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07.04.2021 | 05:45

Entsteht ein neuer Hype? Aurora Cannabis, Evotec, PsyBio Therapeutics

  • Aurora Cannabis
  • PsyBio Therapeutics
  • evotec
Bildquelle: pixabay.com

Der Wettbewerb um neue medizinische Wirkstoffe für den Menschen, die zur Linderung von Krankheiten oder gar zur Heilung beitragen, wird weltweit knallhart geführt. Obwohl viel Geld in die Forschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe und Medikamente fließt, so führt dennoch nur ein kleiner Teil davon zu üppigen Absätzen und Gewinnen. Dieser kleine erfolgreiche Teil ist dann aber schnell der neue Börsenstar am Aktienhimmel und kann sich im besten Fall zu einem Milliardenschweren Unternehmen entwickeln oder wird gleich von einem der großen Pharmakonzerne geschluckt.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: CA05156X8843 , CA6936971044 , DE0005664809


 

PsyBio Therapeutics – Ein neuer Hype?

Das Biotechnologie-Unternehmen PsyBio Therapeutics (WKN: A2QQYS ISIN: CA6936971044 Ticker: PSYB) forscht an psychoaktiven Pilzen und genauer an dem Wirkstoff Psilocybin. Das Unternehmen will den Standard für psychisch Erkrankte deutlich verbessern, denn diese werden bisher meist mit allerlei Medikamenten „vollgepumpt“ und ruhiggestellt. Die Nebenwirkungen, zum Beispiel bei der Anwendung von Antidepressiva bei Depressionen, greifen zudem bei dauerhafter Anwendung oft die inneren Organe wie z.B. das Herz an. Bei der Verwendung des Wirkstoffes Psilocybin fallen die Nebenwirkungen der bisherigen Standardmedizin hingegen weitestgehend weg.

Die Anwendungsfelder von Psilocybin sind vielfältig und es kann bei Angst, Depressionen, posttraumatischen Belastungsstörungen oder auch beim Krankheitsbild Drogenmissbrauch angewandt werden. Weiterhin forscht PsyBio Therapeutics an neuen therapeutischen Verbindungen, die im Labor hergestellt werden können und damit deutlich billiger sind als das Extrahieren des Wirkstoffes aus gezüchteten Pilzen. Ähnlich wie beim starken Anstieg des Cannabiswertes von 2015 bis 2018 um viele Tausend Prozent, könnte mit psychoaktiven Pilzen ein neuer Hype entstehen, denn in den letzten Monaten sind Unternehmen aus diesem Segment wie „Pilze“ aus dem Boden geschossen. Dies ist meist eine Indikation dafür, dass in diesen Sektor gerade viel Geld fließt und sich Insider auf diesen möglichen Hype vorbereiten und entsprechend positionieren.

Aurora Cannabis – Erwacht Dornröschen noch einmal?

Der einstige Liebling der Cannabisbranche Aurora Cannabis ist in einen tiefen Schlaf gefallen. In der Spitze des Cannabis Hypes im Oktober 2018 erreichte die Aktie ein Allzeithoch von 150,30 USD. Von dort aus fiel der Milliardenschwere kanadische Konzern in einen tiefen Dornröschenschlaf. Erst im Oktober 2020, nach dem tiefen Fall um 97,5 Prozent auf 3,71 USD waren die ersten Prinzen aus dem fernen Land der Redditianer erfolgreich und hauchten Dornröschen Aurora wieder etwas Leben ein. Doch noch ist Aurora Cannabis nicht vollständig erwacht und fiel in den letzten Wochen scheinbar wieder in den Dornröschenschlaf zurück. Die Umsatzmarge ist in den letzten Monaten trotz wachsender Umsätze kontinuierlich zurückgegangen und betrug in Q.4 2020 nur noch durchschnittlich 25 Prozent.

Um Wachstum und nachhaltig Gewinn zu erzielen, sollten aber wenigstens Margen zwischen 50 bis 60 Prozent erzielt werden und davon entfernt sich das Unternehmen immer weiter. Auch wenn die operativen Kosten in den letzten 3 Jahren deutlich gesunken sind, so verbrennt das Unternehmen immer noch ca. 25 bis 30 Millionen USD im Quartal allein aus dem operativen Geschäft. Darlehensverpflichtungen in Form von Zinsen belaufen sich mittlerweile ebenfalls auf ca. 10 Millionen USD im Quartal. Dazu kommt die Verwässerung der Altaktionäre durch neue Eigenkapitalerhöhungen. Allein 85 Millionen neue Aktien wurden in den letzten sechs Monaten ausgegeben und führten damit zu einer Verwässerung der Altaktionäre um ca. 74 Prozent. Auf Grund der weiterhin hohen Verluste wird es spätestens Anfang 2022 zu der nächsten Verwässerungsrunde kommen. Aktuell ist die Aktie von Aurora Cannabis bei einer Marktkapitalisierung von 1,76 Milliarden USD noch kein Kaufkandidat.

