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12.11.2019 | 05:49

EXXONMOBIL vs. BP vs. Saturn Oil & Gas: Dividende oder Wachstum?

  • WTI
Bildquelle: pixabay.com

Die Aktiengesellschaften von ExxonMobil (WKN: 852549), BP (WKN: 850517) und Saturn Oil & Gas (WKN: A2DJV8) verbindet die gemeinsame Tätigkeit im Ölsektor. Während die beiden global Player der Ölbranche BP und ExxonMobil mit vergleichsweise hohen Dividenden die Aktionäre überzeugen, trumpft Saturn Oil & Gas mit ihrer Wachstumsstory und hoher Umsatzrentabilität auf. Welche Kennzahlen sind dabei interessant?

Lesezeit: ca. 1 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann


 

ExxonMobil – 4,1% Umsatzrentabilität

Der Aktienkurs der in den USA beheimateten ExxonMobil notiert derzeit bei 63,59 Euro (11.11.2019). Der Umsatz im ersten Vergleichshalbjahr 2019 betrug 120,218 Mrd. Euro und der Gewinn 4,964 Mrd. Euro. Das entspricht über alle Geschäftsbereiche einer Umsatzrentabilität von 4,1%. Die auf das Jahr umgerechnete Dividende beträgt ca. 3,15 Euro, was einer Dividendenrendite von 4,95% p.a. entspricht.

BP – 3,47% Umsatzrentabilität

Der Aktienkurs der in England beheimateten British Petroleum notiert derzeit bei 5,92 Euro (11.11.2019). Der Umsatz im ersten Vergleichshalbjahr 2019 betrug 127,857 Mrd. Euro und der Gewinn lag bei 4,441 Mrd. Euro. Das entspricht über alle Geschäftsbereiche einer Umsatzrentabilität von 3,47%. Die auf das Gesamtjahr umgerechnete Dividende beträgt ca. 0,37 Euro, was einer Dividendenrendite von 6,25% p.a. entspricht und damit 1,3 Prozentpunkte über der von ExxonMobil liegt.

Saturn Oil & Gas – 28% Umsatzrentabilität

Der Aktienkurs des sehr jungen kanadischen Ölproduzenten Saturn Oil & Gas notiert derzeit bei 0,09 Euro (11.11.2019). Der Umsatz im ersten Vergleichshalbjahr 2019 betrug 6,878 Mio. Euro und der Gewinn lag bei 1,954 Mio. Euro. Das entspricht einer Umsatzrentabilität von 28%. Das ist für die Ölbranche ein phantastischer Wert. Diese hohe Umsatzrentabilität liegt vor allem an dem eingespielten Bohrteam und den sehr niedrigen Produktionskosten. Diese liegen inkl. der Transportkosten zu dem Ölabnehmer bei gerade einmal ca. 10,30 Euro je Barrel Öl. Bei einem WTI-Ölpreis von derzeit 51,50 Euro je Barrel bleibt eine entsprechend hohe Marge für das Unternehmen übrig. Dieser CashFlow wird jedoch nicht wie bei den etablierten Unternehmen anteilig ausgeschüttet, sondern dient dem Ausbau der täglich produzierten Ölmenge. Damit soll das Unternehmen binnen weniger Jahre interessant für eine Übernahme gemacht werden und daher liegt der Fokus auf Wachstum.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Doch seit dem absoluten Tiefpunkt der nordamerikanischen Ölsorte WTI (Unter Minus 40 USD je Barrel) hat der Ölpreis sich wieder nachhaltig stabilisiert.
Die Marktakteure erkennen nach der Kurskapriole im Frühjahr wieder, dass trotz aller politischen Einmischungen eine Welt ohne Erdöl nicht möglich ist. Klares nein mag sich der ein oder andere Leser gerade sagen. Doch denken sie einmal genau darüber nach, wieviel Liter oder gar Barrel Öl sie jeden Tag indirekt begegnen. Sie werden überrascht sein. Daher lohnt ein Blick auf die Ölbranche, zumal das Leben in diesem Sektor langsam zurückkehrt.

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Meines Erachtens ist damit die Welle 3 innerhalb der Aufwärtskorrektur gestartet. Diese sollte den Ölpreis im weiteren Verlauf auf $60 und später ggf. auch die Ziele von ca. $65 erreichen können. Wie aber davon profitieren, statt einfach nur mehr Geld an der Tankstelle zu bezahlen?

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