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16.02.2021 | 05:45

Die bessere Facebook Aktie? - Aspermont, Facebook, Alphabet, Apple

  • Aspermont
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Bildquelle: pixabay.com

Daten sind Wissen und Wissen ist Macht. Das Sammeln von Daten und Datensätzen ist dabei sehr wertvoll - derzeit wertvoller als Gold. Viel Geld verdienen Unternehmen wie Facebook, Google & Co. mit hunderten von Milliarden und teilweise über einer Billionen USD an Marktkapitalisierung. Ein australisches Unternehmen mit einem enormen Datenschatz, dass gerade erst mit der Hebung dieses Schatzes begonnen hat, soll neben den etablierten Playern vorgestellt werden. 

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann
ISIN: AU000000ASP3 , US30303M1027 , US0378331005 , US02079K3059


 

Aspermont - die bessere Facebook Aktie?

Das australische Medienunternehmen Aspermont (WKN: A0NGFS ISIN: AU000000ASP3 Ticker: 00W) hat bereits eine über 185 Jahre alte wechselvolle Historie hinter sich. Mit Printausgaben und Werbeanzeigen verdiente das Unternehmen gutes Geld, bis die Digitalisierung und Virtualisierung einsetzte und die Umsätze wegbrachen. Mit dem Fokus auf die globale Rohstoffindustrie schaffte Aspermont in den vergangenen Jahren aber den Turnaround und der wird nun langsam in den Aktienkurs eingepreist. Als weltweit führender Mediendienstleister im Rohstoffsegment erreichen die Australier alle Unternehmen aus den damit verbundenen Sektoren, dem Rohstoff-, Banken-, Industrie- und Beratungssektor. 

Allein 7,5 Millionen Vorstands- und Managementkontakte hat Aspermont in seiner Datenbank angesammelt. Wer das Who is Who der weltweiten Wirtschaft erreichen will, der braucht sich nicht mehr mühevoll eine Lookalike Audience wie bei Facebook & Co. erstellen, sondern erreicht die High-Net-Worth Individual direkt via den Aspermont-Tools. 

Doch das ist nur eine Schatzkiste, welche Aspermont für die findigen Aktionäre versteckt hat. Es nutzen nämlich erst 7.900 zahlenden Klienten diesen vollumfänglichen Service, aber über 250.000 Nutzer sind monatlich auf der Plattform aktiv. Die Wachstumsrate seit 2016 von über 20 Prozent p.a. lässt sich dabei genauso gut sehen wie die 32 Prozent p.a. Zunahme an digitalen Zugriffen. Im Dezember 2020 waren dies bereits 3,8 Millionen digitale Nutzerzugriffe. Genügend Potenzial an Kundenkontakten, die bereits interessiert sind und in zahlende Klienten umgewandelt werden können. 

Viel spannender aber ist der Anstieg der Umsatzprofitabilität auf mittlerweile 60 Prozent. Durch die weitere Skalierung der Potentiale dürfte diese mit zunehmender Abschlussquote weiter ansteigen und damit auch den freien CashFlow nach oben treiben. Auch die Kundenzufriedenheit nimmt stetig zu und ist relativ einfach an den ansteigenden Vertragswerten sichtbar. Im Jahresvergleich erhöhten die Bestandskunden ihre Buchungsumsätze um über 6 Prozent. Tech-Aktien gibt es sicherlich viele, aber nur wenige sind davon bei einer Marktkapitalisierung von 32,5 Millionen Euro wie Aspermont bereits profitabel und dass bei diesem riesigen Datenschatz. 

Facebook - Streit mit Apple eskaliert

Die US-amerikanische weltumspannende Datenkrake Facebook (WKN: A1JWVX ISIN: US30303M1027 Ticker: FB2A) greift nicht nur wie Apple durch Sperrungen und Account-schließungen von unliebsamen Nutzern in die politische Debattenkultur ein, sondern nun greift der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg den Apple Konzern auch direkt an. Wie das Wall-Street-Journal mitteilte, soll der Facebook-Gründer intern gesagt haben: „Wir müssen ihnen Schmerzen zufügen." Dabei soll mittels einer Kartellklage gegen den Apple-Konzern vorgegangen werden. Auch will Facebook eine eigene Smartwatch mit Fitness-Funktion und Messanger Funktionalität wie WhatsApp herausbringen, um damit der Apple-Watch weltweit Konkurrenz zu machen. 

Hintergrund des eskalierenden Streits sind die neuen Datenschutzvorgaben für Apples neues iOS 14.5 Update. Apple will seinen Nutzern mehr Transparenz anbieten und dabei per Pop-up anzeigen, welche Unternehmen Zugriff auf die Werbe-ID wünschen. 
Jeder Apple-Nutzer hat dann die freie Wahl, ob er Unternehmen wie Facebook & Co. noch das Website-Tracking erlauben möchte. Ein massiver Angriff auf das bisherige Geschäftsmodell von Facebook aus Sicht von Zuckerberg. Dabei wird den Apple Nutzern der Datenschutz überhaupt erst in dieser einfachen Form möglich. Die Facebook Aktie konsolidiert daher auf hohem Niveau ca. 11 Prozent unter dem Allzeithoch aus August 2020.

Alphabet - Google raketiert immer weiter

Während die Facebook Aktie auch wegen des geplanten Apple-Softwareupdates konsolidiert, steigt die Alphabet Aktie (WKN: A14Y6F ISIN: US02079K3059 Ticker: ABEA) von einem Allzeithoch zum nächsten. Die Verweildauer der Menschen im Internet stieg in 2020 rasant an und dürfte auch in 2021 hoch bleiben. Während alle Unternehmen davon profitieren sollten, rechneten die Analysten bei Alphabet mit geringeren Umsätzen und Gewinnen, wurden aber positiv überrascht. Im vierten Quartal 2020 stieg der Umsatz um 23 Prozent auf knapp 57 Milliarden USD und der Gewinn um sage und schreibe 69 Prozent auf 15,7 Milliarden USD

Mit diesem Quartalsgewinn könnte sich der weltweite Suchmaschinenplatzhirsch den kompletten Dax Konzern HeidelbergCement mit über 55.000 Mitarbeitern kaufen. Alphabet seine stark wachsende CashCow ist dabei nicht mehr Google, sondern YouTube. Die nach Google zweitmeist genutzte Suchmaschine YouTube steuert bereits 46 Prozent der Konzernumsätze bei.
Alphabet diversifiziert seine Geschäftsbereiche immer weiter und auch das Cloud-Geschäft soll weiter ausgebaut werden. Viel Geld wird dabei in die Infrastruktur und den Vertrieb gesteckt und Analysten rechnen mit ersten Gewinnbeiträgen für das Geschäftsjahr 2023. Auch der Geschäftsbereich „autonomes Fahren" mit der Tochterfirma Waymo dürfte in wenigen Jahre positive Deckungsbeiträge zur Konzernbilanz beisteuern.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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