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04.03.2026 | 05:45

Drohnenunternehmen stark nachgefragt - Volatus Aerospace

  • Volatus Aerospace
Bildquelle: pixabay.com

Nicht erst seit dem Angriffskrieg der USA und Israel gegen den Iran stehen Rüstungsaktien und Unternehmen der Zulieferindustrie im Fokus der Anleger. Dies begann bereits viel früher mit der Eskalation des Ukrainekonfliktes, nachdem sich Russland in den Bürgerkrieg in der Ukraine eingemischt hat und es somit zu einem Krieg zwischen beiden Ländern wurde. Durch den dortigen Drohnenkrieg, der sich im Laufe der Zeit als neue militärische Gattung in der Kriegsführung entwickelte, sind neben den Rüstungswerten auch die Hersteller von zivilen wie auch militärischen Drohnen in den Fokus der Anleger gerückt. Daher lohnt ein Blick auf ein Unternehmen, das hierzulande noch wenig im Fokus der Investoren steht.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: CA92865M1023


 

Volatus Aerospace mit nächsten Aufträgen

Das kanadische Luftfahrt- und Verteidigungsunternehmen Volatus Aerospace (WKN: A2JEQU | ISIN: CA92865M1023 | Ticker-Symbol: ABB) hat sich auf die Entwicklung von Drohnen und unbemannten Flugobjekten fokussiert und ist in den letzten neun Monaten in das Interessenfeld der ersten Investoren gerückt. Nachdem sich im Ukraine-Russland-Krieg die Kriegsführung mit Drohnen zu einer neuen, aber sehr wichtigen Waffengattung im Militär der beiden kriegführenden Parteien entwickelt hat, rüsten nun viele andere Länder ihr Militär entsprechend mit unbemannten Flugobjekten aus. Folglich stark wächst die Nachfrage nach Schulungsmaßnahmen im Umgang mit Drohnen auf der ganzen Welt. Doch nicht nur zum Angriff und Kamikazeeinsatz im Luft- & Bodenkrieg sind Drohnen wichtig, auch in der ursprünglich angedachten Aufklärung und Versorgung sind die unbemannten Flugobjekte nicht mehr wegzudenken.

Demzufolge interessant ist Volatus Aerospace mit der NATO-Zertifizierung seiner Drohnen geworden, besonders für das Militär in den zugehörigen NATO-Staaten. Erste Aufträge aus diesem Segment konnte das Unternehmen gewinnen und bestehende Kontrakte wurden zuletzt auch verlängert. So wurde u. a. ein bestehender Lieferkontrakt bereits in den ersten sechs Monaten um 1 Mio. CAD auf 1,7 Mio. CAD Gesamtwert erweitert. Für die beauftragende, aber nicht näher genannte Vertragspartei aus dem NATO-Umfeld übernehmen die Kanadier u. a. die taktischen Geheimdienst-, Überwachungs- und Aufklärungsschulungen.

Auch im eigentlichen Kernsegment der zivilen Luftüberwachung von Standorten ist Volatus Aerospace aktiv. So haben die Kanadier mit ihren ferngesteuerten Flugsystemen (RPAS) einen Auftrag für die Inspektion und Kartierung von ca. 160.000 km Stromleitungen für einen großen nordamerikanischen Energiekonzern gewinnen können. Dieser Auftrag ist derzeit bis August 2028 abgeschlossen und dem Unternehmen fließen rund 15 Mio. CAD Umsatz durch diesen Kontrakt zu. Auf Wunsch des Auftraggebers beinhaltet der Vertrag auch gleich eine Option der Vertragsverlängerung.

Neue SaaS-Plattform eingeführt

Am Montag verkündete Volatus Aerospace die Einführung seiner ersten Software-as-a-Service-Plattform (SaaS) für seine Drohnentechnologie an. Diese Plattformsoftware wird unter den Namen SKYDRA vermarktet und dient zur Unterstützung der operativen Planung und der Simulation zur Abwehr unbemannter Luftfahrzeuge (CUAS). Damit erweitert das Unternehmen sein Angebot im Verteidigungssegment um eine digitale Komponente, welche zur strukturierten Planung von Simulationen und Bereitschaftsübungen zur Drohnenabwehr genutzt werden kann. Die zum Patent angemeldete Software soll den Umsatz des Unternehmens durch wiederkehrende Erlöse erhöhen und eine neue stetig wachsende Ertragsquelle darstellen.

Mit dieser Software stößt das Unternehmen in einen starken Wachstumsmarkt vor. Laut Branchenberichten soll der globale Markt für die Abwehr von unbemannten Flugsystemen bis 2030 auf 20 Mrd. USD anwachsen. Dabei stehen der Schutz der kritischen Infrastruktur, die Modernisierung der Verteidigungsfähigkeit gegen unbemannte Drohnen wie auch die Luftraumsicherheit im Vordergrund. Daher geht das Unternehmen davon aus, dass nach SKYDRA nicht nur seitens des Militärs, sondern vor allem auch von Behörden der öffentlichen Sicherheit, aber auch den Betreibern von sensibler Infrastruktur wie Flughäfen, Häfen, Kraftwerken usw. nachgefragt wird.

Quelle: LSEG Refinitiv, 1 Jahreschart Volatus Aerospace

Zusammenfassung

Das kanadische Luftfahrt- und Verteidigungsunternehmen Volatus Aerospace ist durch die NATO-Zertifizierung wie auch der neuen SaaS-Plattform SKYDRA in einem stark wachsenden Nachfragemarkt aktiv. Da Experten davon ausgehen, dass dieser Markt bis 2030 auf über 20 Mrd. USD Marktvolumina anwachsen dürfte, sollte es für das Unternehmen wie zuletzt mehrfach gezeigt, möglich sein, sich seinen Anteil an diesem Wachstumsmarkt in Nordamerika wie auch in Europa sichern und ausbauen zu können.



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