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06.11.2025 | 05:30

Versteckte Champions außerhalb der KI-Blase – Antimony Resources, BP, K+S AG

  • Antimony Resources
  • BP
  • K+S AG
  • Kali+Salz
Bildquelle: pixabay.com

Immer abstruser werden die Bewertungen im KI-Sektor und nur eine handvoll Unternehmen stehen für den starken Anstieg des S&P 500 und des Nasdaqs. Unternehmen wie Nvidia werden zu 5 Billionen bzw. 5.000 Milliarden USD Marktkapitalisierung gehandelt. Das ist mehr als die gesamte deutsche Volkswirtschaft mit 4,66 Billionen USD im vergangenen Jahr 2024 erwirtschaftet hat. Ob dies noch als nachhaltig gerechtfertigte Bewertung anzusehen ist, muss jeder Investor selber entscheiden und die alte Regel beachten: „Was stark steigt, das fällt meist auch wieder stark!“ Daher sollte ein Blick auf derzeit medial versteckte Champions gerichtet werden:

Lesezeit: ca. 5 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: CA0369271014 , GB0007980591 , DE000KSAG888


 

Antimony Resources – Doppelt so viel Antimon

Noch außerhalb der Mainstream Medien, die derzeit eher über KI-Aktien oder Seltene Erden berichten, findet der Rohstoff Antimon noch viel zu wenig Beachtung. Die Anerkennung für den Rohstoff Antimon gibt es aber vom kanadischen Explorationsunternehmen Antimony Resources (WKN: A414DM | ISIN: CA0369271014 | Ticker-Symbol: K8J0), welches sich auf die Entdeckung neuer Antimon-Vorkommen fokussiert hat. Antimon ist ein unverzichtbarer Grundrohstoff für die Halbleiterindustrie, für die Militärtechnik sowie als Flammschutzmittel. Durch den Zollkonflikt der USA mit anderen Staaten hat sich das Land zunehmend von wichtigen Rohstofflieferanten isoliert.

Daher mussten die USA mit China zuletzt ein Abkommen schließen, denn der dominierende Produzent und Verarbeiter vieler Rohstoffe blieb bei der Verhandlung mit den USA hart. Seiner wirtschaftlichen Führungsrolle bewusst, nutzte China den Exportstopp von diversen Rohstoffen, um die USA an den Verhandlungstisch zu zwingen. Das Resultat wurde letzte Woche bekannt gegeben und die Eskalationsmaßnahmen der beiden Länder wurden auf den Stand von Anfang April 2025 zurückgedreht. Nicht zurückgedreht wurden aber vorher umgesetzte Beschlüsse, wie z. B. die Beschränkung von Antimonexporten und bestimmter Antimonlegierungen. Diese wurden bereits im September 2024 von China eingeführt und führten zu Exportrückgängen allein im ersten Halbjahr 2025 von über 88 %.

Da China über 70 % der weltweiten Antimonproduktion kontrolliert, stiegen die Preise von Antimon an der Börse deutlich. In den letzten 18 Monaten verfünffachten sich die Antimonpreise teils signifikant. Daher sollten Unternehmen wie die Kanadier von Antimony Resources genauer unter die Lupe genommen werden. Das in der kanadischen Provinz New Brunswick aktive Unternehmen hat sich auf das Bald Hill Projekt konzentriert, das sich auf dem Gelände der einzigen nordamerikanischen Antimonproduktionsstätte befindet. Das 1.100 ha große Projektgebiet ist für seine hochgradigen Antimonvorkommen vor allem bei Insidern bekannt. Diese Woche stellte das Unternehmen auch seinen NI-43-101 konformen technischen Bericht vor. In ca. 2.700.000 t Gestein dürften zwischen 3,0 % bis 4,0 % Antimon enthalten sein. Bei einem kommenden Abbau entspricht dies ca. 81.000 bis 108.000 t Antimon. Das ist mehr als doppelt so viel wie der letzte technische Bericht aus 2010 auswies.

Nach dem ersten Bohrprogramm über 16 Bohrlöcher konnten in 12 Bohrlöchern hochgradige Antimonvorkommen nachgewiesen werden. Diese reichten von Adern mit 2,76 % Antimonanteilen bis hin zu 14,91 % haltigen Antimonabschnitten. Um den industriellen Bedarf in Nordamerika wieder zügig mit nordamerikanischem Antimon decken zu können, hat das Unternehmen bereits das zweite Bohrprogramm gestartet. In diesem werden mind. 6.000 m Bohrungen vorgenommen und es soll das aufgespürte Vorkommen nach Norden und Süden erweitern.

