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31.03.2026 | 05:45

Inflationsschub – Gewinner und Verlierer - Group Eleven Resources, Mercedes Benz, VW

  • Group Eleven Resources
  • Mercedes Benz
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  • Volkswagen
Bildquelle: pixabay.com

Durch den Angriffskrieg der USA und Israel gegen den Iran folgt dem Energiepreisschock bei Erdöl und Erdgas in den kommenden Monaten und Quartalen unweigerlich der Inflationsschock. Dies ist die logische Folge, wenn die verteuerten Energiepreise die Kosten der gesamten nationalen wie internationalen Wertschöpfungsketten erhöhen und diese von den Unternehmen an die Endkunden weitergegeben werden. Ökonomen erwarten daher einen moderaten bis spürbaren Inflationsschub, je nach Länge des Irankrieges und den bis dahin eingetretenen längerfristigen Schäden an den dortigen Erdöl- und Erdgasanlagen.

Lesezeit: ca. 5 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: CA39944P1018 , DE0007664039 , DE0007100000


 

Group Eleven Resources – Zink, Silber, Kupfer und Antimon

Das Explorationsunternehmen Group Eleven Resources (WKN: A2H9YB | ISIN: CA39944P1018 | Ticker-Symbol: 3GE) hat sich auf zwei rohstoffreiche Projektgebiete in Irland konzentriert. Auf der kleinen grünen Insel liegen unbekannterweise viele Rohstoffe im Boden verborgen, wovon in den letzten 60 Jahren sechs Minen zur Produktion gebracht werden konnten. Bei dem 100 % unternehmenseigenen Projektgebiet PG West wurde 2022 das umfangreiche Ballywire Vorkommen entdeckt und seitdem exploriert. Dieses Zink-Blei-Vorkommen im Süden Irlands liegt nur knapp 20 km von der PallasGreen-Mine von Glencore entfernt und konnte kürzlich mit einem Sensationsfund aufwarten.

So konnte bei der Veröffentlichung des letzten Bohrergebnisses Zink und Blei auf einer Strecke von 29,9 m nachgewiesen werden, bei der hohe 15,3 % Zink- und Bleianteile vorlagen. Innerhalb dieses Intervalls gibt es einen Abschnitt über 8,4 m, der neben 10,4 % Zink und 7,84 % Blei zudem noch hochgradige 1.775,6 g/t Silber beherbergte und darüber hinaus noch 2,21 % starke Kupferanteile in sich trug. Damit hatte keiner der Geologen des Unternehmens gerechnet und abgerundet wurde dieser Teilabschnitt mit 0,18 % Anteilen Antimon. Dieses Bohrergebnis änderte für das Unternehmen unter Führung von CEO Bart Jaworski alles und die Investoren standen im Anschluss Schlange, um sich am Unternehmen beteiligen zu dürfen.

Die angedachte Kapitalerhöhung von 9 Mio. CAD war überzeichnet und wurde auf 12 Mio. CAD erhöht. Dadurch wird nun das 17.000 Bohrmeter umfassende Bohrprogramm für Bellywire auf 51.500 Bohrmeter erweitert und auch das für die zweite Liegenschaft Stonepark vorgesehene 3.000 Bohrmeter Bohrprogramm wird auf ca. 15.500 Bohrmeter erweitert. Damit sollen die aufgespürten Erzkörper auf den beiden Projektgebieten beschleunigt exploriert und erforscht werden, um anschließend eine bessere Mineralressourcenschätzung (MRE) abgeben zu können.

VW vor möglichem Einstieg ins Rüstungsgeschäft – Osnabrück im Fokus

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet in Osnabrück, einer Stadt mit nicht einmal 200.000 Einwohnern im Norden Deutschlands, womöglich Teile für eines der bekanntesten Luftabwehrsysteme der Welt gefertigt werden könnten? Genau dieses Szenario steht nun im Raum. Laut einem Bericht der Financial Times spricht der Volkswagen Konzern (WKN: 766403 | ISIN: DE0007664039 | Ticker-Symbol: VOW3) offenbar mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael Advanced Defense Systems über eine mögliche Nutzung des Werks in Osnabrück zur Produktion bestimmter Teile für die Luftverteidigung. Dabei soll es nicht um die direkte Herstellung kompletter Waffensysteme gehen, sondern um einzelne Bauteile, die später für Systeme wie den Iron Dome benötigt werden. Eine Umstellung des Werks könnte laut den Berichten innerhalb von 12 bis 18 Monaten passieren.

Für Volkswagen wäre das ein interessanter Schritt, denn bisher ist der Konzern ausschließlich in der Automobilwelt tätig und ein möglicher Einstieg in das Verteidigungsumfeld würde nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische und ethische Fragen aufwerfen. Gleichzeitig zeigt der Fall, wie sich die industrielle Landschaft in Europa gerade verändert. Wo früher Autos gebaut wurden, könnten künftig Komponenten für Sicherheits- und Verteidigungstechnik entstehen. Gerade in einer Zeit, in der Aufrüstung und Verteidigungsfähigkeit in Europa wieder deutlich mehr Priorität hat als in den letzten 30 Jahren.

