Menü

07.02.2022 | 05:45

'Greenflation' durch Energiewende – dynaCERT Inc., Boeing, PVA TePla Aktie

  • dynaCERT
  • Boeing
  • PVA TePla
Bildquelle: pixabay.com

Eines der Schlüsselelemente der Energiewende und dem verbesserten Klimaschutz soll neben Batterietechnologie die Produktion und Speicherung von Wasserstoff sein. Doch um unabhängiger von ausländischen Stromproduzenten und Erdgaslieferanten zu werden, muss erst einmal eine entsprechende dezentrale Infrastruktur aufgebaut werden. Hier spielt neben der Zeit auch die Verfügbarkeit nötiger Rohstoffe eine ganz wichtige Rolle. Zeit hat die Politik jedenfalls nicht und das steigert die Nachfrage nach Rohstoffen und verteuert die knappen Güter. Damit wurde eine der Grundlagen der 'Greenflation' gelegt, die sich jetzt durch steigende Inflation deutlich bemerkbar macht.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 , BOEING CO. DL 5 | US0970231058 , PVA TEPLA AG O.N. | DE0007461006


 

dynaCERT Inc. – Austausch in der Führungsebene

Wie bei fast alle dem Wasserstoffsektor zuzuordnenden Unternehmen ist auch das kanadische Unternehmen dynaCERT Inc. (ISIN: CA26780A1084 WKN: A1KBAV Ticker: DMJ) deutlich unter die Räder gekommen. Die Kursverluste vom Allzeithoch belaufen sich auf 85 Prozent und übertreffen damit die Vergleichsgruppe von Ballard Power, Nel ASA & Co. die im Schnitt „nur“ 70 – 80 Prozent vom Allzeithoch abgaben. Doch seit Oktober 2021 hält sich die Aktie von dynaCERT deutlich stabiler als die Marktbegleiter, die im selben Zeitraum nochmal deutlich an Wert verloren haben.

Das könnte damit zusammenhängen, dass bei dynaCERT der erste Kopf gerollt bzw. ausgetauscht worden ist. Die Geduld der Hauptaktionäre und des CEO Jim Payne war erschöpft und als erstes musste der leitende Geschäftsführer (COO) Herr Robert Maier das Unternehmen verlassen und im Januar 2022 auch den Posten im Verwaltungsrat räumen. Wer der Nachfolger wird, lies das Unternehmen noch offen aber der Kurs der Aktie hält sich seit Oktober 2021 stabil und schwankt zwischen 0,12 bis 0,19 EUR je Aktie. Wichtig wäre für das Unternehmen das endlich weiter Fortschritte bei deren Wasserstoff-HydraGEN Technologie gemacht werden und die Verkaufszahlen endlich anspringen.

Boeing – erhöhter Nettoverlust, aber

Der Nettoverlust bei Boeing (WKN: 850471 ISIN: US0970231058 Ticker-Symbol: BCO) war im vierten Quartal 2021 höher als die meisten Analysten erwartet hatten. Dies lag vor allem an die nicht zahlungswirksamen Belastungen aus dem 787er Programm in Höhe von 3,5 Mrd. USD. Diese wurden in die Bilanz eingestellt um Rücklagen für eventuelle Lieferverzögerungen und damit Vertragsstrafen zu berücksichtige. Was jedoch positiv war ist, dass im vierten Quartal ohne diese buchhalterischen Belastungen ein positiver freier Cashflow von 494 Mio. USD erzielt worden ist.

Auch in 2022 sollte sich der freie Cashflow positiv entwickeln, denn in diesem Jahr werden Flugzeuge der 737 MAX und der 787-Reihe ausgeliefert und damit Rechnungen fällig. Die Konsensschätzung der Analysten rechnet mit einem freien Cashflow in 2022 von 4,4 Mrd. USD und für 2023 sogar von 10,3 Mrd. USD. Das deckt sich auch im Ansatz mit der Aussage der Geschäftsführung: "Wir erwarten nach wie vor im Jahr 2022 einen positiven freien Cashflow zu generieren", der "im kleinen Milliardenbereich" liegen könnte. Das Unternehmen prognostizierte außerdem "eine deutliche Beschleunigung des Cashflows im Jahr 2023".

PVA TePla – Absturz oder Kaufchance?

Von den strukturellen Engpässen der Halbleiterindustrie profitierte auch das aus dem hessischen Wettenberg stammende PVA TePla (WKN: 746100 ISIN: DE0007461006 Ticker: TPE). Mittels Hochtechnologie konnte sich das Unternehmen in den letzten 30 Jahren zum Weltmarktführer für High-Tech Prozessanlagen entwickeln. Die Halbleitersparte ist bisher das Zugpferd der Hessen. Der Umsatz bis Q3 2021 stieg auf 115,3 Mio. EUR und damit um 18,4 Mio. EUR im Vergleich zu den ersten drei Quartalen von 2020.

