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30.09.2020 | 05:45

Angst vor Rohstoffengpässen – BYD, Almonty Industries, Piedmont Lithium, Tesla

  • BYD
  • Almonty Industries
  • Piedmont Lithium
  • Tesla
  • Wolfram
Bildquelle: pixabay.com

Die Furcht vor Versorgungsengpässen bei Rohstoffen ist angesichts der Dominanz Chinas im Rohstoffmarkt vorherrschend und bekannt. Gerade auch die Corona-Krise hat gezeigt, wie verletzlich eine hocheffiziente und vernetzte Weltwirtschaft ist, selbst wenn nur kleine Teile innerhalb der Produktionskette fehlen, sei es durch Betriebs- oder gar Grenzschließungen.
Viele Staaten der westlichen Welt haben dies bereits erkannt und eigene Förderprogramme entwickelt, um auf industriell wichtige Rohstoffe strategischen Zugriff zu haben.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: CNE100000296


 

BYD – Ausbruch über 12 Euro

Nach dem über 1.300% Anstieg der Tesla Aktie seit Mai 2019 sind die Aktionäre in den letzten Monaten verstärkt auf den chinesischen Autobauer BYD (WKN: A0M4W9 ISIN: CNE100000296 Symbol: BY6) aufmerksam geworden. Seit dem Corona-Tief im März 2020 konnte diese Aktie nämlich bereits um über 200% zulegen und notierte zum gestrigen Börsenschluss (29.09.2020) bei 12,085 Euro je Aktie. Dass beim aktuellen Allzeithoch kein Ende der Aufwärtsbewegung sein muss, zeigt die Entwicklung der Tesla Aktie ganz deutlich. Eine Neuigkeit, die den Kurs von BYD weitertreiben könnte, ist der geplante Börsengang von Canadian Solar, an welchen auch BYD beteiligt ist. Auch bei der Nachfrage kommt BYD mit dem Han EV nicht hinterher. Daher soll die Produktionskapazitäten weiter ausgebaut werden, um den bestehenden Run auf das Auto zügig befriedigen zu können. Auch hier bestehen Ähnlichkeiten zur Tesla Story.

Almonty Industries – Wolframproduzent sichert Vorkommen

Das kanadische Wolframunternehmen Almonty Industries (WKN: A1JSSD ISIN: CA0203981034 Ticker: ALI) betreibt zwei produzierende Wolframminen in Portugal und Spanien. Derzeit baut das Unternehmen die größte Wolframmine außerhalb Chinas in Südkorea aus. Diese soll zukünftig mindestens 5% der weltweiten Wolframproduktion abdecken. Da über 80% des Wolframs aus China stammen, ist die südkoreanische Sangdong Mine besonders wichtig und steht letztendlich für ca. 30% der nicht-chinesischen Weltproduktion. Produktionsstart der Sangdong Mine soll 2022 sein. Dieser Start würde viele westliche Industrieunternehmen von der Abhängigkeit Chinas befreien, zumindest was den Bedarf an Wolframbedarf angeht. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die deutsche Staatsbank KfW IPEX-Bank und die Österreichische Kontrollbank AG das südkoreanische Projekt finanziert haben.

Piedmont Lithium – 200% durch Tesla

Nach der Handelsaussetzung der Aktie von Piedmont Lithium (WKN: A2DWL3 ISIN: AU000000PLL5 Ticker: PL4) am 18.09.2020 erfolgte am Montag, den 28.09.2020 der Grund dafür. Tesla hat mit Piedmont Lithium einen Liefervertrag abgeschlossen. Daraufhin explodierte die Aktie innerhalb kürzester Zeit um über 206%, gab aber im gestrigen Handel die Gewinne wieder ab, liegt aber immernoch mit 153 % im Gewinn.
Angemerkt sei, dass es sich hierbei um einen Explorer handelt, welcher noch nichts produziert.
Nichts desto weniger beinhaltet der Vertrag eine verbindliche Vereinbarung, dass Piedmont Lithium über fünf Jahre zu einem festen Preis Spodumenkonzentrat (SC6) an Tesla liefern muss (mit einer einvernehmlichen Verlängerungsoption um fünf Jahre). Die Produktion soll in 2022 anlaufen und aus der Lagerstätte in North Carolina stammen. Spodumen will Tesla als Ausgangsmaterial für das Lithiumhydroxid verwenden, welches für die nickelreichen Batterien benötigt wird. Auch hier erfolgt die Entscheidung Tesla’s nicht nur aus lokalpatriotischen Gründen, denn auch bei Lithiumhydroxid beherrscht China ca. 83% der weltweiten Produktion und dominiert den Markt eindeutig.

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