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02.03.2021 | 05:45

Darum ist Veränderungen wichtig – PayPal, Marble Financial, Deutsche Bank

  • Deutsche Bank
  • Marble Financial
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Bildquelle: pixabay.com

Die Bankenwelt hat sich in den letzten dreizehn Jahren stark verändert. Mit der Finanzkrise 2007 bis 2009 und den ersten Rettungspaketen fing es an und seitdem beschleunigt sich die Transformation immer schneller. Bankgeschäfte am Schalter sind den Onlinetransaktionen gewichen, viele Filialen sind bereits geschlossen und der Filialabbau wird auch in den nächsten Jahren noch weitergehen. Wer unter den Banken den Anschluss zum Onlineabschluss verschlafen hat, der wird vom Markt gedrängt und Wettbewerber übernehmen die Marktanteile.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: DE0005140008 , CA5660551097 , US70450Y1038


 

Deutsche Bank – große Trendwende mit inverser Schulter-Kopf-Schulter Formation

Wie in einem der letzten Artikel über die Deutsche Bank (WKN: 514000 ISIN: DE0005140008 Ticker: DKB) beschrieben, könnte die Aktie seit Anfang 2019 eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter Formation ausgebildet haben. Dies hat sich nun bestätigt und damit sollte charttechnisch die zweijährige Bodenbildungsformation abgeschlossen worden sein. Weiter positiv war das Überschreiten des Februar 2020 Hochs von 10,37 Euro in der letzten Börsenwoche. Auch der Monatsschlusskurs oberhalb der 10,00 Euro Marke ist ein positives Signal. Die nächste Widerstandszone befindet sich nun erst wieder bei 11,41 Euro. Bei einem aktuellen Kurs zum 02.03.2021 von 10,42 Euro würde dies einen weiteren Anstieg um 9,5 % bedeuten.

Förderlich dafür sind sicherlich auch die Fortschritte beim Konzernumbau und diese haben auch die Ratingagentur Standard & Poor’s dazu bewogen, den Ausblick der Deutschen Bank von negativ auf positiv zu setzen. Damit hat nun nach Moody’s und Fitch auch die dritte große Ratingagentur den Ausblick verbessert. Wenn das Rating nun nachhaltig wieder steigt und sich vom aktuellen BBB+ verbessert, sollten die Finanzierungskosten für den Bankkonzern zukünftig wieder sinken. Mutige Anleger setzen auf weiter steigende Notierungen in den nächsten Wochen, sollten aber die Position knapp unter dem bisherigen Jahrestief von 8,36 Euro mit einem Stopp absichern.

Marble Financial – KI-gesteuerte Finanztechnologie

Während der Umbau eines Konzerns wie die Deutsch Bank nicht ohne Bremsspuren vollzogen werden kann, können junge Unternehmen ganz befreit in Nischen vordringen und sich daraus zum Platzhirsch entwickeln. Seit 2016 hat z.B. das kanadische Unternehmen Marble Financial angefangen, den Kreditmarkt in Kanada zu verändern. Mit ihrer KI-gesteuerten Finanzplattform MyMarble hat das Unternehmen eine eigene Kreditplattform aufgebaut. Hierbei kann jeder Kanadier, Verbraucher wie auch Unternehmen, einen Kredit erhalten, selbst wenn ein Verbraucher kein Bankkonto mehr besitzen sollte. Dies kann vorkommen, wenn Verbraucher durch eine Überschuldung und Insolvenz kein Bankkonto mehr erhalten. Selbst diese Herausforderung löst das selbstentwickelte KI-gesteuerte Produktabgleichsystem von Marble Financial.

Der Antragsteller muss das Computerprogramm mit Daten ausstatten, diese nachweisen und daraus wird ein Kreditscoring für den Antragssteller errechnet. Ist dieser Wert noch zu schlecht, gibt es automatisierte Informationen, was der Antragssteller in den kommenden Wochen verbessern oder einreichen muss, um das Scoringergebnis zu verbessern. Allein die Gruppe der Kanadier ohne Bankkonto beträgt zahlenmäßig 12 Millionen Menschen. Mit dem entwickelten System von Marble Financial werden diese Menschen nicht nur Neukunden, sondern es ist für sie auch gleichzeitig die Rückkehroption zu einem regulären Bankkonto. Die Vorherrschaft der klassischen Banken ist längst gebrochen und das Onlinegeschäft wie auch der Onlineabschluss haben signifikant zugelegt. Wer noch nicht bei Marble Financial investiert ist, sollte Kursrücksetzer nutzen, um erste Positionen im Langfristdepot aufzubauen.

