Menü

30.08.2019 | 16:10

BP British Petroleum vs. Saturn Oil & Gas - Schwergewicht vs. Zwerg

  • BP
Bildquelle: pixabay.com

British Petroleum kann mit dem Verkauf des Alaska Geschäftes an die texanische Hilcorp Energy mit einem Veräußerungspreis von 5,6 Milliarde Dollar aufwarten. Doch wie sieht das operative Geschäft und die Q.2 Zahlen 2019 aus?
Wieviel Umsatz und Gewinn je Aktie wurde gemacht?
Und wie schneidet der unbekannte Öl-Produzent Saturn Oil & Gas im Vergleich ab?
Sind dessen Zahlen, ins Verhältnis gesetzt, sogar besser?
Mehr dazu lest ihr im heutigen Kommentar.

Lesezeit: ca. 1 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann
ISIN: GB0007980591


 

-BP - statt investieren wird verkauft

Der zweitgrößte Erdölproduzent nach Exxon Mobile spülte mit der Bekanntgabe des Verkaufes des Alaskageschäftes an Hilcorp. Energy vom 27.08.2019 sofortige Liquidität von 4 Mrd. $ und bis Ende 2020 weitere 1,6 Mrd. $ in die Kasse.
Davon will das Börsenschwergewicht Schulden tilgen, Aktien zurückkaufen und anteilig auch per Dividendenauszahlung die derzeitigen Anteilseigner direkt berücksichtigen.
Der Umsatz lag bis zum 30.06.2019 mit 141 Mrd. $ insgesamt 5 Mrd. $ (3,5%) unter den Halbjahreszahlen von 2018. Gleichzeitig reduzierte sich aber der Gewinn überproportional um 10% auf 4,9 Mrd. $.

Saturn Oil - Der "Zwerg" liefert Top Halbjahreszahlen

Der noch recht junge Erdölproduzent brachte gestern sehr gute Unternehmenskennzahlen an die Öffentlichkeit.
Die Ölproduktion wurde auf über 25.000 Barrel Öl im Monat hochgefahren, was einer Steigerung zum Vorjahreszeitraum um den Faktor 3,69 entspricht. Damit wuchs auch der Umsatz entsprechend auf über 7,7 Millionen $ im ersten Halbjahr an.
Was am meisten überrascht, ist die hohe Gewinnmarge im ersten Halbjahr von 28% vom erzielten Umsatz und damit 2,2 Millionen $.
Glänzende Perlen im öligen Geschäft zu finden, ist nicht einfach. Es lohnt sich daher, ein solches Unternehmen auf die Watchlist zu nehmen.

Halbjahres-Kennzahlenvergleich 06/2019

British Petroleum
Umsatz je Aktie: 691,21 Cent
Gewinn je Aktie: 23,35 Cent
Umsatzmarge je Aktie: 3,38%

Saturn Oil & Gas
Umsatz je Aktie: 1,8 Cent
Gewinn je Aktie: 0,5 Cent
Umsatzmarge je Aktie: 28,44%

Chartvergleich der letzten 6 Jahre (01.Sept.2013 bis 30. Aug. 2019)

Im beigefügten Chartvergleich sieht man sehr deutlich den Unterschied zwischen einem internationalen Schwergewicht der Ölbranche und dem relativ kleinen unbekannten kanadischen Ölproduzenten.
Während der große "Öl-Tanker" wenig Volatilität aufweist, ist das kleine "Beiboot" dem Wellengang der Börse voll ausgeliefert.
Beide Aktien landen aber nach 6 Jahren im selben Fahrwasser - BP mit 12,87% und Saturn Oil & Gas mit 15% Performance.
Für Entdecker und Schatzsucher lohnt ein tieferer Blick in die Kennzahlen und Unternehmenspräsentation, um sich aktuell einen günstigen Einstieg von 7,30 EuroCent je Aktie zu sichern.
Bei steigenden Notierungen von WTI-ÖL (aktuell $ 55,05) könnte zumindest die Aktie von Saturn Oil & Gas, wie bereits im letzten Jahr gesehen, deutlich besser performen als BP.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Tailerstone Limited sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Tailerstone Limited ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Tailerstone Limited hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Tailerstone Limited sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:


Teure Rohstoffe und Materialien – BP, KWS Saat, Meta Materials

Teure Rohstoffe und Materialien – BP, KWS Saat, Meta Materials

Kommentar vom 23.03.2022 | 05:45

Der nun veröffentlichte Produzentenpreisindex für die Deutsche Wirtschaft lies die Teuerung der Rohstoffe und Materialien auf noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik dagewesene 25,9% p.a. ansteigen. Der Preis von Erdgas führte die Rangliste mit 125,4% p.a. noch vor den allgemeinen Energiepreisen mit 66,5% p.a. an. Diese angeblich (laut EZB Chefin Lagarde) vorrübergehend erhöhte Inflation, beinhaltet aber nur die Zahlen vor der Eskalation des Ukrainekonfliktes. Es scheinen sich die Planer in Berlin und Brüssel etwas vertan zu haben, denn Wirtschaft und Bevölkerung sollten sich nicht erst im kommenden Winter, sondern bereits jetzt warm anziehen. Profitieren werden Unternehmen mit Preissetzungsmacht und die wichtige Materialien für die Wirtschaft noch liefern können.

Zum Kommentar


Verdreifachung mit Ölaktien? -  BP, TotalEnergies, Saturn Oil + Gas Aktie

Verdreifachung mit Ölaktien? - BP, TotalEnergies, Saturn Oil + Gas Aktie

Kommentar vom 17.02.2022 | 05:45

Während die USA den Ukraine-Konflikt befeuert und von einer Eskalation der dortigen Situation via Frackinggas-Exporte nach Europa profitieren würde, schraubt sich der Erdölpreis immer höher. Die Ölsorten Brent und WTI kosten soviel wie seit 5 ½ Jahren nicht mehr und das verteuert über Energiepreise alle Folgeprodukte. Die Chefökonomin der Weltbank, Carmen Reinhart, mahnt an „es besteht die Gefahr einer Stagflation“, und warnt damit vor einem globalen Inflationsschub und widerspricht EZB-Chefin Christine Lagarde. Derweil baut Warren Buffet seine Investments im Ölsegment aus - das scheint wieder einmal die richtige Idee in diesem Umfeld zu sein.

Zum Kommentar


Strom und Rohstoffe immer teurer – BP, RWE, Royal Helium

Strom und Rohstoffe immer teurer – BP, RWE, Royal Helium

Kommentar vom 12.10.2021 | 05:45

Der Technisierungsgrad der Wirtschaft nimmt immer weiter zu damit der Grad an Automatisierung, Mechanisierung und Maschinisierung. Doch allen Bereichen gemein ist der damit zunehmende Bedarf an Rohstoffen und Strom, die durch Verbrauch und/oder Verarbeitung die Arbeit des Menschen vereinfachen oder gar ersetzen können. Viele Rohstoffe sind dabei aus ihrer langjährigen Seitwärtsbewegung ausgebrochen oder notieren bereits auf Mehrjahreshoch. Da dieser Trend nachhaltig andauert, werden Unternehmen aus diesem Segment in den nächsten Jahren sehr viel Geld verdienen.

Zum Kommentar