Menü

30.09.2021 | 05:45

Das ist beobachtenswert – Freenet, Kleos Space, Palantir

  • Palantir
  • Kleos Space
  • freenet
Bildquelle: pixabay.com

Durch die Lockdown-Politik vieler westlicher Industrienationen ist die komplexe Synchronität zwischen den verschiedenen Wirtschaftsräumen gestört worden. Der Rohstoff- und Ersatzteilemangel nimmt immer gravierendere Züge an und frisst sich stetig tiefer in das Herz der Wirtschaft. Der Mangel führt zu Preissteigerung und das merken nun immer mehr Menschen da, wo es weh tut: am eigenen Geldbeutel. Welche Aktien profitieren?

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , KLEOS SPACE CDI/1/1 | AU0000015588 , FREENET AG NA O.N. | DE000A0Z2ZZ5


 

Kleos Space – Satellitennetzwerk entsteht

Das australische UnternehmenKleos Space (WKN: A2N4R3 ISIN: AU0000015588 Ticker: KS1) ist wie eine Art kleiner Bruder von der „Datenkrake“ Palantir und Elon Musks Weltraumunternehmen Space X. Kleos Space baut derzeit sein eigenes Satellitennetzwerk im Orbit der Erde auf und lässt diese durch SpaceX in die Erdumlaufbahn auf ca. 525 km Höhe bringen. Bereits vier Satelliten sind in Position, weitere sollen noch in diesem Jahr folgen. Dafür wurde erst Anfang September eine Kapitalerhöhung durchgeführt und 12,6 Mio. AUD (7,56 Mio. EUR) eingesammelt. Für die Kapitalerhöhung wurden 14,8 Mio. neue Aktien zu einem Bezugspreis von 0,85 AUD (0,51 EUR) je Aktie ausgegeben. Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei 78,6 Mio. EUR.

Ziel von Kleos Space ist es, mit Radiofrequenzsignalen eine detaillierte Beobachtung von Gebieten auf der Erde zu gewährleisten. Damit können große Landflächen, aber auch die Weltmeere gezielt überwacht werden und Gefahren wie z.B. Piraterie oder ungewöhnliche Truppenbewegungen frühzeitig erkannt und damit Abwehrmaßnahmen getroffen werden. Der Service von Echtzeitdaten wird in einem Abo-Modell verkauft und zu den Zielkunden gehören staatliche Institutionen, die z.B. für den jeweiligen Schutz von Landesgrenzen zuständig sind, Militär, Geheimdienste aber auch private Unternehmen zur Logistiküberwachung. Bereits 170 qualifizierte Aufträge liegen Kleos Space vor, wovon 69 von Regierungsbehörden und -einrichtungen sind und weitere 26, die gewonnene Daten in ihre Analysetools integrieren und Schnittstellen zum System wollen. Bereits mit 18 Wiederverkäufern wird verhandelt und mit zehn weiteren Wiederverkäufern laufen Erstgespräche.

Palantir – Unter starker Beobachtung

Die US-amerikanische Datenkrake Palantir (WKN: A2QA4J ISIN: US69608A1088 Ticker: PTX) ist eine der meistbeobachteten Aktien der Welt. Auf StockTwits verfolgen über 180.000 Anleger die Aktie. Auch in dem Reddit Forum #wallstreetbets gehört Palantir zu den aktuell Top 5 der meistbesprochen Aktien. Dabei achten die Investoren vor allem auf Cathie Wood, CEO von Ark Invest und jeder Kommentar oder Kauf-/Verkauf ihrerseits wird auf die Goldwaage gelegt. Doch auch wenn Ark Invest 35 Mio. Aktien besitzt und damit Palantir eine wichtige Position im Ark Invest Portfolio darstellt, so sollte nicht vergessen werden, das knapp 2 Mrd. Aktien von Palantir ausgegeben worden sind.

Daher sollten Investoren eher auf die fundamentalen Rahmenbedingungen des Unternehmens schauen und vor allem auf das Wachstum. Im letzten Quartal (Q2/21) konnte das Unternehmen im Vergleich zu Vorjahr um 49% wachsen. Dieses Wachstum erwarten aber auch die Investoren für die Folgequartale und daher sollte das Umsatzwachstum in Q3/21 wenigstens um 40 – 45% zum Vorjahr angestiegen sein. Sollte Palantir weniger stark wachsen, wäre das derzeitig3 Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 39 nicht mehr gerechtfertigt und es würde zu Kursrücksetzern kommen.

Kommt der Ausbruch bei Freenet?

