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03.01.2022 | 05:45

Cannabis Legalisierungen voraus? Aurora Cannabis, Ayurcann Holdings, Tilray Aktie

  • Aurora Cannabis
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Bildquelle: pixabay.com

Als vor gut drei Jahren nochmals ein Hype um Cannabis entstanden ist, konnten sich die meisten Investoren nicht vorstellen, wie es zu Beginn 2022 aussieht. Nichts davon ist mehr übriggeblieben und die Branche bzw. die Aktienkurse befinden sich, vorsichtig formuliert, in einer schweren Konsolidierung. Dabei soll doch der weltweite Cannabismarkt nach Einschätzung der Experten bis 2026 auf über 100 Milliarden USD wachsen. Doch die Hoffnungen auf eine einheitliche Entkriminalisierung bzw. Legalisierung in allen Bundestaaten der USA wurden wiederholt auch unter der Biden Administration enttäuscht. Doch weltweit ist die Legalisierung auf dem Vormarsch, so dass die tiefen Kurse nun langsam wieder interessant werden dürften, gerade wenn die neue Bundesregierung den Cannabis-Markt in Deutschland legalisieren will.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: AURORA CANNABIS | CA05156X8843 , AYURCANN HOLDINGS CORP | CA05476A1012 , TILRAY INC. CL.2 DL-_0001 | US88688T1007


 

Kanadas profitabler Vorreiter – Ayurcann Holdings

In Kanada ist der Cannabisgenuss bereits seit 2018 legalisiert. Das kanadische Unternehmen Ayurcann Holdings (WKN: A3ET06 ISIN: CA05476A1012 Ticker: 3ZQ0) mit Sitz in Pickering, Kanada ist ein führendes Cannabisextraktionsunternehmen in Kanada. Der Schwerpunkt liegt auf der Bereitstellung und Entwicklung kundenspezifischer Prozesse und Produkte. Wichtig ist dabei das unbedingte Einhalten der pharmazeutischen Qualität für den Gebrauch durch Erwachsene und die medizinische Cannabisindustrie. Ayurcann konzentriert sich auf die Nachernteanforderungen der lizenzierten Cannabisproduzenten.

Das Unternehmen bietet sogenannten „White-Label“ Lösungen einschließlich Extraktion & Verfeinerung, Formulierung & Verpackung sowie die Auslieferung an. Dies erfolgt für die Partnerunternehmen über den lizensierten Ayurcann Marketplace für Arzneimittel. Mit einer Vielzahl von Arzneimitteln von lizenzierten Herstellern stellt Ayurcann sicher, dass jeder das richtige Medikament entsprechend seinen individuellen Bedürfnissen erhält. Durch das digitalisierte Geschäftsmodell wachsen die Umsätze und Gewinne stetig, was ein Investment in das cashflow-postiven Unternehmen im Vergleich zum Wettbewerb mehr als rechtfertigt.

Solide trotz Abverkauf? – Tilray

Das kanadisches Pharma- und Cannabisunternehmen Tilray (WKN: A2JQSC ISIN: US88688T1007 Ticker: TLRY) hat seinen Sitz in Nanaimo in British Columbia hat. Die Kanadier sind global aufgestellt mit Niederlassungen u. a. in Australien und Neuseeland, Deutschland, Portugal und Lateinamerika. Tilray war einer der ersten Unternehmen in der Cannabisbranche, welche die „Good Manufacturing Practices“ (GMP)-Zertifzierung erhält. Dieser Goldstandard im Cannabissektor ist voraussetzung für den Export in andere Länder. Mittlerweile liefern die Kanadier das medizinische Cannabis in 18 Ländern auf 5 Kontinenten.

Durch die Größe und Erfahrung von Tilray sowie einer stabilen Rentabilität im Vergleich zu den Mitbewerbern hat das Unternehmen einen Wettbewerbsvorsprung vor der Konkurrenz und das macht einen Einstieg für Investoren nun langsam wieder attraktiver. Da sich bei Tilray der Aktienkurs um fast 90 % in 2021 reduziert hat, ist daher ein gewisses Aufholpotential gegeben. Dafür sollte die Bodenbildungsphase beobachtet werden, um zum richtigen Zeitpunkt einzusteigen.

Ab 2023 profitabel? – Aurora Cannabis

Ebenfalls in Kanada sitzt das Unternehmen Aurora Cannabis Inc. (WKN: A2P4EC ISIN: CA05156X8843 Ticker: 21P1). Der Produzent von Cannabis und medizinischem Marihuana operiert aber vom Standort Edmonton aus, der Provinzhauptstadt von Alberta. Das weltweit aufgestellte Unternehmen gehört zusammen mit Tilray zu den größten Konzernen der Branche. Analysten erwarten für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 deutlich bessere Zahlen als für 2020. Dennoch ist Aurora Cannabis von einer soliden Bilanz bzw. entsprechendem Cashflow im Vergleich zu Ayurcann weit entfernt. Hinzu kommen noch Schulden in Höhe von mehr als 400 Mio. USD. Die Marktkapitalisierung von Aurora Cannabis hat auch deswegen in 2021 von 15 € je Aktie etwa 70 % verloren. Für einen eventuellen Einstieg in diese Aktie, sollte eine Bodenbildung des Aktienkurses abgewartet werden. Idealerweise findet diese zusammen mit Divergenzen des Relativen-Stärken-Index auf Tagesbasis statt.


Fazit

Der ‘Global Cannabis Report‘ des Marktforschungsinstitutes Prohibition Partners sieht weiterhin erhebliches Wachstumspotential sowohl auf den aktuell wichtigsten Märkten wie Kanada und die USA als auch Israel und Australien. Sollte auch die Bundesregierung laut Koalitionsvertrag den ‘Cannabisgebrauch‘ in Deutschland legalisieren, entsteht ein weiterer sehr interessanter Milliardenmarkt. Hiermit wäre schon im Laufe diesen Jahres zu rechnen und könnten die charttechnische Bodenbildungsphase fundamental begründen. Somit laden die größtenteils massiv gefallenen Aktienkurse der Cannabis-Werte nach sorgfältiger Auswahl zu einem potentiellen Einstieg im neuen Jahr 2022 ein!


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