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23.09.2020 | 05:45

Brisante Geldwäsche, Skandalbank und leere Staatskassen – FinCEN Papiere – Wirecard, Deutsche Bank, BIGG Digital Assets, Twitter

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„Pecuia non olet bzw. Geld stinkt nicht“, diese Redewendung geht auf den römischen Kaiser Vespasian zurück, der auf Grund leerer Staatskassen eine Latrinensteuer auf die Nutzung öffentlicher Toiletten einführte. Auch heutzutage ist die Staatskasse leer und die Kreativität des Gesetzgebers wird in den nächsten Jahren wieder deutlich zunehmen, um an das Geld der Unternehmer und Bürger zu kommen. Doch auch die Geschäftswelt, insbesondere international agierende Banken, sind kreativ, wenn es darum geht, unversteuerte oder illegal erworbene Gelder zu „waschen“. Zwar verbietet es der Gesetzgeber, aber dennoch hat so manch Bankvorstand seinen persönlichen Preis, der ihn wankelmütig werden lassen kann.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Wirecard, Aktif Bank, türkische Regierung und die Porno-Industrie

Die sogenannten FinCEN Files (Financial Crimes Enforcement Network) bringen mehr Licht in das Dunkle der weltweiten Verstrickungen von Wirecard (WKN: A2PS9W ISIN: CA0898041086 Ticker: 7111) mit anderen dubiosen Marktteilnehmern. Dabei beinhalten die als geheim eingestuften Dokumente des US-Finanzministeriums, dass wohl gerade türkischen Unternehmen und Banken eine bedeutende Rolle bei der Geldwäsche zu steht. Der insolvente deutsche Finanzdienstleister Wirecard soll dabei u.a. eine Schlüsselrolle für die türkische Aktif Bank gespielt haben. Diese gehört zur Calik Holding, einer der größten Konzerne der Türkei. Das besonders Brisante daran ist, dass viele verdächtige Transaktionen in dem Zeitrahmen getätigt worden sind, als der Hauptgeschäftsführer Berat Albayrak hieß.
Kommt ihnen der Name bekannt vor?
Nein? Es handelt sich dabei um den derzeitigen Finanzminister der Türkei, der zudem auch Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ist.
Dass die Verwicklung der Geldwäsche über Wirecard bis hin zur höchsten politischen Ebene der Türkei führt, ist schon erstaunlich. Erstaunlich auch deswegen, weil sich der türkische Präsident doch als islamisch-konservativ ausgibt, während Wirecard viele Geschäfte mit Kunden aus der Porno- und Glückspielbranche abgewickelt hat.

Skandalbank Deutsche Bank ist Spitzenreiter

Keine Bank in Deutschland ist bisher weltweit zu höheren Strafen verdonnert worden als die Deutsche Bank (WKN: 514000 ISIN: DE0005140008 Ticker: DBK). Kein gesetzliches oder steuerrechtliches späteres Fettnäpfchen wurde ausgelassen, sofern damit im jeweiligen Hier und Jetzt viel Geld verdient werden konnte. Doch irgendwann fiel auch den Finanzministerien und Aufsichtsbehörden in den verschiedensten Ländern auf, dass die international agierende Deutsche Bank keine weiße Weste bei grenzüberschreitenden Transaktionen hat/hatte. Auch einst gemachte Werbe- und Compliance-Botschaften entpuppten sich im Laufe der Zeit als reines Marketinggeschwätz.
Bei den geleakten Verdachtsmeldungen der FinCEN Files steht die Deutsche Bank mit 62 Prozent aller Verdachtsmeldungen des US-Finanzministeriums an einsamer Spitzenposition.
Die Compliance-Beauftragten der Banken meldeten zwischen 1999 und 2017 verdächtige Transaktionen im Wert von über zwei Billionen US-Dollar. 1,3 Billionen US-Dollar entfielen dabei auf die Deutsche Bank. Bereits 2015 stimmte die Deutsche Bank einer Strafzahlung an das US-Finanzministerium in Höhe von 258 Millionen US-Dollar zu, weil die Deutsche Bank US-Sanktionen in Höhe von fast elf Milliarden US-Dollar unterlaufen hat.

Lösungsorientierter Geldwäscheansatz Blockchain – BIGG Digital Assets

All die potentiellen Probleme von verdächtigen Geldtransaktionen hat das kanadische Unternehmen BIGG Digital Assets bereits via Blockchain gelöst.
Ob es sich um nationale oder internationale Konzerne in Verbindung mit korrupten Regierungen, über Geldwäsche aus dem Menschenhandel, Drogen- und Waffenhandel oder Cyberkriminalität handelt; BIGG Digital Assets hat mit dem eigens entwickelten Programm QLUE die Lösung gefunden.
Dabei ermöglicht das Softwareunternehmen den Ermittlern sehr schnell und zuverlässig, aber vor allem auch visuell, der Spur des Geldes zu folgen. „Follow the Money“ ist dabei der Markenkern des Unternehmens. Dabei werden sämtliche Bitcoin- und Ethereum-Transaktionen per Track & Trace markiert und damit entsteht die lückenlose Rückverfolgbarkeit. Das überzeugte auch das U.S. Department of Homeland Security sowie das U.S. Department of Justice und arbeiten seit 2018 mit BIGG Digital Assets zusammen.
Auch konnte das Unternehmen den Twitter Hack von Elon Musk, Barack Obama und die anderen gehackten Accounts vom 15. Juli 2020 - inklusive der gestohlenen Bitcoins - bereits einen Tag später entschlüsseln und der Weltöffentlichkeit zur Verfügung stellen.
Dieses börsennotierte Unternehmen sollte sich jeder einmal genauer anschauen, denn in den letzten fünf Wochen ist die Aktie wieder etwas zurückgekommen und könnte in einer zunehmend digitaler werdenen Welt für mehr Transparenz bei Geldtransaktionen sorgen.

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Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Auch wenn sich die schwergewichtigen Techaktien wie Amazon, Apple, Nvidia und Co. trotz ihrer hohen Marktkapitalisierungen in den letzten 7 Monaten teilweise mehr als verdoppelt haben, scheint nun für die Highflyer die Luft dünner zu werden. Gewinnmitnahmen setzen den Kursen zu. Die realisierten Gewinne und die Liquidität suchen nun neue Anlagemöglichkeiten. Hauptprofiteur dieser Umschichtung scheint die Welt der digitalen Assets zu werden. Unternehmen mit Fokussierung auf diesen Sektor konnten in den letzten Wochen zulegen und klassische Branchen wie den arg gebeutelten Bankensektor outperformen. Doch auch hier gibt es scheinbar wieder ein Lichtblick.

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Das führt aber nur zu einer Verbesserung der Finanzkennzahlen, wenn mit dem bisherigen Geschäftsmodell auch Geld verdient wird und weiter verdient werden kann. Daher ist für Anleger immer die Frage zu stellen; Ist das Geschäftsmodell von heute auch noch in der Zukunft profitabel? Hilft eine Fusion wenn das Geschäftsmodell krankt?

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