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29.10.2025 | 05:45

Von Allzeithoch zu Allzeithochs - Alibaba, Deutsche Telekom, Volatus Aerospace

  • Alibaba
  • Deutsche Telekom
  • Volatus Aerospace
  • Nvidia
Bildquelle: pixabay.com

Trotz aller geopolitischen Unsicherheiten ist die Flucht in die Aktienmärkte intakt und ein Ende der Rally in den großen Indizes ist nicht in Sicht. Die Indizes klettern an der Mauer der Angst von Allzeithoch zu Allzeithoch empor. Ungläubig schauen aber die vielen Mahner von der Seitenlinie der entgangenen Rendite beim weiteren Anstieg zu. Das erhöht die Angst des „FOMO - Fear of Missing Out“ und könnte in den nächsten Wochen zu einem Überschießen der Aktienmärkte und damit einer deutlichen Jahresendrally führen.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: US01609W1027 , DE0005557508 , US67066G1040 , CA92865M1023


 

Alibaba - Chatbots und KI-Brillen

Die Alibaba Group (WKN: A117ME | ISIN: US01609W1027 | Ticker-Symbol: AHLA) stellte in der letzten Woche ihre neuen Quark AI Brillen und Chatbots vor, um im globalen Wettbewerb gegen OpenAI und Meta Platforms bestehen zu können. Für die Alibaba Group ist Quark die KI-Anwendung für Endverbraucher und sie hat diese mit den neuesten Qwen3-Modellen ausgestattet. Die Nutzer der Brillen können über diese Freisprechanrufe durchführen, Echtzeitsprachübersetzungen starten oder auch Musik-Streaming nutzen. Die Quark-AI-Brillen sind seit der letzten Woche bestellbar und kosten ca. 659 USD. Durch den anstehenden Superverkaufstag in China am 11.11. können die Brillen über Rabattaktionen teilweise sogar bis zu 15 % günstiger gekauft werden.

Die gestartete KI-Offensive kommt bei Investoren gut an, und auch Cathie Woods kauft nach wie vor weiter mit ihrem Ark Next Generation Internet ETF zu. 61.000 Aktien waren es zuletzt und damit der fünfte Kauf innerhalb der letzten sechs Wochen. Seit Jahresanfang konnte auch die Alibaba-Aktie etwas von dem in Nordamerika und Europa vorherrschenden KI-Hype profitieren, mit 108 % ansteigen und sich dadurch mehr als verdoppeln.

Volatus Aerospace erwirbt Dual-Use-UAS-Technologie

Das Drohnenunternehmen Volatus Aerospace (WKN: A2JEQU | ISIN: CA92865M1023 | Ticker-Symbol: ABB) entwickelt in Kanada Drohnen und unbemannte Flugobjekte. Seit dem Ukraine-Krieg sind Drohnen zu einer zentralen Waffengattung im Militär geworden, sei es für die Versorgung, die Aufklärung oder auch für den Kamikazeeinsatz im Luftkrieg gegen die jeweils feindlichen Einheiten.

Durch seine NATO-Zertifizierung der Drohnen profitiert Volatus Aerospace vom Rüstungsboom in den NATO-Staaten und konnte bereits erste Aufträge gewinnen. So wurde ein bestehender Lieferkontrakt nach wenigen Monaten um 1 Mio. CAD auf einen Gesamtauftragswert von 1,7 Mio. CAD erweitert. Hier übernehmen die Kanadier unter anderem die taktischen Geheimdienst-, Überwachungs- und Aufklärungsschulungen, bei dem nicht näher genannten Auftragnehmer aus einem der NATO-Staaten.

Auch im zivilen Bereich ist das Luftüberwachungsunternehmen aktiv. Für einen großen nordamerikanischen Energiekonzern übernimmt Volatus Aerospace mit seinen ferngesteuerten Flugsystemen (RPAS) die Inspektion und Kartierung von ca. 160.000 km Stromleitungen. Durch diesen Auftrag fließen dem Unternehmen bis August 2028 rund 15 Mio. CAD Umsatz zu, mit der Option der Vertragsverlängerung.

Am Montag verkündete Volatus Aerospace dann den Erwerb einer Reihe von unbemannter Drohnentechnologien durch die Übernahme des in Großbritannien ansässigen Luftfahrt Ingenieuersbüro Caliburn Holdings. Damit wollen die Kanadier ihre Kapazitäten für die kanadische Luft- & Verteidigungsproduktion weiter stärken und ausbauen. Der Kaufpreis wurde mit 2 Mio. CAD festgelegt und wird in Form von 2,631 Mio. Volatus Aktien bezahlt. Die Neuaktionäre unterwerfen sich mit der einen Hälfte der Aktien einer Haltefrist von vier Monaten und mit der anderen Hälfte einer Haltefrist von 24 Monaten. Im Mittelpunkt der Übernahme steht für Volatus Aerospace der Zugriff auf drei skalierbare UAS-Plattformen mit einem Startgewicht von 100 kg bis max. 265 kg. Ebenfalls erhalten die Kanadier den Zugriff auf ein komplettes Drohnenflugzeugdesign und die validierten Flugdaten, die für militärische wie auch zivile Zwecke genutzt werden können.

Deutsche Telekom mit Nvidia in München

Die Deutsche Telekom (WKN: 555750 | ISIN: DE0005557508 | Ticker-Symbol: DTE) und Nvidia (WKN: 918422 | ISIN: US67066G1040 | Ticker-Symbol: NVD) wollen in München ein riesiges Rechenzentrum aufbauen. Die genauen Pläne sollen im November vorgestellt werden und rund eine Mrd. EUR kosten. Die dort bis Ende 2026 aufzubauenden Kapazitäten sollen die Grundlage für sogenannte KI-Gigafactories bilden. Solche leistungsstarken Rechenzentren sind nötig, um die immer datenreicheren KI-Systeme trainieren zu können. Unter anderem will SAP die neuen Rechenkapazitäten nutzen.

Für den Standort München ist die Entscheidung von Nvidia und der Deutschen Telekom ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für die Zukunft. Davon profitieren nicht nur die bereits ansässigen Unternehmen und Konzernzentralen, sondern könnte es auch andere Unternehmen dazu bewegen, sich in dem Umfeld anzusiedeln. Der Telekom CEO Timotheus Höttges sagte bei einer der letzten Veranstaltungen: „Europas technologische Zukunft braucht einen Sprint, keinen Spaziergang. Wir müssen jetzt die Chancen der Künstlichen Intelligenz ergreifen, unsere Industrie revolutionieren und eine führende Position im globalen Technologiewettbewerb sichern.“ Die Beratungsfirma Deloitte geht davon aus, dass allein Deutschland in den nächsten fünf Jahren mind. 60 Mrd. EUR in die KI-Infrastruktur investieren muss, wenn es international noch wettbewerbsfähig sein will.

Fazit

Die Deutsche Telekom investiert am Standort München weiter in die Zukunft und könnte durch die Kooperation mit Nvidia von dem KI-Boom zukünftig mehr profitieren. Die Alibaba-Aktie zog seit Jahresanfang um über 100 % und der Hauptwachstumsmotor war im Bereich der KI und Rechenzentren zu finden. In der boomenden Rüstungsbranche aktiv ist Volatus Aerospace und erweitert durch den Kauf der britischen Caliburn Holdings sein Produktportfolio deutlich.



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