PayPal – Über 800 Prozent

Seit 2015 kennt die PayPal Aktie (WKN: A14R7U ISIN: US70450Y1038 Ticker: 2PP) fast nur eine Richtung – gen Norden. Im Mai 2020 legte die Aktienpreisentwicklung den Turbo ein und die Aktie schwang sich von einem Allzeithoch zum Nächsten empor. Über 800 Prozent Kursanstieg stehen seit 2016 für die Investoren auf der Jahresabschlussrechnung. Wer mutig war und erst im Crash vom März 2020 eingekauft hat, dem stehen trotz Kursrücksetzer der letzten zwei Wochen immer noch über 230 Prozent Kurszuwachs zugute.
PayPal gehört ohne Zweifel zu den Corona-Gewinnern und das Unternehmen konnte allein in 2020 in Deutschland weitere 3,5 Millionen neue Nutzer gewinnen. Damit kommen allein 29,1 Millionen der 377 Millionen weltweiten Nutzer aus Deutschland. Der weltweite Anstieg betrug dagegen 70 Millionen Neukunden und das ist selbst für diesen Milliardenkonzern ein Quantensprung von 22,8 Prozent Nutzerzuwachs. Das katapultierte auch den Nettogewinn von 2,5 Milliarden USD in 2019 auf 4,2 Milliarden USD in 2020 hoch.

Doch wer meint, dass hier das Ende der Fahnenstange erreicht ist, der täuscht. PayPal selber will bis 2025 die Nutzerkonten noch auf 750 Millionen steigern und damit fast verdoppeln. Auch sollen die abgerechneten Dienstleistungen auf 2,8 Billionen USD ansteigen und der Provisionsumsatz auf 50 Milliarden USD wachsen. Auch will PayPal stärker in das Geschäft mit dem Handel von Bitcoin und anderen Kryptowährungen einsteigen und auch der Aktienhandel soll via PayPal ermöglicht werden. Damit baut sich PayPal ein weiteres Geschäftsfeld auf und erhöht folglich die Bindung der Nutzer an das Unternehmen. Und wer öfters PayPal nutzt, der macht auch mehr Umsatz, so die Kalkulation von PayPal.
Auch wenn weitere Verdopplungen des Aktienkurses nicht mehr so schnell von Statten gehen dürften wie bisher, so bleibt die Aktie dennoch eine interessante Portfoliobeimischung.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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Der Wandel durch die Digitalisierung geht unvermindert weiter und die Niedrigzinsen haben das ursprünglich lukrative Geschäftsmodell der Fristentransformation zu einem Risikogeschäft mit kleiner werdender Marge gemacht. Hier greift das Sprichwort: „Viele Köche verderben den Brei“, denn zahlreiche Banken haben sich auf das Kreditgeschäft mit „Häuslebauern“ gestürzt und damit die Zinsmarge durch den starken Wettbewerb gedrückt. Lag die Zinsmarge z.B. bei über zehnjährigen Kreditverträgen im Dezember 2020 noch bei ca. 1,03 %, so sank diese im April 2021 auf nur noch 0,7% p.a.. Statt auf Wachstum zu setzen, müssen gerade die Geschäftsbanken Kosten eindampfen.

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Kommentar vom 17.06.2021 | 12:50

Die durch die Corona-Krise hervorgerufenen Veränderungen, haben viele Unternehmen weltweit in Schieflage gebracht. Durch diverse Rettungspakete und gigantische Schuldenberge konnten die massiven Herausforderungen bisher noch „überdeckt“ werden. Wer sich als Unternehmen aber nicht auf Veränderungen, allen voran die Digitalisierung, einlässt und im Unternehmen nicht umsetzt, wird in den nächsten Jahren den Markt verlassen und die Marktanteile den Wettbewerbern überlassen müssen. Welche Unternehmen sind dafür gut aufgestellt und bieten aktuell lukrative Chancen?

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Kommentar vom 12.04.2021 | 05:45

Die Bankenwelt ist im Wandel und neue Finanzinstitute graben mit ihren digitalen Geschäftsmodellen den bestehenden Unternehmen die Kunden ab. Durch die Corona-Pandemie hat sich das Kundenverhalten noch stärker Richtung Onlinegeschäft verändert. Ungefähr 60 Prozent aller privaten Bankkunden bevorzugten Ende 2020 bereits das Internet-Banking, welches somit um über 22 Prozent zu 2019 angestiegen ist. Mobile Banking Apps nutzen bereits über 55 Prozent der Kunden und wer dort als Anbieter nicht zu finden ist, der hat den Kampf um die Bestandskunden fast verloren.

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