EVOTEC – Börsenliebling

Die Aktie der Hamburger Evotec (WKN: 566480 ISIN: DE0005664809 Ticker: EVT) gehörte mit Sicherheit zu einem der besten Investments der letzten 11 Jahre. Vom Finanzkrisentief vom März 2009 bei 0,54 Euro je Aktie stieg die Aktie des Wirkstoffforschungs- und Entwicklungsunternehmens auf 31,58 Euro zum heutigen Mittwoch, den 07.04.2021.
Ein Anstieg von insgesamt 5.748 Prozent bzw. 44,75 Prozent p.a.. Bei einem Anfangsinvestment von 17.100 Euro wären sie also 11 Jahre später ein Millionär geworden, sofern sie die komplette Zeit die Aktien gehalten hätten. Auch Steuern wären nicht angefallen, da es sich hierbei bisher nur um unrealisierte Buchgewinne handelt.
Ein Ende des Anstieges ist bisher nicht in Sicht und die Multi-RNA-Target Allianz mit Takeda Pharmaceuticals sichert wichtige Umsätze auch in 2022 ab.

Evotec ist auf vielen starken Wachstumsmärkten aktiv, so wächst z.B. der globale Biomedizinmarkt um 12 Prozent p.a. bis 2025 auf ein geschätztes Umsatzvolumen von 559 Milliarden USD an. Davon wollen sich die Hamburger ein großes Stück vom Kuchen abschneiden, erweiterten bereits in 2020 die Expansionspläne und erhöhten die Ausgaben in Forschung und Entwicklung. Auch wenn durch die Wachstumsstrategie der Nettogewinn in 2020 zurück ging, so sollte sich das mittelfristig deutlich für die Aktionäre auszahlen. Die Umsätze hielten jedenfalls im Branchenschnitt mit und stiegen in 2020 um 12% auf 500.9 Millionen Euro.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Kommentar vom 05.07.2021 | 05:40

Bei den 3D-Druck Aktien könnte gerade ein neuer Hype starten oder ist bereits gestartet. Ein neuer langsfristiger Trend entsteht meistens immer erst dann, wenn der Anfangshype um 90 - 99% in sich zusammen gebrochen ist und aus Ideen auf Papier auch ein nachhaltiges Geschäftsmodell entstanden ist, womit auch Geld verdient werden kann. Das war bei Amazon in der Dot.Com Blase so, bei Aurora in der Cannabis-Blase oder auch ITM Power bei der Wasserstoffblase. Diese starke Korrektur hat auch der 3D-Druck-Sektor hinter sich gebracht. Wenn das Muster sich auch hier wiederholt, dürfte es recht lukrativ werden. Bevor wir uns den Chancen widmen, gehen wir zum einen auf das Blasenmuster an den oben genannten anderen Märkten/Aktien ein.

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Kommentar vom 17.05.2021 | 05:17

In der sechsten Ausgabe des Reports „The European Cannabis Market“ prognostiziert Prohibition Partners den europäischen Cannabismarkt bis 2025 auf 3,2 Milliarden Euro. Bis Ende 2021 wird noch mit einem Umsatz von gut 400 Millionen Euro gerechnet. Das würde bedeuten, dass dieser Markt in den nächsten 4 ½ Jahren um jährlich ca. 67 Prozent wachsen würde. Der größte Marktanteil fällt aktuell noch auf Deutschland mit ca. 230 Millionen Euro. Bis 2025 soll dieser dann auf 840 Millionen Euro Umsatz ansteigen. Bereits in 2020 wurden 128.000 Patienten in Deutschland mit Cannabis behandelt, davon 60.000 Patienten zum ersten Mal.

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Kommentar vom 09.02.2021 | 05:45

Ob fest, flüssig oder gasförmig – der Aggregatzustand ist egal, solange damit Geld verdient werden kann. Damit jeder ein nachhaltig diversifiziertes und durchstrukturiertes Portfolio aufbauen kann, sollten verschiedene Branchen berücksichtigt werden.
Da die Umfragen unter den deutschen Aktionären regelmäßig eine Übergewichtung Deutscher Werte enthält, stehen heute drei ausländische Unternehmen im Fokus.
Deren Geschäftsmodelle könnten nicht unterschiedlicher sein, aber genau das macht die Unternehmen so interessant.

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