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17.06.2021 | 12:50

Gewinne und Wachstum sind gefragt - Deutsche Bank, PayPal, wallstreet:online AG

  • Deutsche Bank
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Bildquelle: pixabay.com

Die durch die Corona-Krise hervorgerufenen Veränderungen, haben viele Unternehmen weltweit in Schieflage gebracht. Durch diverse Rettungspakete und gigantische Schuldenberge konnten die massiven Herausforderungen bisher noch „überdeckt“ werden. Wer sich als Unternehmen aber nicht auf Veränderungen, allen voran die Digitalisierung, einlässt und im Unternehmen nicht umsetzt, wird in den nächsten Jahren den Markt verlassen und die Marktanteile den Wettbewerbern überlassen müssen. Welche Unternehmen sind dafür gut aufgestellt und bieten aktuell lukrative Chancen?

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: DE0005140008 , US70450Y1038 , DE000A2GS609


 

Nachhaltige Gewinne + Wachstum

Mit der Einführung des Smartbrokers Ende 2019 legte die wallstreet:online AG (WKN: A2GS60 ISIN: DE000A2GS609 Ticker: WSO1) den Grundstein für das starke Wachstum der letzten 1 ½ Jahre. Durch den sehr guten Zugang über die Finanzportale zu deutschsprachigen Aktionären, konnte innerhalb kürzester Zeit ein neuer Onlinebroker in den Markt eingeführt werden.

Durch die starke Performance der Portale Börsennews.de, Ariva.de, wallstreet:online.de, finanznachrichten.de und auch Smartinvestor.de, kommt kaum jemand aus der deutschen Finanzcommunity an der Werbung für den Smartbroker vorbei. Das recht neue Angebot gewinnt auch deshalb Marktanteile, weil Hausbanken in der Regel hohe Ordergebühren und teilweise keine nutzerfreundlichen Trading-Funktionen anbieten. Bis Ende 2021 sollen weitere 120.000 Neukunden für den Smartbroker gewonnen werden, lautet die Prognose. Ende 2020 waren es 80.000 Nutzer und zu Ende April 2021 schoss die Nutzeranzahl um weitere 55.000 (+69%) auf 135.000 Nutzer in die Höhe. Das ausgegebene 2021er-Jahresziel von insgesamt 200.000 Bestandskunden sollte in diesem Marktumfeld bereits zu Beginn des vierten Quartals erreicht sein.

Da der Smartbroker nach Angaben kürzlich auch die Preisführerschaft bei Fonds- und ETF-Sparplänen übernommen hat, liegt auch noch zusätzliches Überraschungspotential durch wallstreet:online AG vor. Der geplante Umsatz in 2021 von 45 Mio. EUR dürfte eher über 50 Mio. EUR tendieren und das operative EBITDA, das derzeit zwischen 4 bis 6 Mio EUR erwartet wird, dürfte mit Leichtigkeit erreicht werden. Warburg Research bestätigt das Kursziel von 25 Euro je Aktie und empfiehlt die Aktie zum Kauf.

Deutsche Bank – inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation?

Was sagt uns der Chart? Die im Januar 2021 noch vermutete, potentiell umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter Formation bei der Deutschen Bank (WKN: 514000 ISIN: DE0005140008 Ticker: DKB), die sich seit Anfang 2019 ausgebildet haben könnte, hat die charttechnische Bodenbildungsformation der Aktie abgeschlossen. Zum März 2021 brach der Wert zudem aus dem 2014er Abwärtstrend aus. Er konnte nach mehreren Hochs auch das April'18-Hoch bei 11,28 EUR je Aktie aus dem Markt nehmen. Aktuell notiert die Aktie bei 11,70 EUR - der nächste Widerstand, den es auf Monatsbasis zu überwinden gilt, ist um die Marke von 13,82 EUR auszumachen. Unterstützung findet der Kurs im Bereich 11,25 EUR bis 11,40 EUR. Auf Wochenschlusskursbasis sollte dieser jedoch nicht mehr unterboten werden, da eine nennenswerte Unterstützungszone sonst erst wieder bei ca. 8,00 EUR gegeben ist.

