Menü

23.09.2020 | 05:45

Brisante Geldwäsche, Skandalbank und leere Staatskassen – FinCEN Papiere – Wirecard, Deutsche Bank, BIGG Digital Assets, Twitter

  • Deutsche Bank
  • wirecard
  • bigg digital assets
Bildquelle: pixabay.com

„Pecuia non olet bzw. Geld stinkt nicht“, diese Redewendung geht auf den römischen Kaiser Vespasian zurück, der auf Grund leerer Staatskassen eine Latrinensteuer auf die Nutzung öffentlicher Toiletten einführte. Auch heutzutage ist die Staatskasse leer und die Kreativität des Gesetzgebers wird in den nächsten Jahren wieder deutlich zunehmen, um an das Geld der Unternehmer und Bürger zu kommen. Doch auch die Geschäftswelt, insbesondere international agierende Banken, sind kreativ, wenn es darum geht, unversteuerte oder illegal erworbene Gelder zu „waschen“. Zwar verbietet es der Gesetzgeber, aber dennoch hat so manch Bankvorstand seinen persönlichen Preis, der ihn wankelmütig werden lassen kann.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: DE0005140008


 

Wirecard, Aktif Bank, türkische Regierung und die Porno-Industrie

Die sogenannten FinCEN Files (Financial Crimes Enforcement Network) bringen mehr Licht in das Dunkle der weltweiten Verstrickungen von Wirecard (WKN: A2PS9W ISIN: CA0898041086 Ticker: 7111) mit anderen dubiosen Marktteilnehmern. Dabei beinhalten die als geheim eingestuften Dokumente des US-Finanzministeriums, dass wohl gerade türkischen Unternehmen und Banken eine bedeutende Rolle bei der Geldwäsche zu steht. Der insolvente deutsche Finanzdienstleister Wirecard soll dabei u.a. eine Schlüsselrolle für die türkische Aktif Bank gespielt haben. Diese gehört zur Calik Holding, einer der größten Konzerne der Türkei. Das besonders Brisante daran ist, dass viele verdächtige Transaktionen in dem Zeitrahmen getätigt worden sind, als der Hauptgeschäftsführer Berat Albayrak hieß.
Kommt ihnen der Name bekannt vor?
Nein? Es handelt sich dabei um den derzeitigen Finanzminister der Türkei, der zudem auch Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ist.
Dass die Verwicklung der Geldwäsche über Wirecard bis hin zur höchsten politischen Ebene der Türkei führt, ist schon erstaunlich. Erstaunlich auch deswegen, weil sich der türkische Präsident doch als islamisch-konservativ ausgibt, während Wirecard viele Geschäfte mit Kunden aus der Porno- und Glückspielbranche abgewickelt hat.

Skandalbank Deutsche Bank ist Spitzenreiter

Keine Bank in Deutschland ist bisher weltweit zu höheren Strafen verdonnert worden als die Deutsche Bank (WKN: 514000 ISIN: DE0005140008 Ticker: DBK). Kein gesetzliches oder steuerrechtliches späteres Fettnäpfchen wurde ausgelassen, sofern damit im jeweiligen Hier und Jetzt viel Geld verdient werden konnte. Doch irgendwann fiel auch den Finanzministerien und Aufsichtsbehörden in den verschiedensten Ländern auf, dass die international agierende Deutsche Bank keine weiße Weste bei grenzüberschreitenden Transaktionen hat/hatte. Auch einst gemachte Werbe- und Compliance-Botschaften entpuppten sich im Laufe der Zeit als reines Marketinggeschwätz.
Bei den geleakten Verdachtsmeldungen der FinCEN Files steht die Deutsche Bank mit 62 Prozent aller Verdachtsmeldungen des US-Finanzministeriums an einsamer Spitzenposition.
Die Compliance-Beauftragten der Banken meldeten zwischen 1999 und 2017 verdächtige Transaktionen im Wert von über zwei Billionen US-Dollar. 1,3 Billionen US-Dollar entfielen dabei auf die Deutsche Bank. Bereits 2015 stimmte die Deutsche Bank einer Strafzahlung an das US-Finanzministerium in Höhe von 258 Millionen US-Dollar zu, weil die Deutsche Bank US-Sanktionen in Höhe von fast elf Milliarden US-Dollar unterlaufen hat.

