17.03.2026 | 05:45
Aluminium, Kupfer und Arzneimittel! Alcoa, Power Metallic Mines, Evotec
Lange hat sich die italienische Unicredit Bank davor gescheut, ein offizielles Übernahmeangebot gegenüber der deutschen Commerzbank abzugeben. Wenngleich der sukzessive Zukauf an Geschäftsanteilen ein klares Indiz dafür war und auch die Geschäftsführung der Commerzbank vorhatte, den Übernahmeversuch seitens der Italiener so teuer wie möglich zu gestalten, legte die Unicredit Bank nun ein offizielles Übernahmeangebot vor. Ein Aufschlag von ca. 4 % auf den letzten Börsenkurs und damit 30,80 EUR je Aktie soll gezahlt werden, um erstmalig die 30 % Schwelle zu übertreffen. Was darüber hinaus in der Welt der Aktien wichtig ist, lesen sie hier.
Lesezeit: ca.
3 Minuten.
Autor:
Alfred Laugeberger
ISIN:
US0138721065 , CA73929R1055 , DE0005664809
Alcoa profitiert von Aluminiumrallye
Der Aluminiumkonzern Alcoa (WKN: A2ASZ7 | ISIN: US0138721065 | Ticker-Symbol: 185) sollte in den nächsten Quartalen von anziehenden Aluminiumpreisen profitieren. Seit April 2025 stiegen die Preise von 2.176 USD je Tonne auf zuletzt 3.340 USD je Tonne und damit um mehr als 50 % in den letzten elf Monaten an. Im Zuge des Angriffs Israel zusammen mit den USA auf den Iran stieg der Preis sogar zwischenzeitlich auf über 3.500 USD je Tonne und damit auf den höchsten Stand seit April 2022.
Neben den geopolitischen Angebotsengpässen und den damit verbundenen Unsicherheiten sowie den rückläufigen Lagerbeständen an der London Metall Exchange (LME) bietet der US-amerikanische Aluminiumhersteller ein interessantes Chancen-Risiko-Profil, um von einer Fortsetzung des Preisanstiegs bei Aluminium zu profitieren. Wegen der Versorgungskrise durch die Schließung der Straße von Hormus stufte zuletzt auch J.P. Morgan die Aktie von „Untergewichten“ auf „Neutral“ und das Kursziel von 50 USD auf 68 USD hoch und damit knapp über das aktuelle Niveau von 66,50 USD.
Power Metallic Mines – Kupfervorkommen wächst weiter
Die Erfolgsgeschichte des kanadischen Explorationsunternehmens Power Metallic Mines (WKN: A40S32 | ISIN: CA73929R1055 | Ticker: IVV1) geht weiter und die Rohstoffvorkommen des Unternehmens wachsen von Monat zu Monat. Was ursprünglich nach ersten Bohrungen und der Entdeckung von großen Mengen an Nickel als nächster Nickelproduzent begann, hat sich längst zu einem vielschichtigen Rohstoffvorkommen entwickelt. Das Herzstück des Explorers ist das 313 qkm große Projektgebiet mit den bisher entdeckten Lagerstätten Nisk, Lion und Tiger.
Auf diesem Gebiet läuft seit 2025 ein 100.000 Bohrmeter starkes Bohr- und Projektentwicklungsprogramm und das sorgte in den letzten Monaten regelmäßig für Schlagzeilen, nicht nur im kanadischen Rohstoffsektor. Das polymetallische Vorkommen umfasst mittlerweile Kupfer, Gold, Silber und Nickel, aber auch mehrere Metalle der Platingruppe. Entsprechend ist das Interesse internationaler Investoren bei Power Metallic Mines sehr hoch und führte in den letzten 24 Monaten zu einem Kursanstieg von über 419 %. Dieser immer wieder von Kursrücksetzern geprägte Anstieg begann seinerzeit im März 2024 im Tief bei 0,19 CAD und setzte sich bis dato bis zu einem Kursanstieg auf zuletzt 1,09 CAD (0,67 EUR) fort.
Durch das umfangreiche Bohrprogramm und die regelmäßigen Laborergebnisse neuer Bohrlöcher, wachsen die Rohstoffvorkommen des Unternehmens beständig an. So berichtete das Unternehmen Anfang März 2026 vorab über Bohrloch PML 26-064 mit einem 5 m langen Abschnitt von sichtbaren Kupfermineralisierungen. Im nur 50 m weiter gelegenen Bohrloch PML 26-067 war das sichtbare Kupfervorkommen noch 3 m stark und über 1 m besonders hochgradig und bestätigt die Annahme eines ausgeprägten polymetallischen Vorkommens.
Der Vizepräsident für Exploration bei Power Metallic Mines sagte zu den letzten beiden Bohrungen: „Die Bestätigung dieses fortgesetzten Trends erweitert nicht nur das Zielgebiet Lion, sondern ist richtungsweisend zu einer potenziell großen Nickel-Kupfer-Lagerstätte, … und gibt den Geologen einen neuen Schwerpunkt für dieses langfristige Explorationsziel.“
Evotec – wie geht es weiter?
Immer tiefer fällt die Aktie des Biotech-Unternehmens Evotec (WKN: 566480 | ISIN: DE0005664809 | Ticker-Symbol: EVT) und markierte mit einem Kurs von 3,995 EUR erstmalig seit August 2016 wieder ein Kursniveau von unter 4 EUR je Anteilsschein. Vom Allzeithoch hat die Aktie des Wirkstoffherstellers damit bereits mehr als 90 % verloren und seit Jahresanfang immerhin 23,6 % bis zum letzten Kurs von 4,16 EUR. Ist damit nun endlich das Tief erreicht?
Die Unternehmensführung will jedenfalls die neue Strategie „Horizon“ umsetzen und so die strukturelle Transformation des Unternehmens erreichen. Bereits in den letzten beiden Jahren wurden die Strukturen gestrafft und der Umbauprozess eingeleitet. Dennoch reichten die Maßnahmen bisher nicht aus, um den Aktienkurs zu stabilisieren. Daher soll nun mit „Horizon“ die Ausgabenseite weiter reduziert und die Unternehmensstrukturen vereinfacht werden. Während die Deutsche Bank das Kursziel zuletzt von 6,00 EUR auf 4,50 EUR absenkte und den weiteren Jahresverlauf abwarten will, bleibt die kanadische Investmentbank RBC und deren Analyst Charles Weston optimistischer. Sie vergeben die Einschätzung „Outperform“ und bleiben bei einem Kursziel von 10,00 EUR.
Fazit
Das Rohstoffvorkommen des Rohstoffexplorers Power Metallic Mines wächst von Bohrung zu Bohrung und die derzeitigen Kursrücksetzer bieten Investoren die Chance, sich entsprechend langfristig positionieren zu können. Unklar ist derzeit die nachhaltige Entwicklung bei Evotec, wo bereits das nächste Strategieprogramm die Trendwende erreichen soll. Vom Anstieg des Aluminiumpreises sollte der Aluminiumproduzent Alcoa profitieren, der vor allem auch den Ausfall von Wettbewerbern aus dem Nahen Osten profitieren dürfte.