Menü

07.02.2024 | 05:45

Allzeithochs und Panik in der Luft - Almonty Industries, Eli Lilly, McDonalds Aktie

  • Almonty Industries
  • Eli Lilly
  • MdDonalds
Bildquelle: pixabay.com

Die Angst der Marktteilnehmer an der Börse ist förmlich zu spüren. Jede noch so kleine Abwärtsbewegung wird als möglicher Start einer aufkommenden Panik gewertet. Doch nach einem schnellen Kursverfall kommen aus dem Nichts Anschlusskäufe und lassen die Kurse wieder weiter ansteigen. Einige Märkte wie der Pharma- und Biotechsektor springen dagegen von Allzeithoch zu Allzeithoch und die global agierenden Player kaufen strauchelnde Wettbewerber auf, wie die aktuelle Übernahme von MorphoSys durch Novartis zeigt.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: CA0203981034 , US5324571083 , US5801351017


 

Almonty Industries immer interessanter

Die Rohstoffmärkte bewegen sich in den letzten Monaten sehr unterschiedlich. Während Rohstoffe für die Elektromobilität wie Lithium von einem Tief zum nächsten abverkauft werden, explodiert die Nachfrage nach Uran. Der Uranpreis steigt von Allzeithoch zu Allzeithoch und durch den massiven weltweiten Ausbau von Atomkraftwerken ist ein Ende des Nachfragebooms nicht in Sicht. Andere Rohstoffe stehen derzeit weniger in der Öffentlichkeit und das ist unter anderem Wolfram. Wolfram besitzt unter allen Metallen den höchsten Schmelzpunkt und ist aufgrund seiner hohe Härte und Widerstandsfähigkeit gefragt. Gerade bei Hartmetallwerkzeugen, Stahl– und Superlegierungen, aber auch für Glühdrähte und Elektrodenmaterial ist Wolfram fast unersetzbar.

Doch das Angebot an Wolfram ist knapp und wie viele andere Rohstoffmärkte auch, von chinesischen Unternehmen dominiert. In einer Welt von zunehmenden geopolitischen Spannungen wächst gerade in der westlichen Welt das Bedürfnis, mehr Liefersicherheit auch außerhalb des Einflusses von China zu erhalten. Dafür will Almonty Industries (WKN: A1JSSD | ISIN: CA0203981034 | Ticker-Symbol: ALI) zukünftig sorgen und als börsennotiertes Unternehmen zu einem der wichtigsten Rohstoffproduzenten von Wolfram außerhalb Chinas werden. Almonty Industries baut derzeit die Sangdong-Wolfram-Mine in Südkorea auf und aus. Mit Fertigstellung wird Ende 2024 gerechnet und mit Hochfahren der Mine wird diese für mehr als 5 % der weltweiten Wolframproduktion stehen. Ein interessantes Unternehmen mit dominanter Marktstellung ab 2025.

Kostenfreie Anmeldung ist über diese Internetseite möglich.

Eli Lilly mit Allzeithoch

Der US-Pharmariese Eli Lilly (WKN: 858560 | ISIN: US5324571083 | Ticker-Symbol: LLY) konnte für das vierte Quartal 2023 höhere Gewinne erzielen als im Vorjahresquartal und lagend damit höher als die Erwartungen der Analysten. Die Umsätze betrugen 9,35 Mrd. USD und übertrafen das Vorjahresquartal um 2,05 Mrd. USD mehr als deutlich. Auch die Analysten wurden überrascht, die nur knapp 9 Mrd. USD Umsatz erwarteten. Umsatztreiber waren vor allem die neuen Produkte wie z. B. Mounjaro und Zepbound. In diesem Segment stiegen die Verkäufe von 2,19 Mrd. USD auf 2,49 Mrd. USD an. Auch die Bestandsprodukte wie Verzenio und Jardiance stiegen im Absatz deutlich um 9 % auf 5,27 Mrd. USD.

Der Gewinn belief sich auf 2,19 Mrd. USD bzw. 2,42 USD pro Aktie. Im vierten Quartal 2022 waren es im Vergleich 1,94 Mrd. USD bzw. 2,14 USD pro Aktie. Der bereinigte Gewinn im abgelaufenen Quartal war mit 2,25 Mrd USD bzw. 2,49 USD pro Aktie sogar leicht höher, aber übertraf die Analystenschätzungen von durchschnittlich 2,37 USD je Aktie. Der Ausblick für 2024 bei den Umsätzen gab das Unternehmen mit 40,4 bis 41,6 Mrd. USD an bzw. 11,80 bis 12,30 USD je Aktie.

McDonalds Enttäuschung gerechtfertigt?

Die Aktie der Fast-Food-Kette McDonalds (WKN: 856958 | ISIN: US5801351017 | Ticker-Symbol: MDO) wurde nach den enttäuschenden Kennzahlen für Q4/2023 abgestraft. Das US-amerikanische Unternehmen musste in Folge des Israelkrieges mit Umsatzeinbußen in den arabischen Ländern umgehen. Dort wird die Fast-Food-Kette als proisraelisch betrachtet und nicht mehr so häufig von der dortigen Bevölkerung aufgesucht. Daher stiegen die globalen Umsätze im vierten Quartal nicht so an, wie es die Analysten erwartet hatten. Die Aktie fiel im Anschluss um ca. 4 % ab.

