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24.02.2021 | 05:45

Da ist Blockbuster-Potential – Bayer AG, Cardiol Therapeutics, Pfizer

  • Bayer
  • Cardiol Therapeutics
  • Pfizer
Bildquelle: pixabay.com

Die Biotechnologie ist einer der Dauerbrenner an den Börsen, denn die Entwicklung von neuen und effizienteren Diagnosemethoden und Verfahren in der Medizin, Pharmazie oder Chemie birgt riesiges Wachstumspotential. Ob in der grünen, roten, weißen, grauen, braunen oder blauen Biotechnologie spielt dabei aus geldtechnischer Sicht schon eine Rolle, denn am lukrativsten sind die Forschungsbereiche der roten Biotechnologie. Allgemeinhin werden darunter diejenigen Erforschungen und Entwicklungen zusammengefasst, die in der Medizin und Pharmazeutik zum Einsatz kommen. Sind die in diesem Bereich forschenden Unternehmen erfolgreich, dann explodieren meist ihre Kurse und milliardenschwere Übernahmen sind in diesem Segment keine Seltenheit.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: DE000BAY0017 , CA14161Y2006 , US7170811035


 

Cardiol Therapeutics – Blockbuster-Potential

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in der westlichen Welt und somit auch in Deutschland nicht nur die häufigste Krankheitsursache, sondern auch die Todesursache Nummer 1. Das Biotechnologie Unternehmen Cardiol Therapeutics (WKN: A2PA9E ISIN: CA14161Y2006 Ticker: CT9) hat sich auf die Erforschung und Entwicklung von entzündungshemmenden Therapien zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen konzentriert. Das Hauptprodukt des Unternehmens ist CardiolRx. Dabei handelt es sich um eine pharmazeutisch hergestellte oral einzunehmende Cannabidiol-Verbindung. Derzeit befindet sich CardiolRx in der Phase-II/III-Ergebnisstudie. CardiolRx wird hierbei an hospitalisierten Herz-Kreislauf-Patienten mit positiven COVID-19-Virustest getestet. Diese Gruppe weist auf Grund ihrer Vorerkrankungen ein besonders hohes Sterblichkeitsrisiko auf. Eine Phase-1-Studie wurde bereits abgeschlossen und die präklinische Forschung hat gezeigt, dass CardiolRx sowohl die Entzündung als auch die Fibrose des Herzgewebes reduziert. Diese bereits festgestellten Ergebnisse sollen nun bei der aktuell laufenden, 200 Personen umfassenden, Gruppe an Herzkranken Covid-19 Patienten weitergehend beobachtet werden. Sollte auch diese Studie zu einem positiven Ergebnis kommen, dann hat CardiolRx Blockbuster-Potential. Potentielle Neuinvestoren sollten daher den aktuellen Abverkauf, der durch das Ziehen von Wandeloptionsrechten (siehe letzte Finanzierungsrunde vom 04.06.2020) verursacht wurde, nutzen, um sich an diesem aussichtsreichen Biotechwert zu beteiligen.

Pfizer – Mehr als nur BioNTech

Für den US-amerikanischen Pharmariesen Pfizer (WKN: 852009 ISIN: US7170811035 Ticker: PFE) war das Corona Jahr 2020 vom Aktionärsstandpunkt aus gesehen sehr durchmischt. Trotz Corona Pandemie entwickelte sich der Aktienkurs tendenziell abwärts und notiert derzeit bei 33,90 USD bzw. 27,81 Euro je Aktie zum 24.02.2021. Damit konnten die Aktionäre, trotz hoher Aufmerksamkeit dank der Kooperation mit BioNTech, auf beiden Seiten des großen Teiches kein Kapital schlagen. Für potentielle Neueinsteiger heißt dies aber auch gleichzeitig, dass sich die Unternehmenskennzahlen, bezogen auf den gesunkenen Aktienkurs, verbessert haben. Die Dividendenrendite liegt bei 4,55 Prozent p.a. und das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 12,75. Das wiederum bedeutet nichts anderes als eine effektive Rendite von 7,84 Prozent p.a. und geht einher mit dem geplanten Unternehmenswachstum von gut 3,3% p.a.. Damit ist die Dividende als sehr stabil zu betrachten; auch der Aktienkurs müsste bis Ende 2025 wieder auf über 39,88 USD steigen. Pfizer ist somit deutlich mehr als BioNTech und gerade für konservative Aktionäre, die einen recht sicheren Cash-Flow p.a. generieren wollen, als Zukaufkandidat zu betrachten.

Bayer seine Blockbuster-Sparte

Der Bayer Konzern (WKN: BAY001 ISIN: DE000BAY0017 Ticker: BAYN) will neue Forschungsschwerpunkte in der Medikamenten- und Therapieentwicklung setzen. Damit wollen die Leverkusener weg vom belastenden, negativen Monsanto Image kommen und wieder für mittelfristig positive Schlagzeilen sorgen. Dafür hat Bayer in den letzten beiden Jahren Geld in die Hand genommen und mehr als 20 Allianzen mit anderen Firmen geschmiedet oder diese gleich komplett übernommen. Ziel ist, das Entwicklungsspektrum des Bayer Konzerns zu verbreitern und damit auch umfangreicher den Bereich der Zell- und Gentherapie abzudecken. Die Zusammenarbeit mit dem Biotechunternehmen Curevac ist dabei nur ein Bestandteil, wenn auch diese Kooperation am ehesten zu Erfolg und Ertrag führen dürfte. Auf Sicht der nächsten Jahre dürfte aber auch die Übernahme des Zelltherapieunternehmen Bluerock (2019) oder die fast vier Milliarden schwere Akquisition von dem Gentherapiespezialisten AskBio sehr erfolgsversprechend sein und den
grundsätzlichen Forschungshorizont des Unternehmens erweitern. Auch wenn die Akte Monsanto noch nicht geschlossen ist, zeigen die Akquisitionen den ungeminderten Zukunftsblick. Auch das tiefe Niveau des Aktienkurses und eine Dividendenrendite von 5,21 Prozent p.a. dürften weitere Investoren zum Kauf anlocken. Vielleicht bringt auch der Zukunftsausblick von CEO Werner Baumann bei der Veröffentlichung der Kennzahlen von Q.4 2020 am morgigen Donnerstag, den 25.02.2021 einen Befreiungsschlag für die Bayer Aktie.


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