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29.03.2021 | 05:45

Chancen ergreifen! - PayPal, wallstreet:online AG, Piraeus Financial Holdings

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Bildquelle: pixabay.com

Die durch die Corona-Krise hervorgerufenen Veränderungen haben viele Unternehmen weltweit in Schieflage gebracht. Durch diverse Rettungspakete und gigantische Schuldenberge konnten die massiven Herausforderungen bisher noch „gedeckt“ werden. Wer sich als Unternehmen aber nicht auf diese Veränderungen, allen voran die Digitalisierung, einlässt und diese im Unternehmen nicht umsetzt, der wird in den nächsten Jahren den Markt verlassen und die Marktanteile den Wettbewerbern überlassen müssen. Welche Unternehmen sind dafür gut aufgestellt und bieten lukrative Chancen?

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann
ISIN: US70450Y1038 , DE000A2GS609 , GRS014003024 , US7242494042


 

wallstreet:online AG – investieren lohnt sich

Bereits Ende 2019 legte die wallstreet:online AG (WKN: A2GS60 ISIN: DE000A2GS609 Ticker: WSO1) den Grundstein für das starke Wachstum für 2020 und 2021. Im Herbst 2019 stellte die Geschäftsführung den Smart Broker vor und führte diesen in Lichtgeschwindigkeit zu einem der besten Onlinebroker Deutschlands ein.

Mit den bekannten hauseigenen Finanzportalen wie Börsennews, Ariva, wallstreet:online, finanznachrichten und auch dem Smart Investor, konnten sehr schnell Teile der deutschen Finanzcommunity als Neukunden gewonnen werden. Kostenfreie Order ab 500 Euro und viele andere Vorteile trafen den Nerv der Anleger und Aktiensparer. Über 110.000 Kunden vertrauen bereits auf den SmartBroker und das 2021er Jahresziel von 120.000 Kunden dürfte wohl bereits im zweiten Quartal 2021 erreicht sein. Auch gab es keinerlei Aussetzung des Handels von Aktien wie Gamestop & Co. im Vergleich zu Wettbewerbern wie Trade Republic.

SmartBroker hat zudem auch die Preisführerschaft bei Fonds- und ETF-Sparplänen von der IngDiba übernommen. Einzig der Handel mit CFDs lässt laut Feingold-Research noch zu wünschen übrig. Da das Unternehmen aber auch 2021 kräftig in die Weiterentwicklung investiert, werden sich diese Investitionen auf den zukünftigen Cash-Flow positiv auswirken. Da sich die Aktie des Wachstumsunternehmen wallstreet:online AG gerade in einer Konsolidierungsphase befindet, sollten Kursrücksetzer im Bereich von 13 bis 18 Euro zum mittelfristigen Positionsaufbau genutzt werden.

Piraeus Financial Holdings – Kapitalerhöhung

Die Piraeus Financial Holdings (WKN: A2DVJE ISIN: GRS014003024 Ticker: BKP6) ist neben dem Hellenic Financial Stability Fund (HFSF) einer der Hauptgesellschafter der Piraeus Bank und gehört damit indirekt zu den vier größten Kreditgebern Griechenlands. Am Freitag, den 26.03.2021, gab die Piraeus Bank bekannt, eine Eigenkapitalerhöhung durchzuführen. Durch die Neuausgabe von Aktien sollen ca. 1 Milliarde Euro beschafft werden. Dies muss aber noch von der Aktionärsversammlung am 07. April 2021 bestätigt werden.

Das Kapital wird benötigt, um die Transformation der Bank weiter voranzutreiben. Abschreibungen auf ausgefallene Kredite in 2020 haben die Eigenkapitalbasis der Bank schrumpfen lassen und diese soll mit der Kapitalerhöhung wieder aufgefüllt werden.
Die Aktie der Piraeus Financial Holdings befindet sich mit in der Restrukturierung. Je nach Interesse, der institutionellen Investoren am 07. April 2021 an der Eigenkapitalerhöhung könnte die Aktie aber eine starke Gegenbewegung im übergeordneten Abwärtstrend hinlegen.

Von einem Turn Around Kanditen zu sprechen, wäre wohl definitiv zu früh, jedoch auch eine Bärenmarktrallye kann schnell zu einem fünfzigprozentigen Kurssprung führen. Bei einem Aktienkurs von 0,419 Euro je Aktie zum 29.03.2021 würde das einen Sprung auf gut 0,62 Euro bedeuten. Die Aktionärsversammlung sollte aber definitiv noch abgewartet werden.

PayPal – in der Korrektur?