Dennoch stieg der weltweite Umsatz des Unternehmens um knapp 4 %, lag jedoch nur halb so hoch wie im Jahresdurchschnitt. Doch der Fast-Food-Gigant wird weiterwachsen und will allein in 2024 rund 1.000 neue Filialen in China eröffnen. Bis Ende 2028 soll die Anzahl an Schnellrestaurants auf 10.000 im Reich der Mitte deutlich ausgebaut werden. Für die Analysten von J.P. Morgan sind die Kursrücksetzer Kaufgelegenheiten und daher wird die Aktie auf „Overweight“ mit einem Kursziel von weiterhin 300 USD eingestuft.

Fazit

Mit dem Fokus auf den Rohstoff Wolfram hat sich das Unternehmen Almonty Industries klar positioniert und dürfte ab 2025 zu einem der bedeutendsten Lieferanten für diesen Rohstoff in der westlichen Welt werden. Der Rücksetzer der McDonalds-Aktie dürfte für längerfristig orientierte Anleger eine Nachkaufgelegenheit sein, denn ein Großteil des kommenden Wachstums wird in China generiert werden können. Ein Neueinstieg bei der am Allzeithoch befindlichen Aktie von Eli Lilly erscheint bei der Abwägung von Chance zu Risiko derzeit als weniger sinnvoll, auch wenn ein Weiterlaufen des Wertes ähnlich wie Novo Nordisk nicht ausgeschlossen werden kann.



Interessenskonflikt

Gemäß § 85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Ita Joka S. A. sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Ita Joka S. A. (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

Die Ita Joka S. A. ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Ita Joka S. A. für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

Risikohinweis

Die Ita Joka S. A. bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf derfinanzinvestor.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Ita Joka S. A. und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Ita Joka S. A. und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


Weitere Kommentare zum Thema:


Weiter starkes Wachstum voraus - Almonty Industries, Salesforce, Deutsche Telekom

Weiter starkes Wachstum voraus - Almonty Industries, Salesforce, Deutsche Telekom

Kommentar vom 27.02.2026 | 05:45

In den letzten Tagen stand die Reise von Bundeskanzler Merz nach China im Vordergrund der Berichterstattungen deutscher Medien. Doch die Entscheidung des US-Supreme Courts zur Aufhebung der durch US-Präsident Donald Trump per Erlass eingeführten Zölle sowie seine „Trotzreaktion“ mit neuen Sonderzöllen gegen China poppte diese Woche wieder hoch. Das chinesische Handelsministerium warnte vor Vergeltungsmaßnahmen, sollte die USA diese neuen Zölle einführen. Entsprechend reagierten die Rohstoffmärkte und vor allem die Seltenen Erden wieder mit deutlichen Preisaufschlägen. Wer davon profitiert und was es sonst Neues gibt:

Zum Kommentar


4,3 Mrd. USD Deal und Allzeithochs - Almonty Industries, BHP, Wheaton Precious Metals

4,3 Mrd. USD Deal und Allzeithochs - Almonty Industries, BHP, Wheaton Precious Metals

Kommentar vom 19.02.2026 | 05:45

Während die USA immer mehr Kriegsmaterial und Personal in den Nahen Osten verlegt, um sich auf einen Angriff auf den Iran vorzubereiten, steigen viele Börsenindizes und Aktien weiter von Allzeithoch zu Allzeithoch. Besonders die Rohstoffwerte der produzierenden Rohstoffunternehmen profitieren von den Umschichtungen der internationalen Investoren vermehrt raus aus Staatsanleihen, hin zu Rohstoffen und den zugehörigen Produzenten. Entsprechend nachhaltig steigen diese Kurse von Monat zu Monat an und zeugen von einer Fortsetzung des Trends über die nächsten Quartale und Jahre. Daher sollten Investoren am Ball bleiben, denn folgende Unternehmen gehören zu den klaren Gewinnern:

Zum Kommentar


Strategische Rohstoffreserve für Industrie - Almonty Industries, Aurubis, Lynas Rare Earths

Strategische Rohstoffreserve für Industrie - Almonty Industries, Aurubis, Lynas Rare Earths

Kommentar vom 04.02.2026 | 05:45

Der Präsident der USA, Donald Trump, hat am vergangenen Wochenende angekündigt, einen strategischen Vorrat an kritischen Mineralien in den USA aufbauen zu wollen. Dafür sollen im ersten Schritt 12 Mrd. USD bereitgestellt werden, um diese strategische Reserve aufzubauen. Ziel der neuen Politik der Vorratshaltung ist es, die US-Industrieunternehmen vor kurzfristigen Lieferschocks zu bewahren. Diese Erfahrung musste die USA nämlich im vergangenen Jahr nach ihren einseitigen Zollanhebungen gegenüber China machen, denn das Reich der Mitte ergriff mit Exportkontrollen und Exportstopps von Rohstoffen gezielte Gegenmaßnahmen, welche die USA zum Einlenken ihres eingeleiteten Zollkrieges bewegte. Über das Project Vault sollen US-Unternehmen 1,67 Mrd. USD an privatem Kapital und die US-Export-Import-Bank ein Darlehen von 10 Mrd. USD bereitstellen, damit kritische Mineralien für Technologieunternehmen wie auch für Autohersteller und andere Unternehmen beschafft und gelagert werden können.

Zum Kommentar