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23.03.2021 | 05:45

Energie und CO2 - Nel ASA, BP, dynaCERT, Leanlife Health

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Bildquelle: pixabay.com

Immer mehr Länder der Welt versuchen, die Emission von CO2 zu reduzieren. Milliarden über Milliarden an US-Dollar, YEN, Yuan, Euro, Pfund … werden seitens der Politik aufgewandt und von der Wirtschaft investiert, um die politischen Ziele umzusetzen. Mit der Eurovignette zahlen LKW innerhalb der EU eine CO2-Ausstoß bezogene Maut. Wer wenig emittiert, zahlt weniger. Neben mehr Umweltbewusstsein in der Politik und Industrie setzen sich auch immer mehr Menschen mit der gesunden Ernährung und Nahrungsergänzungsmitteln auseinander. Wer bietet Lösungen und profitiert von diesem Umdenken?

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann
ISIN: NO0010081235 , GB0007980591 , CA5218551060 , CA26780A1084


 

dynaCERT – Profiteur der CO2-Bepreisung

Ein in Deutschland recht unbekannter Profiteur der CO2-Ausstoßbesteuerung bei LKWs könnte das kanadische Unternehmen dynaCERT (ISIN: CA26780A1084 WKN: A1KBAV Ticker: DMJ) werden. DynaCERT produziert Wasserstoff als Katalysator zur verbesserten Verbrennung von Diesel. Die nachrüstbaren Geräte für LKW über Klein – bis Schwerlasttransporte reduzieren den Verbrauch von Diesel laut TÜV-Süd um bis zu 19% und damit auch den CO2-Ausstoß in selbiger Höhe. Mit der hauseigenen Telematik-Software kann diese Verbrauchssenkung ausgewiesen und damit als CO2-Zertifikat genutzt werden. Mit der zukünftigen Berücksichtigung des CO2-Ausstoßes bei der MAUT-Berechnung wird die Software und die CO2-Zertifikate von dynaCERT zunehmend interessanter.

Da bis zu 25.000 Euro pro LKW pro Jahr für die CO2 Eurovignette anfallen können, dürfte sich für Spediteure in der EU spätestens ab 2023 ein Invest in diese Nachrüstung lohnen.
Auch aus Nordamerika gibt es Fortschritte für dynaCERT zu berichten. So wurden etliche HydraGen Geräte an internationale Bergbaukonzerne ausgeliefert. Im Einsatz sind die Geräte bereits in den Minen von Brasilien, Russland, China und auch Peru. Dort reduzieren sie nicht nur den Dieselverbrauch, sondern unter Tage ist auch die Abgas-Verringerung wichtig und ein teurer Faktor für die Bergbauunternehmen. Eine erste Position kann aufgebaut, sollte aber bei 0,30 Euro je Aktie zwingend abgesichert werden.

Leanlife Health – die andere Red Bull

Das kanadische Unternehmen Leanlife Health (WKN: A2JBV4 ISIN: CA5218551060 Ticker: LL1) hat sich auf den Vertrieb von angereicherten Omega 3 und Omega 6 Produkten aus Leinsamöl spezialisiert. Der globale Markt wächst dabei dynamisch um ca. 5,5 % p.a. und soll laut Grand View Research bis 2025 ein jährliches Volumen von USD 57 Milliarden erreichen. Doch noch spannender ist der Wachstumsmarkt für Energiegetränke. Dieser wird derzeit noch von Red Bull dominiert, gefolgt von Monster und Bang. Der Markt wächst um 7,2 % p.a. und allein der US-Markt soll bis 2026 einen jährlichen Umsatz von 86 Milliarden USD erreichen.

Mit der Boxlegende Mike Tyson als Aushängeschild für den Energy Drink „Iron Energy“ startet Leanlife nun auch den Vertrieb in den USA und will damit den Durchbruch schaffen. 10 zusätzliche Container von Iron Energy wurden bereits nach wenigen Wochen nachbestellt und insgesamt sollen 140 Container mit diesem geschmackvollen Getränk auf dem amerikanischen Markt vertrieben werden. Der Vertrieb erfolgt dabei nicht nur stationär über den Einzelhandel, sondern vorwiegend über den Online-Vertrieb. Hier ist die Marge für Leanlife deutlich höher und durch gezielte Produktplatzierungen bei Youtube-Stars der Gamingszene dürfte der Absatz von „Iron Energy“ mit dem Markenbotschafter Mike Tyson durch die Decke gehen. Die Aktie von Leanlife Health sollten sie sich also vormerken.

BP – 5 Mrd. Transformationskosten p.a.

Der Ölkonzern BP (ISIN: GB0007980591 WKN: 850517 Ticker: BPE5) war jahrzehntelang bis 2007 ein Garant für steigende Marktkapitalisierung. Doch zum Jahreswechsel 2007/2008 erreichte die Aktie den Zenit und ging in eine knapp 13-jährige Konsolidierungsphase über. Erst im Oktober 2020 erfolgte der Trendwechsel und die Aktie legte von 2,10 Euro auf aktuell 3,57 Euro zu. Das entspricht einem Anstieg von 67%. Wenn aber das Allzeithoch wieder erreicht werden soll, müßte die Aktie um fast 200 Prozent steigen. Nicht unmöglich bei den aktuell steigenden Erdölpreisen, aber BP richtet sich bereits kostenintensiv neu aus.