Von März 2020 bis Februar 2021 kannte die Aktie des Online-Bezahldienstes PayPal (WKN: A14R7U ISIN: US70450Y1038 Ticker: 2PP) nur eine Richtung: Von einem Allzeithoch zum Nächsten. Über 276 Prozent Kursanstieg standen in diesen 11 Monaten für die Investoren in den Büchern.
Über 320 Millionen PayPal-Nutzer kaufen regelmäßig bei Onlinekäufen über die Bezahl App von PayPal. Des Einzelhandels Leid, ist PayPals Freud und das macht sich durch einen Rekordumsatz bemerkbar. Da an jeder Transaktion mitverdient wird, gehört PayPal ganz klar zu den Gewinnern der andauernden LockDowns.

Während sich viele Unternehmen erst noch digitalisieren müssen, hat sich PayPal längst mit dem nächsten „Big Thing“ der Blockchain beschäftigt. Erst wollte PayPal zusammen mit Facebook die Plattform Libra entwickeln, stieg dann aber 2019 aus, um unternehmensintern eine Lösung zu finden. Durch diverse Zukäufe des Unternehmens - zuletzt das Startup Curv aus Tel Aviv (Israel) für ca. 200 Millionen USD - soll die Sicherheit bei digitalen Bezahlvorgängen z.B. mit Bitcoin, Ethereum, Bitcoin Cash und Litecoin erhöht werden. Was bisher nur den US-Amerikanern vorbehalten ist, soll zukünftig auf der ganzen Welt möglich werden. Im Laufe des zweiten Quartals 2021 sollen weitere Märkte folgen.

Da durch hohe Bewertungen der Kryptowährungen das Interesse an Transaktionen auch in diesen digitalen Assetklassen gestiegen ist, hat sich PayPal einen neuen Markt erschlossen. Paypals Nettogewinnmarge ist in den letzten Jahren kontinuierlich seit 2017 von 13,7% auf 19,6% in 2020 gestiegen. Dieser Trend dürfte auch mit den neuen Geschäftsbereichen weiter anhalten und den Aktienkurs damit auch nach der Korrektur weiter antreiben.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Die Stimmung und der Gewinn, zumindest bei den Konzernen, ist gut. Die erhöhte Inflation im Euro-Raum ist zumindest laut EZB Präsidentin Lagarde nur vorübergehend. Bundesbankchef Weidmann spricht dagegen von 5% bis zum Jahresende. Ihm springt Deutsche Bank Vorstand Sewing bei. Der denkt ebenfalls laut darüber nach, dass auch 2022 und ggf. 2023 mit höherer Inflation gerechnet werden sollte, denn allein die beschlossenen Energiepreissteigerungen der aktuellen Bundesregierung werden die Inflation anheizen. Die Arbeitnehmervertreter und Gewerkschaften werden dies wiederum für Lohnerhöhungsforderungen umsetzen. Die Inflationsspirale ist damit bereits in Gang gesetzt!

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Die guten Unternehmenskennzahlen im positiven Börsenumfeld lassen vermeintlich hohe Börsennotierungen in einem anderen Licht erscheinen. Es kann auch keine Rede davon sein, dass die Aktienmärkte zu teuer sind. Im Vergleich zu den Anleihenmärkten mit Negativzinsen, die sich überhaupt nicht mehr als Investment rechnen oder Immobilien, die bei einem aktuellen Mietzins von 1-2% erst nach 50 bis 100 Jahren spannend werden, sind Aktien sogar sehr billig. Klar gibt es auch hier ein Ausfallrisiko. Aber im Vergleich zu den Bilanzen der Staaten oder den Risiken des derzeitig heißgelaufenen deutschen Immobilienmarktes, erscheinen Risiken bei Aktien deutlich geringer. Auch ist die Handelbarkeit des schnellen Ein- und Ausstieges nur noch hier im großen Umfang gegeben, während im Anleihenmarkt fast „nur“ noch die EZB als Aufkäufer auftritt. Daher raus aus Immobilien und Staatsanleihen, denn Aktien sind günstig.

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Kommentar vom 20.07.2021 | 05:45

Der Wandel durch die Digitalisierung geht unvermindert weiter und die Niedrigzinsen haben das ursprünglich lukrative Geschäftsmodell der Fristentransformation zu einem Risikogeschäft mit kleiner werdender Marge gemacht. Hier greift das Sprichwort: „Viele Köche verderben den Brei“, denn zahlreiche Banken haben sich auf das Kreditgeschäft mit „Häuslebauern“ gestürzt und damit die Zinsmarge durch den starken Wettbewerb gedrückt. Lag die Zinsmarge z.B. bei über zehnjährigen Kreditverträgen im Dezember 2020 noch bei ca. 1,03 %, so sank diese im April 2021 auf nur noch 0,7% p.a.. Statt auf Wachstum zu setzen, müssen gerade die Geschäftsbanken Kosten eindampfen.

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