% p.a.. Statt auf Wachstum zu setzen, müssen gerade die Geschäftsbanken Kosten eindampfen.

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