Mit Sicherheit profitiert der Kurs auch von Negativzinsen bei Tages- und Girokonten. Bestandskunden der Deutchen Bank sowie der Postbank, letztere mit allein 13 Mio. Kunden, zahlen demnächst einen Negativzins von 0,5% oberhalb der 25.000 EUR Grenze bei Tagesgeldkonten sowie 50.000 EUR bei Girokonten. Damit sollen Strafzinsen ab dem 01.09.2021 von den Schultern der Bank auf die Kunden abgewälzt werden. Das wiederum dürfte bei den Sparern zu einer verstärkten Nachfrage nach Finanzprodukten wie Aktien & Co. führen, um dem Negativzins auszuweichen. Bei zunehmender Inflation macht die Flucht in Sachwerte wie Aktien schließlich Sinn, zumal viele Titel deutlich höhere Dividenden ausschütten, als Bank vergleichsweise an Zinsen anbieten könnte.

PayPal – in der Korrektur?

Der Online-Bezahldienst PayPal (WKN: A14R7U ISIN: US70450Y1038 Ticker: 2PP) ist eines der führenden Fintech-Unternehmen der Welt. Auf dem Wachstumsmarkt digitaler Payment-Lösungen profitiert PayPal durch frühe Positionierung sehr stark. Eine Abschwächung des Trends ist durch Einführungen von Negativzinsen bei vielen Banken auch nicht ersichtlich. Durch die Dominanz im Bereich der digitalen Zahlungssysteme und dem anhaltenden Wachstum des Unternehmens, ist auch der preisliche Aufschlag der Aktie im Vergleich zu Wettbewerbern wie Visa, Master Card oder Adyen gerechtfertigt.

Ende 2020 hatte PayPal weltweit 377 Mio. aktive Konten, wovon 348 Mio. auf Verbraucher und 29 Mio. auf Händler entfallen. Damit hat sich die Anzahl der aktiven Konten innerhalb von fünf Jahren mehr als verdoppelt und machte in diesem Zeitraum ein durchschnittliches Wachstum von über 15% p.a. möglich. Der weltweite Umsatz von digitalen Bezahlvorgängen lag im vergangenen Jahr bereits bei 2 Billionen USD und wächst mit ca. 7% p.a.. Damit wächst PayPal bei einem Wachstum von 15% p.a. deutlich stärker als das Wettbewerbsumfeld und verdrängt diese zunehmend. Mit einem Ertrag von 21,5 Mrd. USD in 2020 liegt das jüngere Unternehmen PayPal nun gleichauf mit den Umsätzen des VISA-Konzerns. Auch der Cash Flow von PayPal zieht an und kann sich mit 5 Mrd. USD in 2020 mehr als sehen lassen.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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Der Wandel durch die Digitalisierung geht unvermindert weiter und die Niedrigzinsen haben das ursprünglich lukrative Geschäftsmodell der Fristentransformation zu einem Risikogeschäft mit kleiner werdender Marge gemacht. Hier greift das Sprichwort: „Viele Köche verderben den Brei“, denn zahlreiche Banken haben sich auf das Kreditgeschäft mit „Häuslebauern“ gestürzt und damit die Zinsmarge durch den starken Wettbewerb gedrückt. Lag die Zinsmarge z.B. bei über zehnjährigen Kreditverträgen im Dezember 2020 noch bei ca. 1,03 %, so sank diese im April 2021 auf nur noch 0,7% p.a.. Statt auf Wachstum zu setzen, müssen gerade die Geschäftsbanken Kosten eindampfen.

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Die Bankenwelt ist im Wandel und neue Finanzinstitute graben mit ihren digitalen Geschäftsmodellen den bestehenden Unternehmen die Kunden ab. Durch die Corona-Pandemie hat sich das Kundenverhalten noch stärker Richtung Onlinegeschäft verändert. Ungefähr 60 Prozent aller privaten Bankkunden bevorzugten Ende 2020 bereits das Internet-Banking, welches somit um über 22 Prozent zu 2019 angestiegen ist. Mobile Banking Apps nutzen bereits über 55 Prozent der Kunden und wer dort als Anbieter nicht zu finden ist, der hat den Kampf um die Bestandskunden fast verloren.

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