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06.04.2023 | 05:45

Heißer Trendwechsel – Desert Gold, Deutsche Bank, Tui Aktie

  • Desert Gold
  • Deutsche Bank
  • TUI AG
Bildquelle: pixabay.com

Mit 15.740 Punkte erreichte der Deutsche Aktienindex DAX40 am Dienstag ein neues Jahreshoch, verlor im gestrigen Handel wieder 300 Punkte und konnte den Börsentag mit 15.530 Punkten schließen. Endet nun die seit 20. März 2023 laufende Aufwärtsbewegung schon wieder und rutschen die Märkte wieder innerhalb einer Korrektur deutlich ab oder ist der Trendwechsel nachhaltig? Während die Lage im DAX40 trotz weggewischter Rezessionsängste noch nicht ganz klar ist, nimmt die Aufwärtsbewegung am Goldmarkt weiter Fahrt auf.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008 , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG000


 

Gold am Allzeithoch – Desert Gold vor Turnaround

Der Goldpreis nahm im Zuge der Bankenpleite in den USA und der Rettung der Credit Suisse in der Schweiz in den vergangenen vier Wochen deutlich an Fahrt auf. Um mehr als 200 USD stieg der Preis je Unze in diesem Zeitraum an und notierte mit 2.020 USD je Unze zuletzt oberhalb der Schallmauer von 2.000 USD. Damit fehlen nur noch knapp 50 USD zum Allzeithoch, das im August 2020 bei 2.075,28 USD ausgebildet worden ist. Der Vertrauensverlust in das Finanz- und Bankensystem treibt damit die Anleger wieder in den seit Jahrtausenden funktionieren Sicherheitshort oder wie es John Meynard Keynes 1924 abwertend sagte, „ein Barbarischer Relikt“. Doch statt Abwertung wertet es immer weiter auf und das treibt auch die Nachfrage nach Goldproduzenten wie Barrick Gold, Newmont & Co. Doch die Unternehmen in dritter und vierter Reihe hat bisher noch kaum einer im Fokus doch wenn sich das ändert, geht dort die Post ab.

Gerade im Goldexplorersegment sind viele Aktien in den vergangenen zweieinhalb Jahren massiv unter Druck geraten. Konnte in 2020 sich viele Goldexplorer nach Anstieg des Goldpreises zum Allzeithoch vervielfachen, so wurde diese Übertreibung in den vergangenen Jahren komplett abgebaut. Doch das Momentum in dem Marktengen Segment nimmt seit Tagen zu und das sollte Goldexplorerunternehmen wie z.B. Desert Gold Ventures Inc. (WKN: A14X09 / ISIN: CA25039N4084 / Symbol: DAUGF), zu Kursvervielfachern machen. Das Unternehmen besitzt dabei mit seinem SMSZ-Projekt in Westafrika eine sehr interessant Goldliegenschaft, die in derselben Goldverwerfungszone liegt wie die Goldminen von Allied Gold (Yatela, Sadiola), Barrick Gold (Gounkoto, Loulo) oder auch von B2 Gold (Fekola). Desert Gold hat bereits in den Kategorien gemessen und angezeigt sowie den abgeleitete Mineralressourcen bereits über 1 Mio. Unzen im Bestand. Doch nach Marktkapitalisierung des Unternehmens werden diese gerade einmal mit 6,25 USD je Bodenunze Gold bewertet, obwohl bei Übernahmen in Westafrika 80 bis 100 USD bezahlt werden. Sollte der Goldmarkt daher weiter aufwärts tendieren, dürfte die Unterbewertung bei Desert Gold wie auch bei anderen Goldexplorern abgebaut werden und zu deutlich anziehenden Kursen führen.

TUI AG, kommt die Trendwende?

Der Reiseveranstalter aus Hannover ist nach Beginn der Kapitalerhöhungsphase massiv unter Druck geraten. Zwar hatte der Vorstand der TUI AG (WKN: TUAG50 ISIN: DE000TUAG505 Ticker-Symbol: TUI1) die geplante Kapitalerhöhung lang und breit angekündigt, aber die massive Verwässerung der Altaktionäre sowie der geplante Ausgabekurs der neuen Aktien zu 5,55 EUR drückt nun massiv auf den Kurs der Aktie. Damit ist das Ziel des Aktienkurses der TUI AG mit Bekanntgabe des Preises der Neuaktien auch bereits als Haltezone ausgegeben und da sollte sich der Kurs in der Nachosterwoche auch einpendeln.

Ziel des frischen Eigenkapitals in Höhe von 1,8 Mrd. EUR ist die Rückzahlung der im Zuge der Coronakrise erhaltenen Staatshilfen. Nach den politischen motivierten Lockdowns in 2020 und dem damit verbundenen Reiseverbot stützte der deutsche Staat das Reiseunternehmen mit 1,3 Mrd. EUR an stillen Einlagen sowie einem drei Mrd. EUR umfassenden KfW-Kredit. Durch die Rückzahlung der stillen Einlage zzgl. Aufschlag würde der deutsche Staat eine um 500 Mio. EUR höhere Rückzahlung erhalten und damit das Kapital des Steuerzahlers mit ca. 11,5 % verzinst worden sein. Damit wäre aber auch das Mitbestimmungsrecht von Berlin bei der TUI AG wieder herausgekauft, auch wenn dies den bisherigen Anteilseignern teuer zu stehen bekommt. Interessant dürfte die Aktie daher erst wieder mit Erreichen des Zielbereiches von 5,55 EUR sein. Vorher sollten Investoren bei der Aktie nicht zugreifen und besser an der Seitenlinie verweilen.

Kursverdopplung bei der Deutsche Bank?

Im Zuge der Bankenkrise stürzte die Aktie der Deutsche Bank (WKN: 514000 ISIN: DE0005140008 Ticker-Symbol: DBK) seit Anfang März 2023 von 11,66 EUR in der Spitze bis auf 7,95 EUR im Tief ab. Erst im Zuge der Rettung der Credit Suisse durch die UBS und der Kapitalspritze der Schweizer Notenbank erholte sich die Aktie der Deutschen Bank wieder und notiert nun wieder mit 9,25 EUR etwas freundlicher. Die Bilanzkennzahlen des Unternehmens aus Frankfurt sind dabei seit dem Christian Sewing den CEO-Posten übernommen hat, stetig besser geworden und das Erkennen sogar die Analystenteams der Wettbewerber an.

Die Experten von Berenberg sehen aufgrund der Entwicklung ein Kursziel von 11 EUR als gerechtfertigt, während die US-Investmentbank Goldman Sachs am gestrigen Tag das Kursziel sogar um 0,10 EUR auf 19,50 EUR erhöhte. Vom aktuellen Kursniveau wäre das eine Kursverdopplung. Goldman Sachs hält die überdurchschnittlichen Kursverluste in der Bankenbranche für übertrieben und der Analyst Chris Hallam verweist neben der höheren Zinsmarge für Banken auch auf die insgesamt höheren Erträge der Deutschen Bank im Privatkundengeschäft.



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