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29.04.2024 | 05:45

Enorme Fortschritte – First Majestic Silver, Power Nickel, Bayer Aktie

  • Bayer
  • First Majestic
  • Power Nickel
Bildquelle: pixabay.com

In den vergangenen Wochen sind die Rohstoffe und Rohstoffaktien im Zuge der Gold- und Silberrally in den Fokus der Anleger gerückt. Viele Aktien aus den beiden Sektoren konnten sich von ihren Tiefstständen erholen und teilweise bereits um über 100 % in wenigen Wochen ansteigen. Da die Rohstoffnachfrage durch erneuerbare Energien aber auch durch den technologischen Fortschritt stetig steigt, aber gleichzeitig das Angebot nicht beliebig ausgeweitet werden kann, dürfte der tiefere Blick auf Rohstoffaktien in den nächsten Jahren lohnend sein.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: DE000BAY0017 , CA32076V1031 , CA7393011092


 

Power Nickel grillt Leerverkäufer

Die Nachfrage nach Rohstoffen aller Art stieg in den letzten Jahren deutlich an und verstetigt sich weiter. Betrug z. B. der Lagerbestand an der London Metal Exchange (LME) von Nickel Anfang 2021 noch über 260.000 t, so sank dieser in den letzten drei Jahren auf 80.000 t ab. Das bedeutendste Industriemetall nach Kupfer wird hauptsächlich mit knapp 60 % in der Industrie für die Veredlung von Stahl verbraucht. Seit Februar 2024 steigt die Notierung des Nickel-Futures wieder an und so konnte in den letzten zwei Monaten ein fast unbemerkter Preisanstieg von 18,1 % beobachtet werden.

Von dieser Entwicklung profitiert das kanadische Explorationsunternehmen Power Nickel (WKN: A3CUEW | ISIN: CA7393011092 | Ticker-Symbol: IVV) enorm, doch nicht nur dadurch. CEO Terry Lynch beschwerte sich schon lange über die hohe Leerverkaufsquote der Unternehmensaktien und das dadurch mehr Aktien gehandelt werden, als es tatsächlich gibt. Doch durch die neuen Funde aus dem letzten Bohrprogramm werden nun die Leerverkäufer gegrillt. So wurden im Bohrloch PN-24-047 über 14,42 Meter nicht nur wie erwartet 8,44 g/t Platin, 6,25 g/t Palladium und 0,58 % Nickel, sondern auch 0,59 g/t Gold, 69,14 g/t Silber und ein hochgradiger Anteil von 8,17 % Kupfer aufgespürt.

Nach diesem sensationellen Fund auf dem sogenannten NISK-Projekt sprangen eine Vielzahl von Anlegern auf die Aktie auf und ließen diese in wenigen Handelstagen um 100 % auf zuletzt 0,30 EUR ansteigen. Da auch das Bohrloch PN-24-051 sehr gute Ergebnisse über 11,4 m hervorbrachte, dürfte die Lion-Zone auf dem NISK-Projekt in den kommenden Monaten für noch mehr Furore sorgen. Die Leerverkäufer bekommen durch den Kursanstieg nun das Problem sich die Aktien am Markt teurer zurück kaufen zu müssen und könnten für einen weiteren Kursanstieg bei Eindeckung ihrer Shortpositionen sorgen.

First Majestic – Aktienkurs verdoppelt

Das kanadische Silber- und Goldunternehmen * First Majestic Silver (WKN: A0LHKJ | ISIN: CA32076V1031 | Ticker-Symbol: FMV) konnte in den letzten zweieinhalb Monaten enorm von der Rally bei Gold und Silber profitieren. In der Spitze verdoppelte sich der Aktienkurs sogar und markiert mit Erreichen der 7.85 EUR ein neues Jahreshoch. Seitdem setzten erste Gewinnmitnahmen ein und der Kurs fiel bis vergangenen Freitag wieder auf 6,34 EUR je Anteilsschein ab. Dennoch scheint die kurzfristige Korrektur der vergangenen beiden Wochen eher die Möglichkeit zu sein, noch mal günstiger bei der Aktie zukaufen zu können.

Dies könnte bei den erst kürzlich veröffentlichen Kennzahlen zum ersten Quartal 2024 Bestätigung finden. Hier konnte das Unternehme aus den drei Produktionsstätten in Mexiko – den beiden Silber- & Goldminen San Dimas und Santa Elena sowie der Silbermine La Encantada insgesamt 5,2 Mio. Silberäquivalente (AgÄq) fördern. Diese wurden in Silbereinheiten umgerechnet und setzen sich aus 2 Mio. geförderten Unzen Silber und 335.936 Unzen Gold zusammen. Damit stehen diese Produktionskennzahlen im Einklang mit der geplanten Gesamtjahresproduktion. Zudem wurden mit 17 Bohranlagen insgesamt 36.274 m Bohrtiefe erreicht. 11 davon waren bei San Dimas und 6 davon in Santa Elena im Einsatz, um die abgebauten Ressourcen durch Neufunde zu ersetzen.

Bayer – Es brennt lichterloh

Viel Kritik auf der Hauptversammlung des Bayer Konzerns (WKN: BAY001 | ISIN: DE000BAY0017 | Ticker-Symbol: BAYN) am vergangenen Freitag musste Vorstand Anderson einstecken. Nach dem Monsanto-Desaster von seinem Vorgänger Werner Baumann kommt die Umstrukturierung des krisengeschüttelten Pharma- und Agrarkonzerns aus Sicht der Aktionäre nicht voran. Der seit 1 Jahr agierende „Aufräumer“ konnte laut der Fondsgesellschaft Deka und ihrem Vertreter Ingo Speich, „… im ersten Jahr am Kapitalmarkt kein Vertrauen aufbauen …“. Trotz neuer Führung hat sich der Abwärtstrend der Aktie innerhalb eines Jahres noch beschleunigt und der Aktienkurs ist um über 50 % eingebrochen. Daher werde die Deka den Vorstand von Bayer nicht entlasten, so der Deka-Vertreter Speich.

„Das Haus brennt lichterloh und Sie als Hausherr fangen zuerst einmal an aufzuräumen, anstatt Brände zu löschen“, sagte Speich im Laufe seiner Rede als Interessenvertreter. Zu einer anderen Einschätzung kam aber die Mehrheit der anderen Investoren. So äußerte sich die Fondsgesellschaft DWS und deren Vertreter Hendrik Schmidt, das ihnen bewusst ist, dass die Effekte dieser Maßnahme teilweise erst mit Verzögerung eintreten werden. Auch Anteilseigner wie Union Investment, ISS oder Glass Lewis sahen es ähnlich, sodass dem Vorstand mit einer Zustimmungsquote von 91,68 % die Entlastung erteilt worden ist. Ebenfalls wurde auf der Hauptversammlung die Dividende auf ein Minimum zusammengestrichen, damit in den nächsten drei Jahren die drückenden Schulden deutlicher reduziert werden können.

Fazit

Während bei der Bayer Aktie der Tiefpunkt noch nicht erreicht worden zu sein scheint, drehte die Aktie von First Majestic bereits im Februar gen Norden und konnte sich zwischenzeitlich verdoppeln. In den Fokus der Rohstoffinvestoren rückte sich in den letzten beiden Wochen auch die Aktie von Power Nickel. Mit den hochgradigen Metallfunden in den letzten Bohrlöchern scheinen die Vorkommen auf dem NISK-Projekt deutlich größer zu sein, als bisweilen die Marktteilnehmer erwartet hatten. Kursrücksetzer bei First Majestic und Power Nickel könnten daher als „Buy the Dip“ Chance angesehen werden.



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