Bei Rafael Advanced Defense Systems (RADS) handelt es sich um einen staatlich kontrollierten israelischen Rüstungskonzern, der zu den wichtigsten Verteidigungsunternehmen des Landes zählt. Das Unternehmen hat im Jahr 2025 einen Umsatz von ca. 6,0 Milliarden USD erzielt; bei einer Nettomarge von ca. 6 % entspricht dies einem Nettogewinn von geschätzt 360 Mio USD. Zu Ende 2025 besaß das Unternehmen einen Rekord-Auftragsbestand von 23,3 Mrd. USD, was die aktuellen Produktionskapazitäten für 3,3 Jahre auslasten würde. Rund die Hälfte des Umsatzes der 10.000 Mitarbeiter umfassenden Unternehmensgruppe kam aus dem internationalen Geschäft. Rafael ist nicht nur für den Iron Dome bekannt, sondern auch für modernere Systeme wie Iron Beam, also laserbasierte Luftabwehrtechnologie, die in Zukunft eine noch größere Rolle spielen werden.

In israelischen Medien wird derzeit über einen möglichen Börsengang beziehungsweise einer Teilprivatisierung von RADS gesprochen, welche einen Verkauf von etwa 20 bis 30 % der Anteile durch den Staat vorsieht. Damit könnte Rafael zusätzliches Kapital aufnehmen, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden und das weitere Wachstum zu finanzieren. Da es bei Volkswagen und dem Absatz an Automobilen nicht mehr rund läuft, würde eine Kooperation mit oder gar eine Beteiligung an RADS an der Börse sicherlich wieder mehr Wachstumsphantasie versprechen und könnte den Abverkauf des Aktienkurses ggf. stoppen. Allein im vergangenen Monat hat das Papier wieder mehr als 10 % verloren und notiert derzeit mit 87,50 EUR auf einem Niveau von 2007. Ob daraus am Ende wirklich ein bedeutender neuer Ertragsstrom für den Konzern entsteht, bleibt abzuwarten, aber die Suche nach neuen Geschäftsfelder zeigt an, dass sich Volkswagen gerade neu sortiert.

Mercedes-Benz: neues Jahrestief erreicht – was ist passiert?

Der Autobauer Mercedes-Benz (WKN: 710000 | ISIN: DE0007100000 | Ticker-Symbol: MBG) hat mit den finalen Q4-Zahlen und damit auch mit den Gesamtzahlen für 2025 nicht das geliefert, was der Markt erwartet hatte. Dabei gehört der Konzern mit einer Marktkapitalisierung von etwa 46 Mrd. EUR weiterhin zu den Top 15 der wertvollsten börsennotierten Unternehmen Deutschlands und beschäftigt weltweit mehr als 160.000 Mitarbeiter. Der Umsatz lag 2025 bei 132 Mrd. EUR, nach 145 Mrd. EUR im Jahr 2024. Das ist kein gutes Zeichen. Auch der Bruttogewinn fiel deutlich schwächer aus: 22 Mrd. EUR gegenüber 28 Mrd. EUR im Jahr 2024. Der Nettogewinn fiel noch deutlicher von 10,4 Mrd. EUR auf 5,3 Mrd. EUR in 2025 und halbierte sich damit fast.

Um den Abverkauf der Aktie zu stoppen, soll das Aktienrückkaufprogramm auch in 2026 weitergeführt werden. Im Jahr 2025 wurden bereits Aktien für rund 300 Mio. EUR zurückgekauft und für 2026 sind weitere 1,7 Mrd. EUR dafür vorgesehen. Auch die Dividende wurde auf 3,50 EUR pro Aktie erhöht, während die Marktteilnehmer nur mit 2,45 EUR gerechnet hatten. Laut Analystenratings liegt das durchschnittliche Kursziel der Aktie bei etwa 62 EUR. Ausgehend vom aktuellen Kurs von 51,50 EUR entspräche das einem Anstiegspotenzial von gut 20 %. Doch die Perspektiven für 2026 sind derzeit gering, denn Mercedes-Benz kämpft mit starker Konkurrenz, fallenden Verkaufszahlen in China (-19 %) und den USA (-12 %), mit verschärfter Zollpolitik, einem höheren Zinsumfeld sowie steigenden Produktionskosten. All das sind Faktoren, die sich für Mercedes derzeit negativ auswirken und es sieht momentan nicht danach aus, dass sich die fundamentale Lage schnell verbessern wird. Laut Konzern liegt das größte Risiko für 2026 beim Chinageschäft, denn wenn die Nachfrage dort weiter fällt, erwartet das Unternehmen härtere Einschnitte. Daher liegt bei Mercedes in 2026 der Fokus auf Einsparungen und der Verbesserung der Effizienz.

Zusammenfassung

Die steigende Rohstoffnachfrage und die anziehenden Rohstoffpreise lassen auch die Nachfrage nach Explorationsunternehmen des Sektors wie Group Eleven Resources ansteigen. Daher dürfte dieses zu den Gewinnern der anziehenden Inflationsspirale gehören. Weiter unter Druck und zu den Verlierern der Kostensteigerungen könnte der ohnehin schon geschwächte Sektor der Automobilbranche zählen. Das würde die Unternehmen Mercedes wie auch VW betreffen, wobei VW durch die mögliche Rüstungskooperation mit RADS einen ersten Lichtblick in der Krise liefert.


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