Der CEO von Antimony Resources, Jim Atkinson, äußerte sich zum zweiten Bohrprogramm wie folgt: „Die Bohrungen in Bald Hill haben begonnen und werden über 6.000 Bohrmeter umfassen. Ein Teil des Programms wird sich an einem vor kurzem fertiggestellten 3D-Modell orientieren, das es uns auch ermöglicht, Bereiche zu ergänzen, in denen Informationslücken vorhanden sind. Durch unsere jüngsten Bohrungen wurde die Hauptzone um über 100 Meter nach Südosten und in eine Tiefe von mindestens 400 Metern erweitert, wodurch das Potenzial der Lagerstätte erheblich gesteigert wurde; wir werden weitere Bohrungen durchführen, um die Mineralisierungszone zu erweitern. Mithilfe unseres Programms können wir die Bohrlochdichte ermitteln, die wir zur Berechnung einer Mineralressource benötigen.“

K+S AG Neutral bis Verkaufen

Die Aktie des deutschen Düngemittelproduzenten K+S AG (WKN: KSAG88 | ISIN: DE000KSAG888 | Ticker-Symbol: SDF) kommt weiterhin nicht zu Ruhe. Notierte die Aktie im Dezember 2024 bei 10,29 EUR, so konnte sie zwischenzeitlich bis Juni 2025 auf 17,07 EUR ansteigen. Doch die gedachte Trendwende stellte sich bloß als kurzes Aufbäumen der Optimisten dar, die alsbald wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt worden sind. Mittlerweile notiert die Aktie mit 10,95 EUR nur noch knapp oberhalb des zwölf Monatstiefs.

Da sich die Kalipreise zwar leicht erholten, aber das Risiko künftig sinkender Nachfrage weiterhin mitschwingt, sieht der Analyst Tristan Lamotte von der Deutschen Bank die Aktie nur als „Verkaufen“. Das Kursziel von 11,00 EUR wurde beibehalten, aber bei sinkenden Kalipreisen würde sich auch der Barmittelzufluss weiter verringern. Etwas positiver ist dagegen Analystin Angelina Glazova von JPMorgan. Sie sieht einen Preis von 13,00 EUR als gerechtfertigt an und stuft die Aktie zumindest mit „neutral“ ein. Der Ausblick für das operative Ergebnis (EBITDA) hat sich leicht erhöht, weil sich das Unternehmen mehr zu Spezialprodukten hin entwickelt, die eine höhere Marge für Kali + Salz bedeuten.

BP hebt Prognose an

Der Aktienkurs des britischen Ölkonzerns BP (WKN: 850517 | ISIN: GB0007980591 | Ticker-Symbol: BPE5) konnte sich seit dem Apriltief bei 3,79 EUR wieder deutlich erholen und notierte zuletzt bei 5,16 EUR je Aktie. Ein Anstieg von 36 % innerhalb der letzten 6 Monate. Der Anstieg spiegelte sich auch bei den in dieser Woche verkündeten Quartalszahlen wider. So legte der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 5,3 Mrd. USD zu.

Die Neuausrichtung des Konzerns wieder Richtung fossiler Ertragsquellen seit Jahresanfang zeigt Wirkung und auch das Desinvestitionsprogramm kommt gut bei den Aktionären an. Insgesamt will das Unternehmen bis 2027 rund 20 Mrd. USD durch Teilverkäufe erzielen. Am Montag konnte die Unternehmensführung bereits bekannt geben, dass die Minderheitsbeteiligung an US-Pipelines in den Gebieten Permian und Eagle Ford für 1,5 Mrd. USD an den Finanzinvestor Sixth Street verkauft werden konnte.

Die Unternehmensführung um Konzernchef Murray Auchincloss kündigte zudem an, bis zum Ende des ersten Quartals 2026 bis zu 750 Mio. USD in Aktienrückkäufe und damit die Hälfte des Verkaufs der vorgenannten Minderheitsbeteiligung zu investieren. Die Aktie erreichte unterdessen ein Kursniveau von 5,16 EUR und notiert damit nur noch 9 % unter dem Jahreshoch von 5,65 EUR.

Der Analyst Henry Tarr bestätigte daraufhin gestern die Empfehlung der Privatbank Berenberg mit „Buy“ und erhöhte das Kursziel von 490 Pence (5,57 EUR) auf 525 Pence (5,97 EUR).

Fazit

Die Rohstoffaktien rücken im Zuge des KI-Hypes immer stärker in das Blickfeld der Investoren. Sie ziehen Gelder aus den scheinbar überbewerteten Märkten ab und schichten diese zugunsten des Rohstoffsektors um. Davon profitieren Unternehmen wie BP bereits, während Kali + Salz durch die schwache Nachfrage nach Düngemitteln noch nicht in den Fokus der Investoren gerückt ist. In das Blickfeld der ersten Investoren ist dagegen Antimony Resources gerückt. In Nordamerika gibt es derzeit kein vergleichbares Unternehmen mit der Spezialisierung auf den begehrten Rohstoff Antimon und als Pure Play bietet die Aktie ein interessantes Chancen-Risiko-Profil.



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