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22.03.2021 | 05:55

Der Countdown läuft! – Nordex, Siemens Healthineers, Defense Metals

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Bildquelle: pixabay.com

Mit Joe Biden und seiner Administration ist eine neue internationale Krise im Anmarsch. Kaum 60 Tage im Amt eskalierte der neue Präsident der Vereinigten Staaten und bezeichnete den russischen Präsidenten Wladimir Putin als Mörder. Daraufhin beorderte Russland seinen Botschafter aus Washington zurück; gleichzeitig bot Wladimir Putin dem US-Präsidenten aber eine Live-Aussprache an, um eine irreversible Verschlechterung zu verhindern. Diese lehnte das Weiße House ab, weil Joe Biden „keine Zeit“ dafür hätte.
Zur selben Zeit drohte der US-Außenminister Antony Blinken bei einem Treffen in Japan mit dem Verteidigungsminister der Volksrepublik China: „Wir werden, falls nötig, zurückschlagen“, sollte China einseitige Maßnahmen im ostchinesischen Meer umsetzen. Diese Drohungen der USA für einen nächsten möglichen Krieg/Stellvertreterkrieg werden die angespannte Situation an den Rohstoffmärkten verstärken und zu einem weiteren Anstieg der Rohstoffpreise wie z.B. Seltene Erden (Rare Earth) oder Technologiemetalle führen. Wie davon profitieren und läuft in Washington bereits der Countdown für den nächsten Krieg?

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann


 

Defense Metals – Wichtige Seltene Erden

Seltene Erden oder auch Technologiemetalle genannt sind in viele hochtechnologischen Produkten von Nöten. Ein Großteil dieser Seltenen Erden wird bisher in China produziert. Durch die Drohungen seitens der USA, dürfte China die weltweite Abhängigkeit von diesen Rohstoffen entsprechend ausnutzen. China überlegt bereits offen den Export in die USA einzuschränken. Das hätte z.B. unmittelbare Auswirkungen auf den Bau von militärischen wie auch zivilen Flugzeugen, ElektroMobilität, Katalysatoren, Akkus für die E-Mobilität, LapTops, … u.v.m.).

Der Seltene Erden Explorer Defense Metals (WKN: A2PBZ4 ISIN: CA2446331035 Ticker: 35D) sollte davon direkt profitieren. Auf rund 1.700 Hektar betreiben die Kanadier in Wicheeda ein riesiges Seltene Erden Projekt. Ungefähr 4,9 Millionen Tonnen Mineralressourcen sind bereits ausgewiesen worden und weitere 12 Millionen Tonnen werden dort noch vermutet. Auch wird das Unternehmen durch die kanadische Regierung unterstützt. Mit der Ausweitung der bisherigen Bohraktivitäten sollen die Mineralressourcen in den nächsten 24 Monaten verdoppelt werden.

Bei ersten Materialproben des Unternehmens, die durch eine Flotations-Pilotanlage gelaufen sind, konnten bei den geprüften 26 Tonnen, ein durchschnittlicher Gehalt von 7,4% NdPR-Oxid (Neodym-Praseodym) festgestellt werden. Dieser wichtige Magnetrohstoff wird in der Produktion von Kernspintomographen, Mikromotoren, Windkraftanlagen, aber vor allem auch für Elektro- und Hybridfahrzeuge verwendet. Wer langfristig von einer Steigerung der vorgenannten Industriezweige ausgeht, sollte auch direkt an den Basisaktien wie von Defense Metals Investitionen vornehmen.

Siemens Healthtineers – Weiter geht's

Als einer der deutschen Gesundheitsversorgungsunternehmen ist Siemens Helthineers (WKN: SHL100 ISIN: DE000SHL1006 Ticker: SHL) ein global agierenden Gesundheitsversorger. Jeden Tag werden in den Krankenhäusern und Arztpraxen der Welt ca. fünf Millionen Patienten mit Produkten des Unternehmens versorgt. In Bereichen der Diagnostik oder auch der molekularen Medizin ist Siemens Healthineers einer der wichtigsten Medizindienstleister. Dabei wächst das aus der Abspaltung des Siemenskonzern entstandene Unternehmen organisch wie auch anorganisch. Über 18.500 Patente werden von 50.000 Mitarbeitern in 70 Ländern vermarktet und sorgen für eine Vereinfachung der Arzt-Patienten-Beziehung.

Durch die größte Übernahme der Unternehmensgeschichte mit dem Krebsspezialisten Varian, vergrößert sich Siemens Healthineers auch kontinuierlich weiter. Damit will das Unternehmen zum weltweit führenden Unternehmen in der Krebserkennung und -behandlung aufsteigen. Doch für z.B. Kernspintomographen werden auch Seltene Erden benötigt. Auch wenn der Preis für solche Geräte sehr hoch ist, würden diese Geräte ohne diese Rohstoffe nicht funktionieren. Daher hätte zwar die Preissteigerung von Ausgangsstoffen Auswirkungen auf den Endpreis, müsste aber auf Grund der Wichtigkeit dieser Geräte bisher alternativlos akzeptiert werden.

