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16.11.2021 | 05:45

Das ist revolutionär - Apple, BrainChip Holdings, Continental

  • Apple
  • Brainchip Holdings
  • Continental AG
Bildquelle: pixabay.com

Der Halbleitermangel verschärft sich immer weiter und die großen Unternehmen müssen mit den gelieferten und tatsächlich verfügbaren Ressourcen regelrecht jonglieren, um wenigstens noch ein Mindestmaß an wirtschaftlicher Auslieferung an den Endkunden bewerkstelligen zu können. Das ist nicht einfach und bewirkt neben Kurzarbeit auch immer mehr Insolvenzen, Betriebsschließungen und Entlassungen. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerb um immer neuere und bessere Produkte zu. Wer hier bestehen will braucht Kapital und eine hohe Innovationsfähigkeit.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: APPLE INC. | US0378331005 , BRAINCHIP HOLDINGS LTD | AU000000BRN8 , CONTINENTAL AG O.N. | DE0005439004


 

Bahnbrechender Prozessor - BrainChip Holdings

Halbleiter sind wesentlicher Bestandteil der E-Mobilität und der Digitalisierung. Doch seit Monaten weitet sich der Mangel an Halbleitern aus, so dass die E-Mobilitätswende nicht so schnell wie gewünscht umgesetzt werden kann. Gleichzeitig nimmt aber auch der Energieverbrauch durch die E-Mobilität zu und hat zur Folge, dass bisherige Stromproduktionskapazitäten nicht mehr den Strombedarf in Stoßzeiten befriedigen kann. Um den Energiebedarf bereits in der kleinsten Einheit zu reduzieren, haben die Forscher und Entwickler des Halbleiterunternehmens BrainChip Holdings (WKN: A14Z7W ISIN: AU000000BRN8 Ticker: 24Y) einen revolutionären Ansatz gefunden und in die Praxis umgesetzt.

Das Unternehmen entwickelte einen hochleistungsfähigen Chip, der klein und extrem stromsparend ist. Der Chip ist ein neuromorpher Prozessor, der selbstständig lernen kann ohne ständig in Kontakt mit einer zentralen Recheneinheit in einem der vielen Rechenzentren zu stehen. Die erfassten Daten werden also nicht mehr in die Cloud eines Datenzentrums geschickt, sondern vor Ort vom Chip selbst analysiert.

Die Anwendungsfelder für den sogenannten AKD1000 Chip sind vielfältig, denn Edge-Geräte finden sich mittlerweile überall. Sei es das Auslesen von Messdaten, z.B. bei Heizungsgeräten oder in der Fernsteuerung, in der Robotik wie auch bei unbenannten Fahr- und Flugzeugen. Ein gigantischer Markt, der sich für BrainChip hier eröffnet und daher testet das Unternehmen mit ausgewählten Kunden in den verschiedensten Bereichen bereits seine AKD1000 Chips.

Umschichtung bei Apple

Die Apple Aktie (WKN: 865985 ISIN: US0378331005 Ticker: APC) hat es nicht geschafft, die 150 USD auf Wochenschlussbasis zu verteidigen geschweige denn das bisherige Allzeithoch von 157,26 USD vom 07.09.2021 aus dem Markt zu nehmen. Das Marktmomentum schwächt sich dadurch bereits seit August 2020 ab und das Umsatzvolumen der Appleaktie lässt immer stärker nach. Das deutet auf eine Ermüdung des Trends hin und dass Altaktionäre zunehmend auch Gewinne der stark gestiegenen Aktie mitnehmen. Dazu sind die Apple-Fans von der neuen Zugmaschine, dem iPhone 13, nicht sonderlich überzeugt. Selbst der legendäre Apple-Gründer Steve Wozniak bezeichnet die Neuheit lediglich als geringfügiges Upgrade des Vorgängermodells.

Was aber bei Apple schwerer wiegt, ist die flacher werdende Wachstumsquote des Konzerns. Mit einer prognostizierten Gewinnwachstumsquote von 4% p.a. bis 2025 scheint das derzeitige Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 26,37 bei einem Aktienkurs von 149,99 USD zu hoch zu sein. Beispielsweise hat Alphabet einen ähnlichen Gewinnmultiplikator, dürfte aber seinen Gewinn im selben Zeitraum um jährlich 16% steigern. Daher sollten Investoren bei der Apple Aktie aufpassen und ihre Position nun enger absichern. Erfolgt die Korrektur, kann die Aktie dann zu einem späteren Zeitpunkt auf niedrigerem Niveau zurückgekauft werden.

Probleme und Großauftrag bei Continental

Noch über 50% unter dem Allzeithoch bei 228,90 EUR je Aktie zum 08.01.2018 notiert die in Hannover ansässige Continental AG (WKN: 543900 ISIN: DE0005439004 Ticker: CON). Der im Umbruch befindliche Automobilzulieferer ist von den Problemen wegen der Lieferkrise der Mikrochips wie auch den stark verteuerten Rohstoffen direkt betroffen. Das Unternehmen rechnet zwar, dass sich die Versorgungslage in 2022 wieder entspannen wird. Dennoch werden die Belastungen im aktuell laufenden vierten Quartal aber auch im kommenden Jahr noch deutlich zu spüren sein. Bereits im Oktober 2021 musste der DAX-Konzern seine Prognose für dieses Jahr wegen fehlender Elektronikteile senken. Zwar stieg der Absatz von Ersatzreifen und Industrieprodukten, dies konnte aber die Ausfälle aus dem Chipmangel nur teilweise ausgleichen.

Auch die Reifensparte kommt durch die gestiegenen Rohstoffpreise, z.B. von Kautschuk, immer stärker unter Druck. Die Logistikkosten für die Beschaffung sind bereits angestiegen und durch weiter steigende Spritkosten wird diese Baustelle ebenfalls weitere Kosten erhöhen und damit die Gewinnmargen einschränken. Positiv ist jedoch ein Großauftrag für OLED-Displays im Autoinnenraum. Das Auftragsvolumen wird auf rund 1 Mrd. EUR taxiert und die Displays werden in einem volumenstarken Serienfahrzeug verbaut. Welcher globale Autobauer diesen Auftrag erteilt hat, darüber schweigt sich die Conti-Führung noch aus.


Fazit

Wo es Probleme und Herausforderungen gibt, da können kreative und Lösungsbewusste Unternehmen Marktanteile gewinnen. Oftmals sind es die kleinen, agilen Unternehmen, die durch Innovationsvorsprung frühzeitig einen Markt besetzen können, wie es Apple gezeigt hat und BrainChip mit einer neuen Chipgeneration ebenfalls schaffen dürfte. Aber auch Konzerne wie Continental haben schon mehrfach bewiesen, dass sie Krisen meistern und sogar gestärkt daraus hervortreten können.


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