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14.05.2026 | 05:30

Drohnen-Architekt mit vollen Auftragsbüchern und Software-Turbo - Volatus Aerospace

  • Volatus Aerospace
Bildquelle: Pixabay

Die geopolitischen Verwerfungen der vergangenen Jahre haben jeden Militärstrategen eines unmissverständlich klargemacht: die Drohnentechnologie ist kein Zukunftsthema mehr, sondern längst Gegenwartstechnologie mit stark wachsender Nachfrage. Der Einsatz von Drohnen ist an der ukrainischen Front, aber auch im Nahen Osten täglich zu beobachten und auch in den Verteidigungsplanungen westlicher Bündnisstaaten nehmen unbemannte Luftsysteme einen stetig wachsenden Anteil in der Kriegsführung ein. Während ein US-amerikanischer Tomahawk-Marschflugkörper bis zu 2,5 Mio. USD kostet, übernehmen heutige Drohnen dieselben Aufgaben für nur einen Bruchteil der Kosten. Für wachstumsorientierte Anleger rücken Drohnenunternehmen wie dieses daher immer stärker in den Vordergrund:

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: CA92865M1023


 

Plattform statt nur Hardware – Wie ein Ökosystem entsteht!

Das Unternehmen Volatus Aerospace (WKN: A2JEQU | ISIN: CA92865M1023 | Ticker-Symbol: ABB) gehört nicht zu den klassischen Drohnenherstellern, sondern definiert sich selbst als integrierter Aerospace-Plattformanbieter. Die Strategie ist klar und deckt die gesamte Wertschöpfungskette unbemannter Luftsysteme ab. Von der Drohnenfertigung über die Software und Datenauswertung bis hin zur Ausbildung greift ein in sich geschlossenes System bei den Kanadiern ineinander. CEO Glen Lynch beschreibt diesen „Closed-Loop"-Ansatz als einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Durch die kurzen Dienstwege und den schnellen Wissenstransfer verkürzen sich die Entwicklungszyklen. Auch die Fehlerkosten werden reduziert und dies ermöglicht eine schnellere Kommerzialisierung von getesteten Neuerungen. Das ist gerade im vorherrschenden, sich stetig anpassenden Marktumfeld ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Besonderes Interesse der Investoren und Anleger zieht die hauseigene SaaS-Plattform SKYDRA™ mit Margen von 80 bis 85 % auf sich. Für Volatus Aerospace dürfte diese Software der eigentliche Margentreiber für 2026 und darüber hinaus sein. COO Greg Colacitti sieht vor allem in der technologischen Ausgereiftheit und dem Schulungsprogramm ein weiteres Alleinstellungsmerkmal. Die vom Unternehmen ausgebildeten Piloten können im „Operations-Kontroll-Zentrum“ bis zu 200 Drohnen gleichzeitig steuern. Die parallel eingesetzte Künstliche Intelligenz wertet die gewonnenen Daten in Echtzeit aus, erkennt Muster und gibt die Ergebnisse direkt an Kunden bzw. den Piloten weiter. Ein Paradebeispiel hierfür findet sich am kanadischen Flughafen von Edmonton. Dort operieren die eingesetzten Überwachungsdrohnen im aktiven Flugverkehr von Verkehrsflugzeugen und stimmen sich mit der Flugaufsicht ab.

Auch genießt Volatus Aerospace als kanadisches Unternehmen einen entscheidenden geopolitischen Standortvorteil mit direktem Anschluss an die NATO-Beschaffungsmärkte. Gerade in einer Zeit, in der europäische und andere Staaten zunehmend auf Lieferanten setzen, die nicht US-amerikanisch sind. Auch sieht die neue kanadische Verteidigungsstrategie eine Gesamtinvestition von 81,8 Mrd. CAD in den kommenden Jahren vor. Davon müssen rund 70 % im Inland an dort ansässige Firmen ausgegeben werden.

Operativ lässt sich der wachsende Zuspruch auch an den Kennzahlen ablesen. Im Geschäftsjahr 2024 wuchs der Umsatz um rund 26 % auf über 34 Mio. CAD und allein die Verteidigungssparte legte um rund 100 % auf 16,3 Mio. CAD zu. Hier kamen die Aufträge vorwiegend aus Großbritannien und der EU, wo das Umsatzwachstum sogar 150 % betragen hat. Der Verteidigungsanteil am Gesamtumsatz stieg seit 2023 von 5 % auf 25 % im Jahr 2025. Mittelfristig will die Geschäftsführung den Umsatzanteil in diesem Segment auf 60 bis 65 % steigern. CFO Abhinav Singhvi fasste es gut zusammen, in dem er sich so äußerte, dass Kunden keine Drohnen kaufen, sondern Daten, Einsatzbereitschaft und operative Fähigkeiten. Für Volatus Aerospace ergibt sich daraus ein diversifiziertes Erlösmodell aus Hardware, Services und Training mit hohem Anteil mehrjähriger Verträge.

Mit einem Bargeldbestand von 41 Mio. CAD ist das Unternehmen solide finanziert und der
nächste Katalysator ist in Kürze einsatzfähig. In Mirabel, Québec entsteht derzeit auf rund 18.500 Quadratmetern die neue Produktionsanlage von Volatus Aerospace. Ab Juni 2026 sollen dort MALE-Drohnen (Medium Altitude Long Endurance) gefertigt werden. Diese Systeme besitzen eine Flugzeit von bis zu sieben Tagen und können Nutzlasten von 100 bis 265 kg transportieren. Anfänglich können davon monatlich bis zu zehn Langstrecken-Systeme fertiggestellt werden. Durch zusätzliche Investitionen von 10 Mio. CAD soll dann der Kapazitätsausbau umgesetzt werden, um die starke Nachfrage mittelfristig bedienen zu können. Laut Aussage von CCO Rob Walker fliegen die aktuellen Drohnensysteme des Unternehmens bereits Millionen Kilometer Pipeline-Inspektionen jährlich und überprüfen dabei zehntausende Strommasten.

Bewertungslücke zu US-Wettbewerber

Ein Blick auf die Peergroup macht das Bewertungsparadox deutlich. AeroVironment wurde zuletzt mit einem Unternehmenswert/EBITDA-Multiple von zuletzt 57 gehandelt. Volatus Aerospace bietet bei deutlich besserer Bewertung ein einzigartiges Chancen-Risiko-Profil. Dazu besitzt das Unternehmen mit der NATO-Zulassung ein regulatorisches Alleinstellungsmerkmal und zudem die Genehmigung für Nachtoperationen über große Entfernungen (BVLOS). Der Auftragsbestand inklusive langfristiger Wartungsverträge soll bis Jahresende die 600 Mio. CAD überschreiten und bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von rund 460 Mio. CAD ist das ein vergleichsweise günstiges Verhältnis. Die Analysten von Canaccord sehen ein Kursziel von 1,00 CAD als gerechtfertigt an, was konsequenterweise bei 0,68 CAD Aktienkurs ein Kurspotenzial von fast 50 % bedeutet.

Quelle: LSEG Refinitiv, 2-Jahreschart Volatus Aerospace

Fazit

Das Unternehmen Volatus Aerospace kombiniert den politischen Rückenwind mit vollen Auftragsbüchern, einer starken Cash-Position und hochmargigen SaaS-Erlösen zu einem sehr interessanten Gesamtbild. Zudem steht der Start der Serienproduktion in Mirabel unmittelbar bevor, was den Umsatz des Unternehmens weiter erhöhen wird. Das skalierbare Ökosystem mit wiederkehrenden Umsätzen bietet daher eine klare Wachstumsstrategie für die kommenden Jahre.


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