Mit einem Anteil von 75% steuerte die Halbleitersparte 87,5 Mio. EUR zum Umsatz bei und das ist ein Anstieg von 23,3 Mio. EUR bzw. 36,2%. Doch seit November 2021 belasten Gewinnmitnahmen den Kurs der Aktie. In der Spitze mit 50,60 EUR je Anteilsschein ging es bis dato um über 40% bergab und nun notiert die Aktie bei nur noch 29,80 EUR. Das klingt mehr als es wirklich ist, denn damit rangiert die Aktie auf einem Niveau vom Sommer 2021 als im Juli die Rallye im Halbleitersegment erst richtig Fahrt aufgenommen hat.


Fazit

Die aktuelle Unsicherheit an den Finanzmärkten wegen starker Inflationskennzahlen und dem Steigen der Zinssätze in den USA aber auch die Unsicherheit im Ukrainekonflikt und der Taiwan-Frage belasten die Märkte im Moment sehr stark. Die Euphorie des Jahres 2021 ist längst gewichen, aber genau diese Unsicherheit bietet Chancen bei gut ausgesuchten Unternehmen günstig einzusteigen.


Interessenskonflikt

Gemäß § 85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Ita Joka S. A. sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Ita Joka S. A. (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

Die Ita Joka S. A. behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Ita Joka S. A. sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Ita Joka S. A. für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

Risikohinweis

Die Ita Joka S. A. bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf derfinanzinvestor.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Ita Joka S. A. und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Ita Joka S. A. und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


Weitere Kommentare zum Thema:


Drei Industrie- und Tech-Aktien vor dem Durchbruch? dynaCERT, TKMS, Viscom

Drei Industrie- und Tech-Aktien vor dem Durchbruch? dynaCERT, TKMS, Viscom

Kommentar vom 14.08.2026 | 05:45

Die Börsen werden aktuell von drei Megatrends dominiert: technologische Innovation, grüne Transformation und geopolitische Sicherheit. Genau in diesen Marktgegebenheiten agieren drei spannende Industrie- und Tech-Werte, die vor entscheidenden Wendepunkten stehen. Ob prall gefüllte Auftragsbücher im Rüstungsbereich, Cleantech-Lösungen für den Schwerlastverkehr oder Turnaround-Potenzial in der Inspektionstechnik für KI-Hardware – diese Aktien vereinen enorme Chancen mit spezifischen Risiken. Ein analytischer Blick auf die aktuellen Zahlen lohnt sich.

Zum Kommentar


Vom robusten Dividenden-Giganten über Cleantech bis zum KI-getriebenen Turnaround - dynaCERT, McDonald's, ServiceNow, TeamViewer

Vom robusten Dividenden-Giganten über Cleantech bis zum KI-getriebenen Turnaround - dynaCERT, McDonald's, ServiceNow, TeamViewer

Kommentar vom 31.07.2026 | 05:40

Die Börse bietet vielfältige Chancen und dieser Bericht analysiert drei spannende Werte aus unterschiedlichen Branchen. Entdecken Sie das hochprofitable Franchise-Modell eines globalen Fast-Food-Giganten und verlässlichen Dividendenzahlers. Erfahren Sie außerdem, wie ein innovatives Cleantech-Unternehmen mit genialer Emissionsreduktion den Logistikmarkt transformiert. Zuletzt beleuchten wir die charttechnische Erholung eines etablierten Softwareanbieters, der dank neuer KI-Integrationen ein starkes Comeback anpeilt. Lesen Sie alle Daten und Fakten im ausführlichen Bericht hier:

Zum Kommentar


Enteignungsangst, Skalierung und neue Phantasien – Evotec, dynaCERT, Vonovia

Enteignungsangst, Skalierung und neue Phantasien – Evotec, dynaCERT, Vonovia

Kommentar vom 06.07.2026 | 05:45

Drei Unternehmen aus verschiedenen Sektoren stehen an entscheidenden Wendepunkten. Der erste Wert ist ein führender Immobilienkonzern, der nun massiv vom Wegfall politischer Enteignungsrisiken profitiert und gerade wichtige Chartmarken testet. Das zweite Unternehmen, ein Cleantech-Akteur, forciert seine globale Skalierung durch frisches Kapital und neuen Aufträgen aus Asien. Der dritte Wert aus dem Biotech-Sektor weckt mit einem neuen, kapitalschonenden Produktionskonzept frische Fantasie für eine Trendwende. Mehr dazu lesen Sie hier:

Zum Kommentar