Ungefähr 5 Milliarden USD pro Jahr sind für die Transformation des Unternehmens vorgesehen, die in erneuerbare Energien gesteckt werden, allen voran in den Bereich Wasserstoff. Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen bei BP aus dem operativen Bereich um über 30% zum Referenzjahr 2019 reduziert werden. Bis 2050 soll dann die CO2 Emission Klimaneutral sein. Daher fährt das Unternehmen seine Öl- und Gasaktivitäten sukzessive zurück und weitet die Investitionstätigkeiten außerhalb des Öl- und Gasbereichs deutlich aus.

Nel ASA – Marktführerschaft

Um den Wandel bei BP hin zur Wasserstoffwertschöpfungskette mit Elektrolyse und Wasserstofftankstellen zu bewältigen, benötigt BP namenhafte Partner. Circa 2.500 Tankstellen betreibt BP allein in Deutschland und wäre damit für Nel ASA (ISIN: NO0010081235 WKN: A0B733 Ticker: D7G) ein idealer Partner. Würde BP sich dazu bekennen, wäre die zukünftige Überlastung der Stromnetze durch den Ausbau der E-Mobilität vom Tisch. BP wäre sofort Marktführer in der Wasserstoffversorgung für LKW’s in Deutschland und Nel ASA wäre durch den nötigen Infrastrukturaufbau über viele Monate & Jahre voll ausgelastet. Dieser Wandel wäre auch für die Nachfrage nach den BP Aktien durch Fondsgesellschaften interessant, denn Nachhaltigkeitskriterien werden immer wichtiger und von vielen Kunden auch verlangt.

Vom aktuellen Kursniveau von 2,30 Euro je Aktie könnte Nel ASA innerhalb der kommenden Tage wieder um mehr als 10% ansteigen. Wichtig war ein Wochenschlusskurs oberhalb der wichtigen Unterstützungslinie von 2,08 Euro je Aktie. Erst darunter geraten die Bullen ins Hintertreffen und es muss mit einer weiteren Konsolidierung gerechnet werden.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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Kommentar vom 31.03.2022 | 05:45

Seit zwei Quartalen schrumpft die deutsche Wirtschaft bereits und schlittert damit in eine Rezession. Die sogenannten „Wirtschaftsweisen“ mussten ihre Wachstumsprognose bereits drastisch reduzieren. Im November 2021 sagten sie noch ein BIP-Wachstum für die Bundesrepublik von 4,6% voraus und reduzierten dieses nun auf nur noch 1,8%. Die durch Lockdowns verursachten Lieferengpässe und steigende Energiepreise belasten die Unternehmen zusehends und der Ukrainekrieg verschärft die angespannte Lage. Die Inflation steigt immer weiter und selbst der Sachverständigenrat rechnet mit einer 6,1%igen Teuerung in 2022. Ein so hoher Kaufkraftverlust kann in der Regel am besten über langfristiges Investieren an der Börse ausgeglichen werden.

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Der nun veröffentlichte Produzentenpreisindex für die Deutsche Wirtschaft lies die Teuerung der Rohstoffe und Materialien auf noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik dagewesene 25,9% p.a. ansteigen. Der Preis von Erdgas führte die Rangliste mit 125,4% p.a. noch vor den allgemeinen Energiepreisen mit 66,5% p.a. an. Diese angeblich (laut EZB Chefin Lagarde) vorrübergehend erhöhte Inflation, beinhaltet aber nur die Zahlen vor der Eskalation des Ukrainekonfliktes. Es scheinen sich die Planer in Berlin und Brüssel etwas vertan zu haben, denn Wirtschaft und Bevölkerung sollten sich nicht erst im kommenden Winter, sondern bereits jetzt warm anziehen. Profitieren werden Unternehmen mit Preissetzungsmacht und die wichtige Materialien für die Wirtschaft noch liefern können.

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Alternative Energiequellen bzw. Energielieferanten werden vor dem Hintergrund der Energieverknappung immer wichtiger. Wegen massiver Steigerungen des Strompreises und damit einhergehender Margin-Anforderungen an die Stromproduzenten, musste bereits der zweite Kraftwerksbetreiber innerhalb kürzester Zeit mit 5,5 Mrd. EUR von der Bundesregierung gerettet werden. Mit zusätzlichen Sanktionen gegen russisches Erdgas und Erdöl wird der Umstieg auf Wasserstoff immer mehr an Bedeutung gewinnen. Speziell im Nutzfahrzeugbereich sehen die Experten Wasserstoff vorne. Größere Reichweite und eine deutlich kürzere Befüllung eines Wasserstoffstanks im Vergleich zur Elektro- bzw. Batterietechnik geben der Wasserstofftechnologie im LKW-Segment einen klaren Vorteil gegenüber der E-Mobilität.

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