02.04.2026 | 05:45
Drohnennachfrage steigt rasant an - Volatus Aerospace
Seit dem Stellvertreterkrieg der NATO-Staaten in der Ukraine gegen Russland sind Rüstungsaktien in den Fokus der Investoren gerückt. Unternehmen wie Rheinmetall konnten sich vervielfachen und die Auftragslage der zugehörigen Unternehmen hat sich durch milliardenschwere Militärbudgeterweiterungen signifikant erhöht. Der seit über einem Monat laufende Angriffskrieg der USA und Israel gegen den Iran hat nun noch einmal die Prioritäten Richtung Drohnenabwehr verschoben, nachdem der Iran die Bombardierung seines Landes asymmetrisch mit massiven Drohnenangriffen in den Nachbarstaaten beantwortet hat.
Lesezeit: ca.
2 Minuten.
Autor:
Alfred Laugeberger
ISIN:
CA92865M1023
Volatus Aerospace – Nachfrage wächst
Der Aktienkurs des kanadischen Drohnenunternehmens Volatus Aerospace (WKN: A2JEQU | ISIN: CA92865M1023 | Ticker: FLT) konnte auf Jahressicht bereits um über 330 % ansteigen. Das mittelständische Unternehmen mit 457 Mio. CAD (285 Mio. EUR) Marktkapitalisierung profitierte stark von der wachsenden Nachfrage nach Drohnen. Das Interesse kommt dabei nicht nur aus dem militärischen Bereich, sondern auch aus den zivilen Segmenten der Industrie.
Mit dem Aufbau von Produktionskapazitäten kann das Unternehmen nun mehr und mehr Aufträge abarbeiten und so auch den Umsatz von 2024 mit 27,1 Mio. CAD in 2025 auf 34,2 Mio. CAD steigern. Im gleichen Zeitraum stieg der Bruttogewinn von 9,6 Mio. CAD auf 11,1 Mio. CAD an. Da die Drohensysteme von Volatus den NATO-Standard erfüllen, ist die Nachfrage aus dem Militärsegment im vergangenen Jahr am stärksten gewachsen. 29 % des Gesamtjahresumsatzes bzw. 10 Mio. CAD entfielen auf das Verteidigungssegment im geografischen NATO-Bereich von Europa, während das Hauptgeschäft mit 19,3 Mio. CAD weiterhin aus Kanada stammt. Auch das USA-Geschäft wächst nun stetig und umfasst bereits 4,9 Mio. CAD.
Da das Unternehmen ein Luftfahrt- und Drohnen-Ökosystem aufgebaut hat, kann es seine unbemannten Drohnensysteme zur Inspektions-, Überwachungs- und für Transportdienste anbieten. Gleichzeitig trainiert und schult es Unternehmen wie auch Militärpersonal im Umgang mit den Drohnensystemen und bietet dafür ebenfalls den entsprechenden Support an. Für einen der größten nordamerikanischen Stromübertragungssystemanbieter hat Volatus Aerospace im vergangenen Jahr bis Ende 2028 einen umfangreichen Inspektions- und Infrastrukturüberwachungsvertrag erhalten, bei dem mehr als 160.000 km Stromleitungsnetz überwacht werden müssen.
Ausblick 2026
Für 2026 dürfte das Verteidigungssegment aber der spannendste Bereich sein und es ist zu erwarten, dass dieses Segment weiterhin am stärksten wächst. Bereits von 2024 auf 2025 hat sich der Umsatz aus dem Verteidigungs- und Ausrüstungsbereich mehr als verdoppelt. Durch den massiven Einsatz von Drohnen im Ukraine-Krieg wie auch im Nahen Osten, würde eine nochmalige Umsatzverdopplung aus diesem Bereich nicht überraschen. Auch die eingeführte Software-as-a-Service-Plattform (SaaS) für seine Drohnentechnologie mit dem Namen SKYDRA dürfte in 2026 nachhaltig zum Umsatzwachstum beitragen und die Gewinnmarge des Unternehmens erhöhen.
Da Branchenexperten den Markt für unbemannte Drohnenabwehr bereits vor dem Iran-Krieg auf über 20 Mrd. USD Umsatzvolumen für 2030 geschätzt haben, dürfte dieses Marktvolumina seit dem neuen Krieg im Nahen Osten noch einmal zugelegt haben. Da Volatus Aerospace mit seiner NATO-Zertifizierung zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, könnte das gut finanzierte Unternehmen zu einem der börsennotierten Profiteure in diesem Segment gehören, zumal die sensible Infrastruktur wie Flughäfen, Häfen, Kraftwerke usw. wie die Nachbarstaaten des Iran in den letzten Wochen erfahren mussten, nicht hinreichend geschützt worden sind.

Charttechnik
Charttechnisch ist die Aktie zuletzt klar angesprungen und notiert aktuell bei ungefähr 0,71 CAD (0,47 EUR). Das absolute Allzeithoch lag in 2021 jedoch bei 2,55 CAD. Vom aktuellen Kursniveau aus müsste die Aktie noch um über 257 % ansteigen, um dieses alte Hoch wieder zu erreichen. Durch die in 2025 abgeschlossene Bodenbildung und dem ersten Anstieg um 330 % spricht daher auch nichts dagegen, die alten Allzeithochs noch einmal anzulaufen und zu überbieten, zumal sich das geopolitische Umfeld in den letzten fünf Jahren signifikant geändert hat.