Nordex – Nächster Auftrag

Der in Rostock ansässige Windkraftanlagenbauer Nordex (WKN: A0D655 ISIN: DE000A0D6554 Ticker: NDX1) hat sich auf die Erstellung von schlüsselfertigen Festland-(Onshore)-Windkraftanlagen spezialisiert. Das Unternehmen fertigt, errichtet und wartet die Windkraftanlagen und bietet internationalen Investoren ein Fullservice Paket an. Seit Januar 2021 stagniert der Aktienkurs innerhalb einer Korrekturbewegung bei 22,50 Euro je Aktie. Mit ca. 8.400 Mitarbeitern erwirtschaftet das Unternehmen ca. 3,2 Milliarden USD Umsatz.

Der vorherige Aufwärtsschub reichte aber, um Anfang März 2021 in den MDAX aufzusteigen. Die Marktkapitalisierung beträgt zum 22.03.2021 damit 2,64 Milliarden Euro. Die Auftragsbücher des Unternehmens sind jedenfalls gut gefüllt und ein 35-MW-Auftrag aus Italien für 10 Turbinen erhöht die Auslastung weiter. Am Standort Hamburg erweitert sich das Unternehmen mit über 1.000 qm neuen Büro- und Schulungsräumen auf nunmehr 4.000 qm. Doch auch Nordex dürfte die Auswirkungen von einem Konflikt zwischen den USA und China spüren, denn in vielen Windkraftanlagen werden Permanentmagnete für den Generatorbau eingesetzt. Und für diese werden Seltene Erden benötigt.

Aktionäre von Nordex sollten die wichtige Unterstützungszone bei 18,60 Euro beobachten. Ein Bruch dieser Marke würde erst im Bereich von 16,80 Euro wieder halt finden. Auf der bullischen Seite wäre ein Wochenschlusskurs oberhalb der 26,16 Euro wichtig. Erfolgt dies, würde ein Anlauf auf die psychologisch wichtige 30 Euro Marke erfolgen, die aber als Widerstandszone nicht ohne weiteres überwunden werden dürfte.


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Rasantes Wachstum – Nordex, BYD, Nevada Copper

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Kommentar vom 07.04.2021 | 05:45

Die Energiewende mit dem Ausbau von erneuerbarer Energie wird in der EU, aber auch in den USA, Kanada und Großbritannien forciert vorangetrieben. Damit einhergehend steigt der Verbrauch von Rohstoffen wie Kupfer und Seltenen Erden deutlich an. Allein in Deutschland stehen über 29.600 Windkraftanlagen auf dem Festland mit einem Zubau in 2020 von 420 Neuanlagen. Dabei wird für die Produktion moderner Windkraftanlagen bis zu 30 Tonnen Kupfer je Anlage inkl. Anschluss an das Stromnetz verbraucht. Aber auch der Kupferverbrauch in den Häusern, wie bei der E-Mobilität legt rasant zu. E-Autos brauchen je nach Modell doppelt bis dreimal so viel Kupfer wie Autos mit Verbrennungsmotor. Der Verbrauch in Eigenheimen ist in den letzten 30 Jahren um ca. 56 Prozent angestiegen. Mittlerweile beträgt der durchschnittliche Kupferanteil je Haus (Stand 2020) ungefähr 244 kg Kupfer. Der Kupferverbrauch wächst immer rasanter.

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Mit Forcierung der Energiewende in Deutschland aber auch weltweit ist der Verbrauch von Rohstoffen wie Kupfer und seltenen Erden drastisch angestiegen. Allein eine moderne Windkraftanlage benötigt in der Produktion nebst der nötigen Infrastruktur zum Anschluss der Anlage bis zu 30 Tonnen Kupfer. In Deutschland sind bereits ungefähr 400.000 Tonnen Kupfer für die Windenergie verbaut worden. Aber auch jedes neues bzw. saniertes Haus steigert den Kupferverbrauch deutlich. Wurden in 1990 noch ca. 156 kg je Haus an Kupfer verwendet, ist der durchschnittliche Kupferanteil je Haus im Jahre 2020 um 56% auf ca. 244 kg Kupfer angestiegen. Auch die e-Mobilität treibt die Kupfernachfrage an, denn ein E-Auto braucht im Schnitt fast dreimal so viel Kupfer wie ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.

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Kommentar vom 23.02.2021 | 05:45

Die Furcht vor Versorgungsengpässen bei Rohstoffen ist angesichts der Dominanz Chinas im Rohstoffmarkt vorherrschend und bekannt. Doch ist die Furcht auch berechtigt?
Auf jeden Fall! Genau das erfährt gerade der Markt für Seltene Erden.
Die Handelsspannungen zwischen der Volksrepublik China und den USA nimmt immer weiter zu. Durch das starke Wirtschaftswachstum Chinas und der daraus resultierenden internen Nachfrage nach Seltenen Erden, überlegen hohe chinesische Beamte den Export von Seltenen Erden zu begrenzen oder gar zu stoppen. Das dürfte der Trigger sein, für eine längere anhaltende Rallye.

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