Die Aktien von Freenet (WKN: A0Z2ZZ ISIN: DE000A0Z2ZZ5 Ticker: FNTN) sind mittlerweile wieder spannend geworden. Nach einer fulminanten Aufwärtsbewegung der Aktien von 2011 bis 2015 von 6,37 EUR auf 33,10 EUR folgte der Abstieg auf 13,59 EUR bis zum 29. Juni 2020. Damit dauerte die Konsolidierungsphase des Unternehmens geschlagene sechs Jahre, doch seitdem ist wieder Musik drin in der Aktie und nun steht die Aktie vor einem neuen Dreijahreshoch. Dafür muss noch die 22,90 EUR vom 16. Juni 2021 aus dem Markt genommen werden, aber das scheint bei einem derzeitigen Kurs von 22,53 EUR durchaus in Kürze erreichbar.

Positiv gestimmt ist auch die Privatbank Berenberg. Die Analysten stufen die Aktien nach wie vor mit „Buy“ ein, hoben aber das Kursziel von 26 EUR auf 27 EUR an. Analyst Usman Ghazi merkte an, das Management des Mobilfunkanbieters sei sehr zuversichtlich, was die mittelfristigen Aussichten des Unternehmens angeht und er habe das in seinen Schätzungen berücksichtigt. Daher wurde auch das Kursziel auf 27 EUR angehoben. Punkten kann Freenet aber auch bei seinen Kunden. Das Unternehmen hob in seinen LTE-Netz-Tarifen der Telekom das Datenvolumen ohne Mehrkosten für den Kunden an. Das dürfte die Kundenbindung erhöhen und die Wechselbereitschaft zum Wettbewerb deutlich verringern.


Fazit

In ungewissen Zeiten liegen die zu bestehenden Herausforderungen und die einhergehenden Chancen nahe beieinander. Daher ist es ratsam, die Börsen und Aktienkurse zu beobachten und Gelegenheiten, die sich ergeben, bei Schopfe zu packen und entsprechende Unternehmen zu kaufen. Gerade wenn die Unsicherheit der Marktteilnehmer förmlich spürbar ist, kann sich der Einstieg in Aktien wie Palantir, Kleos Space oder Freenet in wenigen Monaten bereits deutlich auszahlen.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:


Gold wird steigen! Barsele Minerals, Gazprom, Palantir Technologies, Agnico Eagles Mines

Gold wird steigen! Barsele Minerals, Gazprom, Palantir Technologies, Agnico Eagles Mines

Kommentar vom 08.10.2021 | 05:45

Der Bergbau ist in der Welt ein sehr traditioneller Wirtschaftszeig und Basis für die wirtschaftliche Entwicklung in den jeweiligen Ländern gewesen. Erst durch Wertschöpfung konnten ganze Industriezweige aufgebaut werden, daher gingen die meisten Kriege weltweit um Rohstoffe, denn Rohstoffe sind gleichbedeutend mit Macht. Dabei spielen Silber und Gold als Industrie- und Währungsmetalle eine ganz besondere Rolle, die in den 1970er Jahren durch Erdöl vorläufig verdrängt worden sind. In den letzten 20 Jahren wurde ein neuer Rohstoff immer wichtiger, die Daten der Menschen.

Zum Kommentar


Nicht kleckern, klotzen! Freenet, Talkpool, Telefonica Deutschland

Nicht kleckern, klotzen! Freenet, Talkpool, Telefonica Deutschland

Kommentar vom 06.10.2021 | 05:45

In der Politik wird gerne rumschwadroniert. Häufig werden Worthülsen verwendet, ohne diese mit Leben zu füllen. Ein Beispiel ist die seit 16 Jahren vielbeschworene Digitalisierung und die Industrie 4.0. Doch spätestens seit den angeordneten Ausgangs- und Arbeitsbeschränkungen (Lockdown) in 2020 konnte jeder sehen, wie weit eine der führenden Industrienationen der Welt beim Stichwort Digitalisierung angekommen ist. Doch nun kommt seit knapp einem Jahr endlich Schwung in die Digitalisierung, denn es wird massiv in den Infrastrukturausbau investiert.

Zum Kommentar


Millionen Jobs in der Wirtschaft gefährdet – Palantir Technologies, Aspermont, Siemens Healthineers

Millionen Jobs in der Wirtschaft gefährdet – Palantir Technologies, Aspermont, Siemens Healthineers

Kommentar vom 20.09.2021 | 05:45

Die Zukunft Deutschlands und gerade die Zukunft für den Industriestandort ist bereits jetzt absehbar. Durch Digitalisierung, E-Mobilität sowie stetig steigende Abgabenlast und Bürokratie, sinkt die Investitionsbereitschaft hier zu Lande nicht nur bei energieintensiven Unternehmungen. In der klassischen Industrie werden in diesem Jahrzehnt allein in Deutschland Millionen gut bezahlter Jobs wegfallen. Es ist also höchste Zeit, sich nicht nur privat sondern auch als Investor strategisch richtig zu positionieren, um von diesem Wandel zu profitieren.

Zum Kommentar