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26.08.2025 | 05:50

Keine Kürzung bei der Rüstung – Boeing, DroneShield, Volatus Aerospace

  • Boeing
  • DroneShield
  • Volatus Aerospace
Bildquelle: pixabay.com

Die Ausgaben der aktuellen Bundesregierung steigen von Monat zu Monat, während die Steuereinnahmen im gleichen Zuge durch die Rezession der Wirtschaft immer tiefer ausfallen. Nun werden Forderungen laut, massive Einsparungen bei Sozialleistungen und Projekten der früheren Ampel-Regierung vorzunehmen. Das zumindest wünscht sich der bayrische Ministerpräsident Markus Söder und nennt vor allem Sparmöglichkeiten in Milliardenhöhe beim Bürgergeld, dem Heizungsgesetz, den Migrationskosten sowie Kürzungsbedarf bei der Entwicklungshilfe. Nur bei der Rüstung werden keine Kürzungen vorgenommen und das befeuert teilweise auch diese Unternehmen:

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: US0970231058 , AU000000DRO2 , CA92865M1023


 

Volatus Aerospace – Rüstung und Wiederaufforstung

Das kanadische Luftfahrtunternehmen Volatus Aerospace (WKN: A2JEQU | ISIN: CA92865M1023 | Ticker-Symbol: ABB) hat sich auf die Entwicklung von Drohnen und unbemannten Flugzeugen spezialisiert. Wie der Krieg in der Ukraine aber auch die Kampfhandlungen zwischen Israel und dem Iran gezeigt haben, sind Drohnen und unbemannte Flugzeuge bei Kampfhandlungen zu einem wichtigen Bestandteil der Kriegsführung geworden. Von diesem stark wachsenden Markt profitiert auch das kanadische Unternehmen.

Dieses will sich aber nicht nur Marktanteile in Kanada, sondern auch in anderen NATO-Staaten sichern und seine Drohnen entsprechend verkaufen. Die entsprechenden Genehmigungen zur Betriebserlaubnis der Drohnen liegen in Kanada längst vor und so können die Flugobjekte des Unternehmens überall verwendet und eingesetzt werden. Erste Aufträge hat das Unternehmen bereits aus einem NATO-Mitgliedsland über 560.000 USD erhalten. Volatus Aerospace wird bei der Umsetzung des Auftrages u. a. die Ausbildung im Drohnenbetrieb übernehmen und auch die Sensornutzlasten zur Unterstützung der Luftinformationen bereitstellen.

Am gestrigen Montag, den 25.08.2025, gab das Unternehmen zudem die Kooperation mit KI Reforestation bekannt. Das Unternehmen hat sich auf die Wiederaufforstung von Wäldern spezialisiert, die vor allem nach den verheerenden Bränden in Kanada in den Jahren 2023 und 2024 teilweise stark gelitten haben. Mehr als 18 Mio. Hektar Wald sind in dieser Zeit verbrannt. Mithilfe von Drohnen von Volatus Aerospace und der Künstlichen Intelligenz (KI) soll die Wiederaufforstung der Wälder beschleunigt werden. Erste Testflüge mit umgebauten Drohnen sollen im vierten Quartal 2024 erfolgen, um im Anschluss das kanadische Ziel von der Wiederaufforstung von mehr als 2 Mrd. Bäumen zu unterstützen. Ein spannender Markt auch außerhalb des Rüstungssegmentes.

Boeing – der nächste Shortkandidat?

Der US-Flugzeugbauer Boeing (WKN: 850471 | ISIN: US0970231058 | Ticker-Symbol: BCO) steckt seit vielen Jahren in der Krise. Das Vertrauen der internationalen Flugzeugkäufer in den Konzern ist erschüttert, denn Produktionspannen, gravierende Sicherheitsmängel und massive Auslieferungsverzögerungen haben die Erneuerungs- und Wachstumspläne verschiedener Flugzeuggesellschaften deutlich gestört. Die Konzernführung setzt nun auf das Jahr 2026 und will dann endlich mit der Auslieferung des Langstreckenflugzeugs Boeing 777-9 beginnen. Ursprünglich sollten die ersten Flugzeuge bereits 2020 ausgeliefert werden und allein das zeigt das ganze Dilemma des Unternehmens.

Der Aktienkurs fiel daher von Februar 2019 bis März 2020 innerhalb von nur 13 Monaten vom Allzeithoch bei 446 USD um 80 % auf 89 USD im Tief ab. Seitdem konsolidierte der Wert in einer hohen Schwankungsbreite zwischen 89 USD und 278 USD. Über die letzten fünf Jahre hat sich dadurch eine charttechnische Verkeilung gebildet, die jeweils niedrigere Hochs und höhere Tiefs erreichte. Sollte diese Formation mustergültig aufgelöst werden, wird der vorherige Trend von 2019 und 2020 fortgesetzt und die Aktie dürfte die Tiefs aus 2020 noch einmal unterschreiten. Vom aktuellen Stand würde dies einen Kursrücksetzer von mind. 140 USD bzw. 60 % bedeuten und könnte eine interessante Shortidee mit gutem Chancen-Risiko-Profil sein.

DroneShield – Rücksetzer nach 500 % Kursanstieg

Das australische Unternehmen DroneShield (WKN: A2DMAA | ISIN: AU000000DRO2 | Ticker-Symbol: DRH) ist ein Hersteller von Drohnen-Abwehrgeräten. Die Aktie war in den letzten Monaten stark nachgefragt und so konnte der Wert seit Jahresanfang um über 500 % ansteigen. Doch seit Mitte August scheint die Luft raus zu sein und Gewinnmitnahmen setzten dem Aktienkurs in den letzten zwei Wochen zu. Um knapp 18 % gab die Aktie nach und notierte zuletzt bei 1,98 EUR je Anteilsschein.

Drohnen sind in den letzten Jahren ein wesentlicher Teil der Kriegsführung geworden und daher wird die Drohnenabwehr für jede Armee ein zukünftig wichtiger Bestandteil eines jeden Kampfverbandes sein. Daher reicht der Kundenkreis von DroneShield vom Militär über Geheimdienste bis hin zu Strafverfolgungsbehörden sowie zum Schutz kritischer Infrastruktur wie z. B. Flughäfen.

Die Nachfrage nach den Systemen von DroneShield ist sehr hoch, was sich auch in den Kennzahlen zu Q2 2025 widerspiegelte. Der Umsatz stieg um 480 % auf knapp 39 Mio. AUD. Bis Ende 2026 will das Unternehmen seine Produktionskapazitäten Verfünffachen und damit einen jährlichen Umsatz von 2,4 Mrd. USD zu erzielen.

Fazit

Anfang Juni 2025 geriet erst die Aktie von Volatus Aerospace in den Fokus der Anleger. Nach einem starken Anstieg von über 700 % konsolidierte der Wert in den letzten Wochen und stabilisierte sich im Bereich der 0,35 EUR. Das Momentum bei der Aktie von DroneShield lässt derzeit nach und die Hochs von Mitte August werden im Relative-Stärke-Index (RSI) nicht mehr bestätigt. Charttechnisch am Kipppunkt steht derzeit die Aktie von Boeing. Sollte die Aktie den Ausbruch über die 250 USD nicht schaffen, droht ein Rücksetzer über die nächsten zwei Jahre auf neue Tiefs unterhalb der 89 USD.



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