Menü

09.01.2026 | 05:45

Hier baut sich Momentum auf! Almonty Industries, Salzgitter, Under Armour

  • Almonty Industries
  • Salzgitter
  • Under Armour
Bildquelle: pixabay.com

Auch wenn an den internationalen, aber vor allem US-amerikanischen Indizes das Momentum nachlässt und eine mögliche Korrektur zum Jahresanfang 2026 nicht mehr auszuschließen ist, zeigen etliche Aktien ein starkes Momentum oder bauen dieses gerade erst auf. Aktien, die Stärke entwickeln, sind besonders bei Momentum-Investoren gefragt, die gerne auf „fahrende Züge“ aufspringen und damit den angefangenen Trend beschleunigen. Dass dies lukrativ sein kann, zeigen folgende Aktien, welche die Momentumwelle bereits reiten oder gerade anfangen zu reiten:

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: CA0203981034 , US9043111072 , DE0006202005


 

Almonty Industries reitet Momentumwelle

Ein Unternehmen, welches die Momentumwelle reitet, ist das Wolframunternehmen Almonty Industries (WKN: A1JSSD | ISIN: CA0203981034 | Ticker ALI). Die Aktie gehörte bereits in den letzten beiden Jahren zu den Top-Performern, denn Wolfram ist mittlerweile ein als kritisch eingestuftes Industriemetall. Das ist auch nicht verwunderlich, da China ca. 80 % der Wertschöpfungskette kontrolliert. China nutzte und nutzt auch weiterhin diesen Machthebel indem von den USA vom Zaun gebrochenen Zollstreit im vergangenen Jahr. Die Exportbeschränkungen bestehen teils immer noch und aufgrund des Kriegsaktes der USA gegen den wichtigen Handelspartner Chinas Venezuela (mehr als 30 % der Exporte des südamerikanischen Landes gingen bisher nach China) könnte das Reich der Mitte die Daumenschrauben wieder weiter anziehen.

Die Aktie von Almonty Industries wurde bereits durch den Zollkonflikt zwischen den beiden größten Wirtschaftsnationen befeuert, nachdem sie bereits in 2024 um über 70 % zulegen konnte. In 2025 folgte der Ausbruch von 1,34 CAD auf 12,74 CAD (7,50 EUR) bis zum 30.12.2025 und damit ein Anstieg von über 850 % innerhalb eines Jahres. Hintergrund für den Anstieg waren die Markterwartungen auf den Produktionsstart der wohl größten Wolframmine außerhalb Chinas. Diese Mine namens Sangdong befindet sich im Besitz von Almonty Industries und die Produktionsaufnahme wurde kurz vor Weihnachten 2025 verkündet.

Damit wird das Jahr 2026 das erste volle Produktionsjahr und es soll eine enorme Menge von 640.000 Tonnen Wolframerz gewonnen und aufbereitet werden. Die durch den Verkauf des aufgearbeiteten Materials resultierenden Barmittelzuflüsse sollen bereits unmittelbar in die zweite Ausbaustufe der Mine fließen und investiert werden. Dieser weitere Ausbauprozess soll nach zwei Jahren fertiggestellt und die Verarbeitungskapazitäten auf 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr gesteigert werden. Allein die USA könnten wahrscheinlich die komplette Produktion in den kommenden Jahren aufkaufen, denn ab 2027 sollen kritische Mineralien für Verteidigungszwecke nicht mehr aus China, Russland oder Nordkorea stammen.

Doch nicht nur in der Verteidigungsindustrie als Härtungsmaterial für Panzerstähle ist Wolfram nicht mehr wegzudenken. Auch für die Halbleiter- und Raumfahrtindustrie ist Wolfram ein zwingender Rohstoff und für die Digitalisierung und den Ausbau der KI-Infrastruktur ein Muss. Auch wenn der Fokus der Marktteilnehmer eher auf dem Verteidigungssektor liegt, sollten die anderen Anwendungsfelder des kritischen Metalls nicht unterschätzt werden.

Under Armour mit Trendwende und Momentumaufbau

Die Aktie von Under Armour (WKN: A0HL4V | ISIN: US9043111072 | Ticker-Symbol: U9R) ist in den letzten zehn Jahren deutlich unter die Räder gekommen. Obwohl die Aktie von März 2009 bis September 2015 von 1,49 USD auf 52,95 USD um 3.447 % angestiegen ist, fiel der Wert über die letzten zehn Jahre bis November 2025 wieder um 92 % auf 4,13 USD (3,58 EUR) zurück. Doch in den letzten Wochen konnte sich die Aktie wieder nennenswert erholen und stieg um 37 % auf 5,65 USD (4,83 EUR) an.

So baute in den letzten Wochen das Finanzunternehmen Fairfax Financial Holdings seine Positionen an Under Armour um 7,1 % auf zuletzt 16,1 % aller ausstehenden Aktien aus. Das kanadische Unternehmen und dessen Gründer und CEO Prem Watsa ist bekannt für seine konservativen Wertinvestitionen und langfristige Ausrichtungen bei den Investments. Der auch als Warren Buffett Kanadas bekannte Investor erzielte in 35 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 15,7 % p. a., wenngleich es Perioden mit deutlicher Über- und Unterperformance gab.