Lösungsorientierter Geldwäscheansatz Blockchain – BIGG Digital Assets

All die potentiellen Probleme von verdächtigen Geldtransaktionen hat das kanadische Unternehmen BIGG Digital Assets bereits via Blockchain gelöst.
Ob es sich um nationale oder internationale Konzerne in Verbindung mit korrupten Regierungen, über Geldwäsche aus dem Menschenhandel, Drogen- und Waffenhandel oder Cyberkriminalität handelt; BIGG Digital Assets hat mit dem eigens entwickelten Programm QLUE die Lösung gefunden.
Dabei ermöglicht das Softwareunternehmen den Ermittlern sehr schnell und zuverlässig, aber vor allem auch visuell, der Spur des Geldes zu folgen. „Follow the Money“ ist dabei der Markenkern des Unternehmens. Dabei werden sämtliche Bitcoin- und Ethereum-Transaktionen per Track & Trace markiert und damit entsteht die lückenlose Rückverfolgbarkeit. Das überzeugte auch das U.S. Department of Homeland Security sowie das U.S. Department of Justice und arbeiten seit 2018 mit BIGG Digital Assets zusammen.
Auch konnte das Unternehmen den Twitter Hack von Elon Musk, Barack Obama und die anderen gehackten Accounts vom 15. Juli 2020 - inklusive der gestohlenen Bitcoins - bereits einen Tag später entschlüsseln und der Weltöffentlichkeit zur Verfügung stellen.
Dieses börsennotierte Unternehmen sollte sich jeder einmal genauer anschauen, denn in den letzten fünf Wochen ist die Aktie wieder etwas zurückgekommen und könnte in einer zunehmend digitaler werdenen Welt für mehr Transparenz bei Geldtransaktionen sorgen.

Dieses Angebot schon umgesetzt? Bei Smartbroker sind Aktien ab 0,00 EUR pro Order und ohne Depotgebühr in Deutschland handelbar.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:


Wie geht es weiter? - Deutsche Bank, Commerzbank, wallstreet:online AG

Wie geht es weiter? - Deutsche Bank, Commerzbank, wallstreet:online AG

Kommentar vom 20.07.2021 | 05:45

Der Wandel durch die Digitalisierung geht unvermindert weiter und die Niedrigzinsen haben das ursprünglich lukrative Geschäftsmodell der Fristentransformation zu einem Risikogeschäft mit kleiner werdender Marge gemacht. Hier greift das Sprichwort: „Viele Köche verderben den Brei“, denn zahlreiche Banken haben sich auf das Kreditgeschäft mit „Häuslebauern“ gestürzt und damit die Zinsmarge durch den starken Wettbewerb gedrückt. Lag die Zinsmarge z.B. bei über zehnjährigen Kreditverträgen im Dezember 2020 noch bei ca. 1,03 %, so sank diese im April 2021 auf nur noch 0,7% p.a.. Statt auf Wachstum zu setzen, müssen gerade die Geschäftsbanken Kosten eindampfen.

Zum Kommentar


Aktuelle Analyse zu Bitcoin, Ethereum, Cardano, Bigg Digital Assets - BTCUSD, ETHUSD, ADABTC, ADAUSD

Aktuelle Analyse zu Bitcoin, Ethereum, Cardano, Bigg Digital Assets - BTCUSD, ETHUSD, ADABTC, ADAUSD

Kommentar vom 17.07.2021 | 12:30

Heute soll es darum gehen, wie der aktuelle Stand bei den Kryptowährungen ist und welche möglichen Alternativen u.a. bei den Haupthandelspaaren bestehen. Das ist im Moment wichtig um mögliche Zielzonen zu ermitteln und um dann entsprechend im weiteren Verlauf einen schlüssigen Fahrplan zu entwickeln. Das Innnehalten und die Standortbestimmung ist oft meist wichtiger als in puren Aktionismus zu verfallen.

Zum Kommentar


Gewinne und Wachstum sind gefragt - Deutsche Bank, PayPal, wallstreet:online AG

Gewinne und Wachstum sind gefragt - Deutsche Bank, PayPal, wallstreet:online AG

Kommentar vom 17.06.2021 | 12:50

Die durch die Corona-Krise hervorgerufenen Veränderungen, haben viele Unternehmen weltweit in Schieflage gebracht. Durch diverse Rettungspakete und gigantische Schuldenberge konnten die massiven Herausforderungen bisher noch „überdeckt“ werden. Wer sich als Unternehmen aber nicht auf Veränderungen, allen voran die Digitalisierung, einlässt und im Unternehmen nicht umsetzt, wird in den nächsten Jahren den Markt verlassen und die Marktanteile den Wettbewerbern überlassen müssen. Welche Unternehmen sind dafür gut aufgestellt und bieten aktuell lukrative Chancen?

Zum Kommentar