Salzgitter zieht weiter an

Im Vergleich zu Under Armour ging die Abwärtsbewegung der Aktie des Stahlkonzerns Salzgitter AG (WKN: 620200 | ISIN: DE0006202005 | Ticker-Symbol: SZG) deutlich länger. Sie startete bereits im Juli 2007 und fand erst im Oktober 2024 ihr Ende mit Erreichen der 12,96 EUR je Anteilsschein. Doch seitdem nimmt das Momentum auch hier deutlich an Fahrt auf und die Aktie stieg um über 250 % auf zuletzt 45,88 EUR an.

Die Salzgitter AG gehört zu den größten Patentinhabern von verschiedenen Stahlsorten und auch die neueste Meldung reiht sich in die Innovationsfähigkeit des Unternehmens ein. So etablierte das Unternehmen zusammen mit Umicore einen Prozess, welcher die Rückgewinnung des seltenen Edelmetalls Iridium aus Anoden der elektrolytischen Bandverzinkung ermöglicht.

Gleichzeitig achtet die Salzgitter AG im laufenden Sparprogramm auf die Wirtschaftlichkeit ihrer Anlagen und Investitionen. Dazu gehört auch die Beteiligung an den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM), an dem das Unternehmen 30 % der Anteile besitzt. Zusammen mit der französischen Vallourec (20 % der Anteile) wollen sie sich aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit thyssenkrupp zurückziehen, wenn die jährlichen Kapazitäten nicht um 40 % reduziert werden. Nur wenn die Produktion von 4,2 Mio. t Stahl auf 2,5 Mio. t Stahl sowie die Belegschaft von 3.000 auf 1.000 Arbeiter reduziert wird, kann das Unternehmen erhalten werden. Wenn dies umgesetzt wird, würde die Salzgitter AG auch die Anteile an dem Unternehmen übernehmen, sich andernfalls aber vollständig zurückziehen wollen.

Fazit

Das Momentum bei Almonty Industries ist bereits sehr hoch und auch bei der Aktie der Salzgitter AG nimmt dies immer weiter zu. Noch am Anfang des Momentumaufbaus steht die Aktie von Under Armour und der Ausbruch aus dem ersten Abwärtstrend ist noch keine zwei Wochen alt, sodass hier noch Rückschläge einzuplanen sind.



Interessenskonflikt

Gemäß § 85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Ita Joka S. A. sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Ita Joka S. A. (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

Die Ita Joka S. A. ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Ita Joka S. A. für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

Risikohinweis

Die Ita Joka S. A. bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf derfinanzinvestor.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Ita Joka S. A. und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Ita Joka S. A. und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


Weitere Kommentare zum Thema:


Was zählt 2026 – Turnaround oder Momentum? Almonty Industries, D-Wave Quantum, Nike Aktie

Was zählt 2026 – Turnaround oder Momentum? Almonty Industries, D-Wave Quantum, Nike Aktie

Kommentar vom 30.12.2025 | 05:45

Zum Jahresende schauen die Banken und Analysten wieder in die Glaskugel und geben ihre Einschätzungen für die Märkte des kommenden Jahres 2026 ab. Oft liegen die Prognosen bis auf wenige Ausnahmen in einer gewissen Bandbreite beieinander. Doch die Börse in dem Gewand einer Diva hat ihre eigenen Spielregeln und macht meist das, was die Masse der Marktteilnehmer nicht erwartet. So ist die US-Bank Morgan Stanley und deren Chefstratege Michael Wilson für US-Aktien sehr optimistisch. Der S&P 500 solle Ende 2026 bei 7.800 Punkten und damit ca. 12,6 % bzw. 875 Punkte höher stehen als aktuell. Ob es so kommt?

Zum Kommentar


Jetzt geht es los - Almonty Industries, Hensoldt, Palantir

Jetzt geht es los - Almonty Industries, Hensoldt, Palantir

Kommentar vom 18.12.2025 | 05:45

Ein Frieden in der Ukraine ist derzeit trotz laufender Gespräche nicht absehbar. Der 28-Punkteplan der USA als Friedensvorschlag wäre für Russland akzeptabel gewesen und hat in weitesten Teilen der vorherrschenden Realität am Boden Rechnung getragen. Doch die ukrainische Führung unter Präsident Selenskyj und der Beeinflussung durch die EU verschließt sich nach wie vor den Tatsachen der militärischen Erfolge Russlands und will nur einen vorläufigen Waffenstillstand erreichen. Für Rüstungs- wie auch Zulieferer- und Rohstoffunternehmen bedeutet dies weiter anhaltende Nachfrage nach deren Gütern und entsprechend auch nach den dazugehörigen Aktien.

Zum Kommentar


Absatz steigt deutlich - Almonty Industries, Alibaba Group, Xiaomi

Absatz steigt deutlich - Almonty Industries, Alibaba Group, Xiaomi

Kommentar vom 09.12.2025 | 05:45

Während die deutsche Wirtschaft seit 2019 nicht mehr wächst und sich seit 2023 in einer Rezession befindet, profitieren wettbewerbsstärkere Nationen wie China deutlich von der Schwäche. Nicht nur die USA, sondern vor allem die chinesische Wirtschaft schlägt Kapital aus den ordnungspolitischen Fehlern im einstigen Zugpferd der EU. So legten die Exporte der Produkte aus China im November und im Jahresvergleich um 5,9 % zu, während die Importe nur um 1,9 % anstiegen. Der Handelsüberschuss betrug damit allein im abgelaufenen Monat 112 Milliarden USD und die billigen chinesischen Waren überschwemmen die Märkte von Europa, Afrika und Südamerika. Doch wie davon profitieren?

Zum Kommentar